Vom Umgang mit der Imperfektion

Advent. Waaaassss? Schon der 5. Dezember?Nur noch 19 Tage bis Weihnachten. HILFE!

Und was tun wir? Statt zur Ruhe zu kommen, arten wir in hektische Betriebsamkeit aus. Denn zum Fest ... soll ja alles perfekt sein. Da kommen Kinder und Eltern zusammen - und sitzen bitte wohl gelaunt und einander zugetan vor dem festlich geschmückten Christbaum. Es ertönen kleine Glöckchen im Hintergrund und es säuselt Weihnachtsmusik. Der Braten duftet und schön verpackte Geschenke schaffen eine vorfreudige Neugierde....

Echt jetzt???

Wenn das bei Dir in der Familie so klappt, dann von mir ein von Herzen kommendes "herzlichen Glückwunsch". In 99,9 % der Familien sieht das hingegen anders aus: Wir verspüren den Druck, den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Und sind enttäuscht, wenn unsere eigenen Wünsche und Vorstellungen dahinter zurück bleiben. Und am Ende...sind alle enttäuscht. Oder - auch das sehr häufig - verkracht. Ach - und die Weihnachtslieder, die Oma gut findet, gehen für unsere Ohren ja schon mal gar nicht. Wie immer...hilft hier gute Kommunikation.

Lasst uns über Erwartungen reden...

Für mich gehört zu einem gelungenen Weihnachtsfest daher als erstes ein Gespräch. Bei dem alle möglichst gemütlich an einem Tisch sitzen, die miteinander feiern wollen, sollen oder müssen. Am besten direkt zu Beginn des Advents....also jetzt. 

Wie das abläuft? Kaffee, Tee und die ersten selbst gebackenen Plätzchen kommen liebevoll auf den Tisch. Dazu ein Stapel Papier und einige Stifte.

Jeder darf dann auf seinem - namentlich markierten - Zettel genau drei Dinge äußern, die für ihn zu einem wirklich gelungenen Fest gehören. Ja, nur drei - denn sonst würde das Ganze unüberschaubar. Und ein Grad der Bescheidenheit gehört eben auch zum festlichen Miteinander.

Die fertigen Zettel kommen dann in die Tischmitte und werden nacheinander gemeinsam geöffnet...und schon zeigt sich, wie extrem unterschiedlich die Prioritäten für ein gelungenes Fest sind. 

Wertschätzung  + Kompromissbereitschaft

Jetzt werden die verschiedenen Punkte auf große Stapel sortiert: Essen, Musik, Erlebnisse, Geschenke, Baum, Dekoration, Zeiten, Bekleidung, Sonstiges...

Schnell wird erkennbar, wo es Einigkeit gibt - und wo Diskussionsbedarf herrscht. Wichtig ist es an dieser Stelle, alle daran zu erinnern, dass JEDER angemessen zu seinem Recht kommen soll. Damit alle ein schönes Fest haben. So ist jeder gefragt, Kompromisse zu schließen - von jung bis alt, von Mann bis Frau. Wer sich hier am falschen Ende zurücknimmt, ist selber Schuld - doch wer alle dominieren will, bekommt auch sein Fett weg.

Wenn jeder schon an einem so  frühen Zeitpunkt einen Teil seiner Erwartungen "verschenkt", um anderen eine Freude zu machen, stimmt er sich auf ein friedliches Fest ein. Alle können sich entspannt darauf einstellen, was sie erwartet. Das nimmt allen Beteiligten den Druck.


So entsteht mehr Raum für Vorfreude. Die Hausfrau braucht nicht mehr um 5 Uhr früh die Gans in den Ofen zu schieben, die Kinder dürfen um 22 Uhr mit den Freunden in die Disco und für Oma singen dann auch alle mal ein oder zwei Weihnachtslieder. Weil es sie glücklich macht.  

Wichtig ist dabei, dass jeder sich gesehen und wahrgenommen fühlt - und sich niemand "nur für die anderen" komplett verbiegt.  Und dass sich auch alle an die Vereinbarungen halten - ob es um Zahl und Wert der Geschenke, Essensabsprachen oder den Besuch der Christmette geht. Ohne wenn und aber. Vereinbart ist vereinbart. Es sei denn, am Festabend wollen es dann doch alle einstimmig anders.

Das Einzige, worüber wir im Vorfeld zwar Einigkeit erzielen, es aber in keiner Weise bestimmen können, sind die von den meisten dann doch erwünschten

Schneeflöckchen

Von der weißen Weihnacht träumen wir jedes Jahr wieder. Die Realität sieht jedoch meist vollkommen anders aus.

