Schöbitz + Schönwälder

002 | Um welche Arten von Events es in diesem Podcast gehen wird…

Aktualisiert am

Heute schauen wir uns mal die einzelnen Arten von möglichen öffentlichen Auftritten ein bisschen genauer an, die uns im Business-Umfeld immer wieder begegnen.

Was Du in dieser Episode erfährst:

Wir gehen in dieser Episode die 5 Grundformen "öffentlicher Auftritte" durch, die vieles gemeinsam haben und sich doch deutlich unterscheiden. Doch eines ist sicher: Du kannst in jeder Episode etwas für Dich mitnehmen...

  • Messe
  • Vortrag
  • Training/ Workshop
  • Präsentation
  • Events/ Veranstaltungen

Shownotes zu dieser Episode

  • Heute gibt es keine Shownotes ... denn diesmal geht es erst einmal um eine gemeinsame Verständnisbasis von der Materie 

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Skript zu dieser Episode

Ich hänge Dir mein Skript hier an, damit Du - wenn Du mal keine Zeit zum Hören hast oder einfach lieber liest - auch bestens bedient bist. Doch aufgepasst: Dieses Skript ist das, was ich mit in den Studiokeller nehme, wenn ich eine neue Episode einspreche. Es ist das, was ich mir VORGENOMMEN habe. Doch es kommt an vielen Stellen anders, denn ich spreche spontan und mit Seele. Wenn Du mehr willst, kannst Du also immer noch in den Podcast reinhören...

Messen

Du – oder Dein Unternehmen - bist als Aussteller auf einer Messe. Das bedeutet, dass es hier weniger um den direkten Produktverkauf, sondern eher um die Sichtbarkeit und das Kontaktemachen geht.

Du buchst einen Stand auf der Messe. In der Regel entscheidest Du über die Größe der zu buchenden Fläche – doch über den Standort entscheidet meist der Messeveranstalter. Gute Standplätze werden im Laufe der Jahre „erdient“ und auch schon mal „vererbt“. Doch wer ein wenig Mut aufbringt und bei der Messe anfragt, kann oft Einfluss auf seinen Standplatz nehmen. Und das…macht mächtig Sinn.

Ausstellerhandbücher

Zudem haben die meisten Messen so genannte Ausstellerhandbücher. Darin finden sich Dinge wie Standformen, - preise, Infos zu Auf- und Abbauzeiten, Anfahrt, Marketingmaterialien und eine Menge mehr. Weiterhin findest Du darin auch die Kontaktadressen zu den Firmen, bei denen Du Messemobiliar mieten kannst.

Doch genau da fängt es schon an: Machst Du es Dir bequem und buchst einfach dort die angebotenen Möbel – vom Stehtisch bis zur Rückwand – die dann am Messetag am Standplatz fertig auf Dich warten? Teils angeratzt, verschmutzt und wenig ansehnlich? Oder besorgst Du Dir eigenes Mobiliar, welches besser zu Dir und Deinem Thema passt?

Auch Deine Selbstdarstellung im Messekatalog birgt spannende Potentiale, die Deinem Erfolg zuträglich sein können. Und mal ehrlich: So ein Tag auf der Messe ist teuer. Und…anstrengend. Sehr anstrengend. Macht es da Sinn, gemütlich verdeckt hinter einer Theke zu hocken und abzuwarten, ob da überhaupt jemand kommt? Nein. Es braucht aktiven Einsatz!

Warum sich dieser Einsatz lohnt? Nun, darüber sprechen wir in einer separaten Episode… 

So ganz nebenbei kannst Du auf vielen Messen auch noch einen Slot für einen

Vortrag

buchen. Ja, der kostet meist extra Geld und macht extra Arbeit. Doch je nach Thema und Bedarf kann das eine gute Investition sein. Denn so eine Keynote – also ein Schlüsselvortrag – hat schon noch eine ganz andere Sichtbarkeit, als ein Mini-Workshop auf Deinem Messestand. Und der ist ein 100iger Gewinn gegenüber dem Nichtstun mit verschränkten Armen…

Vorträge kannst Du aber auch zu vielen anderen Anlässen halten: Auf einer Firmenfeier, zu einem privaten Jubiläum, auf einem Redner-Event, bei einer Fachtagung, in einem Meeting, vor Kollegen, vor Kunden, vor geladenen Gästen…oder auch alleine daheim vor einem Spiegel oder der Videokamera. Letzteres übrigens probate Mittel, sich ständig zu verbessern und die Inhalte im Kopf zu verankern. Das aber nur am Rande…

Wenn Du einen Vortrag halten willst/ sollst/ darfst/ musst – dann ist es zuallererst eine Frage Deines Mindsets. Also Deiner inneren Einstellung dazu. Ist doch vollkommen logisch, dass ich da jemand leichter tut, der über sein Herzensthema sprechen darf, als jemand, der aufgrund seiner Position einfach „zuständig“ ist. 

Ein legendärer Vortrag...

Ach Herrje – ich erinnere mich da an einen legendären Vortrag eines Verbandvorsitzenden beim Stehempfang auf einer Jahrestagung. In vollkommen legerem Ambiente und bei einer insgesamt sehr lockeren Veranstaltung. Dieser Herr schaffte es, 15 Minuten lang über Zahlen, Daten und Fakten (ZDF) zu referieren. Weil er eben „locker-humorvoll“ nicht kann – und sich in das flüchtete, was sein Metier war (und wohl auch noch ist…). Wer reden MUSS wird selten gut sein. Es sei denn, er arbeitet an seiner inneren Haltung – und entwickelt seine eigene Form von Spaß daran…und wird damit zunehmend entspannter.

Denn gute Vorträge sind eine Frage der Übung. Zu viel Übung wiederum macht gute Vorträge dann auch irgendwann wieder….uninspiriert. Viele Top-Redner kennen das: Sie würden gerne endlich mal wieder über andere Themen reden, werden aber von Veranstaltern immer wieder mit einem alten Signature-Vortrag gebucht. Weil den in der Vergangenheit immer mal wieder jemand „ach so toll“ fand.

Kurzum: Wenn Du Dir die Freiheit nimmst, Deinen Vortrag an Deinen eigenen Stil anzupassen und aus dem „müssen“ ein „wollen“ zu machen, dann wirst Du damit Deine Motivation verändern. Im Härtefall kann es sogar passieren … dass Du am Ende sogar Spaß daran entwickelst. Es gibt schlimmere Vorstellungen, oder?

Training/ Workshop

Du darfst als TrainerIn Dein Wissen weitergeben? Eigentlich eine coole Sache. Ich verstehe oft nicht, warum sich manche Workshop-Leiter oder Trainer damit so schwertun. Da wird ein Wissenskonzept uninspiriert abgespult. Zwischenfragen und Impulse von Teilnehmern werden abgeschmettert und der Zeitplan hemmungslos überzogen. Ach – und gerne wird der Beamer samt Präsentation als Wissenstütze „missbraucht“.

Viele Trainer haben so ihre Probleme mit der flexiblen Gestaltung des Ablaufs. Weil es eben nicht ins Konzept passt. Sie schaffen ein starres Korsett aus Inhalten und arbeiten diese dann der Reihe nach ab. Weil sie das in der Trainerausbildung als „didaktisch nutzbringend“ gelernt haben. Was sie dabei vergessen, ist der Mensch, der ihnen gegenübersitzt. Denn der…tickt eben nicht immer nach Plan.

Zudem hat sich seit der Trainerausbildung oft auch eine Menge geändert. Insbesondere Lerntechniken haben sich weiterentwickelt. Es gibt die Betrachtung der Lerntypen und der Kommunikation mit diesen unterschiedlichen Lern-Präferenzen.

Um wirklich nachhaltig zu lernen, ist es wesentlich, die Menschen ins TUN zu bringen. Neudeutsch heißt das Teilnehmeraktivierung. Und wird viel zu oft für lahme Abfragen oder leidige Gruppenspiele missbraucht. Dabei steckt da so viel Musik drin – denn die Menschen WOLLEN aktiv werden. Nur oft eben auf andere Weise, als der Trainingsplan vorsieht…

Wenn Du dazu mehr erfahren willst, dann freue Dich auf eine der nächsten Episoden…denn darauf werde ich am Beispiel der Organisation des MUTmacherTAGES auch noch genauer eingehen...

Präsentation

Für mich ist das eines der leidigsten Themen in Bezug auf den Auftritt vor Publikum. Denn hier gibt es aus meiner Erfahrung das größte Minenfeld für Pleiten, Pech und Pannen. Zumal immer gerne auf die leidige Präsentationskrücke PowerPoint (gerne auch Keynote für die Obstliebhaber oder auch Prezi und andere Formen) zurückgegriffen wird.

Im Ergebnis endet das oft im „betreuten Vorlesen“. Weil der Präsentator im Thema eben eher wenig sattelfest ist. Und deshalb seine eigenen Folien – fein mit Blick zur Leinwand, statt zum Publikum - verzweifelt abliest.