Deshalb habe ich dieses Jahr für Dich ein wundervolles und langjährig familienerprobtes Rezept für butterzarte Schneeflöckchen zum Selberbacken. Die Dinger zerschmelzen auf der Zunge. Wie echte Schneeflocken.

Du brauchst folgende Zutaten...

250 g

100 g

1/4 Bohne

250 g

100 g

1 Prise

250 g zimmerwarme Butter (bitte versuche es gar nicht erst mit Margarine!)
100 g Puderzucker (idealerweise fein gesiebt)
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark  
(Ich verwende, da echte Vanille aktuell extrem teuer sind, Tonkabohne (= "mexikanische Vanille") aus der Apotheke oder dem gut sortierten Gewürzregal. Eine Bohne reibe ich zu etwa 1/4 mit meiner Muskatreibe in den Teig. Achtung: lieber zu wenig, als zu viel verwenden - Tonka ist gerne sehr intensiv!)
250 g Speisestärke
100 g Mehl
1 Prise Salz

Rezept als Sketchnote

Sketchnote Plätzchenrezept

Zubereitungs-Zauber

Alle Zutaten mit den Händen, Knethaken eines Handrührgerätes oder einer professionellen Küchenmaschine zu einem glatten Teig vermengen. Auf einem bemehlten Teller kühl stellen, damit sich die Zutaten verbinden können.  

Nach mindestens einer Stunde Ruhezeit den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit den warmen Händen nochmal durchkneten. Er wird dann schnell wieder geschmeidiger. Aus dem Teig etwa kirschgroße Kugeln formen (sie müssen keinesfalls gleichmäßig rund sein - echte Schneeflocken sind ja auch selten perfekt...und jede ist anders).

Zum Fest gehört auch etwas Druck 😉

Ich forme immer erst alle Kugeln und verteile diese dann - mit angemessenem Abstand zueinander - auf einem Backblech. Bei mit kommen 5 Reihen à 6 Kugeln auf ein Blech. Diese werden dann mit den Zinken einer bemehlten Gabel platt gedrückt. So ergibt sich ein schönes Muster auf der Oberfläche. 

In den Ofen - bei 180 Grad für 15 Minuten

Das fertige Blech in den vorgeheizten Ofen schieben. Bei Umluft gerne auch bis zu drei Bleche zeitgleich. Für etwa 15 Minuten im Ofen lassen - sie dürfen am äußeren Rand ganz zart hellbraun werden - doch eigentlich sollten sie nahezu weiß bleiben.

Keines meiner Schneeflöckchen ist perfekt. Diese hier sind sogar eigentlich ein wenig zu dunkel geworden. Doch geht es an Weihnachten nicht eben halt auch viel mehr um die Liebe, die ich für meine Mitmenschen aufwende, als um Perfektion?

Ich lade Dich ein, Dein Weihnachten 2018 mit weniger Perfektionsdrang zu feiern. Und statt des Stresses ein wenig mehr Vorfreude und Wertschätzung zu entwickeln. Dann...haben alle - zusammen mit Dir - ein schöneres Fest. Weil es Menschen einfach sein lässt. In all ihrer individuellen Imperfektion.


Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine 
fried- und sehr genussvolle Weihnachtszeit.


Wenn Du bis dahin noch ein paar Tage lang weitere besinnliche Momente erleben willst: Melde Dich noch flugs bei meinem kostenfreien Visuellen Weihnachtsworkshop an. Du bekommst dann sechs Tage lang je eine Mail mit einem Link zu meinen kurzen Videos - mit täglich mindestens zwei weihnachtlichen Visuals. Du brauchst nur ein paar Blätter Papier und einen Stift (ideal ist ein schwarzer Fineliner) für Deine Teilnahme. 

Damit kannst Du dann Dein Geschenkpapier selber gestalten, Geschenkanhänger selber zeichnen, Pakete verschönern oder auch die Menuekarte zum Weihnachtsabend. Oder auch nächstes Jahr einfach Deinen indivisuellen Adventskalender selber machen....

Dies ist mein Beitrag zum Adventskalender 2018 von Ulla Schneider von Business-Netz - die mich jedes Jahr mit neuen, kreativen Ideen überrascht und sehr wertschätzend mit ihren Kunden und Kollegen umgeht.

Danke, Ulla, dass es Dich gibt. 

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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