Diese Folien sind gerne mit jeder Menge Text und – mehr oder minder - wunderschönen Zahlen-Grafiken zugepflastert. Soll kompetent wirken. Ist allerdings nur nervig. Und manchmal mitleiderregend. 

Der Beamer als Erinnerungskrücke 

Viel zu schnell ist mit einer Rückfrage der Beweis erbracht, dass die Zahlen keineswegs von ihm erarbeitet wurden. Weil er diese eher selten qualifiziert erläutern kann….doch Hauptsache das Unternehmenslogo, der Titel, das Datum, der Name des Redners und der Dateipfad sind sauber auf jeder einzelnen Folie zu lesen. Und am Ende ertönt ein erleichtertes: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“. Die er allerdings seit geraumer Zeit längst verloren hatte….

Zudem braucht es auch heute noch viel zu oft einen abgedunkelten Raum für eine Beamer-Präsentation.

Doch so ein Lichtmangel macht halt müde - und so…wirken schlechte Präsentationen doppelt einschläfernd. Wenn der Präsentator zudem noch undynamisch und mit leider, unmodulierter Stimme spricht….ist es um das Publikum schnell geschehen: Es taucht in die Tiefschlaf-Phase ein.

Wenn Du das vermeiden möchtest, dann verfolge weiter diesen Podcast – oder komm´zu einem Coaching zu mir, damit wir Deine Präsentation schon mit kleinen Mitteln um Klassen nach vorne bringen. Denn auch Dir als Präsentator kann mit Lerntechniken und überzeugenden Tipps der Weg zu begeisternden Präsentationen geebnet werden.

Veranstaltungen/ Events

Auch das ist eine Form von Auftritt – denn wenn Du ein eigenes Event organisierst, dann wirft das breites Licht auf Dich und Dein Unternehmen. Hier darfst Du Dich um fast alle Faktoren selber kümmern. Kannst dafür aber auch sehr viel selber steuern. Und je früher Du da mit einem wirklich durchdachten Konzept beginnst, desto leichter – und preiswerter – wird es im Verlauf.

So – jetzt kommt es erstmal richtig knüppeldicke.
Setz´ Dich lieber hin, denn die Liste wird….nunja…etwas länger…

Aufgabenliste - was alles so ansteht...

Angefangen von der Idee über die Programmgestaltung, den Veranstaltungsort, die Verpflegung, das Marketing, den Ticketverkauf oder die Einladung, die Redner, die Workshops, das Rahmenprogramm, die Übernachtungen, das Budget, die Präsentationen, die Technik, die Anfahrtsbeschreibungen, die Give Aways oder Goodie-Bags, die Präsente für die Referenten, die Abrechnung, das social media-Marketing, die Storni, Nachfragen und Sitzordnung, die Barrierefreiheit, den Umweltschutz. Und das…war längst nicht alles. Denn alleine das Thema Catering ist ein Thema für sich – denn sicher hast auch Du im Freundes- und Bekanntenkreis hoch respektierte Vegetarierer, Zöliakie-Patienten (das sind die mit der Gluten-Unverträglichkeit), Lactose-Intoleranten (die kein tierisches Milcheiweiss vertragen), Hardcore-Steakesser, Veganer oder Allergiker. 

Zudem brauchen beispielsweise Rollifahrer mehr Platz und dürfen aus feuerpolizeilichen Gründen keinesfalls überall Platz nehmen. Oder es braucht spezielle Ausschilderungen für Menschen, die nicht lesen können oder eine Sehschwäche haben. Es braucht Dolmetscher oder Gebärdensprachler. 

Hier kannst Du auf voller Linie punkten, wenn Du einen guten Job machst. Und der startet mit einer guten Konzeption. Hier ist es sehr hilfreich, wenn Du Dich von Profis beraten und begleiten lässt. Kostet zunächst etwas mehr, erspart Dir aber gerne den einen oder anderen Fehler. Der oft deutlich teurer werden kann.

Vorschau

So – jetzt hast Du einen Überblick über die Auftritts-Formen, die mir immer wieder begegnen. Und die auch an vielen Stellen Eingang in den weiteren Verlauf dieser Podcast-Episoden finden werden.

In der nächsten Episode geht es weiter mit einem der wichtigsten Punkte rund um ein gelungenes Event mit dem WOW-Faktor: Dem Konzept…sei gespannt auf eine bewegende Episode, in der es viel zu lernen gibt… 

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