Visualisierung mit Flipchart, Stift und Marker - gehirngerechte Präsentation vom Feinsten
Präsentation bedeutet, dass Menschen lernen, Informationen teilen, Themen präsentieren oder Dinge erklären - und zwar vor anderen. Dass Menschen sich und ihre Themen vor anderen präsentieren, kann auf allen "Alltags-Bühnen" stattfinden: im kleinen Teammeeting, einem Training, einem Vorstellungsgespräch oder auch auf der großen Bühne.
Visualisierung: Wortgehirn versus Bildergehirn
Wann immer wir miteinander kommunizieren, spielen immer mehrere Sinneskanäle eine Rolle. Wir sind mit Ohr, Auge, Hand, Nase und Mund aktiv - also unseren fünf Sinne. Wir vernehmen Worte, erleben Bilder, begreifen Dinge, riechen Lunte oder schmecken Bitterkeit.
Unser Bildergehirn ist deutlich älter, als unser Wortgehirn. Der Neanderthaler hat sich nur mit gutturalen Lauten (klang ähnlich wie Teenager heute in der Pubertät) "unterhalten", doch mittels Bildern - eben Höhenmalerei - ausgetauscht, wo es gute Jagdgründe, Gefahr oder leckere Ernte gibt. Unser Gehirn versteht Bilder einfach schneller als Worte, weil diese ganzheitlicher erfasst werden.
Visualisierung wirkt: Zucker fürs Hirn
1. Ich sage das Wort "Orange" zu Dir. Es dauert einen kurzen Moment, bis Du diese Orange vor Deinem inneren Auge siehst.
2. Ich zeichne Dir am Flipchart. Du beobachtest fasziniert den Zeichenprozess, denn ich sage Dir vorher nicht, was ich gerade zeichne. Denn gerade dieser Entstehungsprozess macht Deinem Hirn Spaß. Es rät aktiv mit, was das werden könnte. Erst ein leicht unrunder Kreis, dann ein paar Punkte für die Haut, ein wenig Schatten rechts daneben ... und dann ... kommt ein saftig-orangefarbener Marker zum Einsatz. Das ist der Moment des Erkennens. Dieser setzt gleich eine Flut an Reizen in Deinem Gehirn in Gang - Du kannst diese Papier-Orange nach kurzer Zeit vielleicht sogar riechen. Möglich, dass Du jetzt spontan Lust auf Orangensaft bekommst.
Visualisierung vermeidet Konflikte
Du sitzt mit Deinen Kollegen im Meetingraum. Es soll gleich um ein für alle wichtiges Thema gehen. Starte mit einer Vorübung, um den Meetingablauf zu verbessern. Teile jedem ein Blatt Papier und einen Stift aus. Bitte die Runde, dass jeder - ohne aufs Nachbarblatt zu schauen - einen Baum zeichnet. Eine ganz einfache Aufgabe also.
Anschließend legst Du die verschiedenen Bäume nebeneinander. Erste Ausrufe von "Oh"! und "Huch!" setzen ein. Denn auf den Blättern sind lauter unterschiedliche Bäume - Tanne, Baum im Winter ohne Blätter, Laubbaum mit Früchten, Weihnachtsbaum, Mammutbaum und mehr. Jeder hat das gezeichnet, was er auf seiner Lebenslandkarte gerade fand.
Genau das passiert in Meetings sehr oft. Wir reden gemeinsam über ein Thema - doch stellen auf dem Weg mittendrin fest, dass wir eben doch nicht vom Gleichen reden. Diese kleine Übung ist sehr wirkungsvoll, damit alle Beteiligten klarer und konkreter aussprechen, was sie selbst vor Augen haben und was die anderen erkennen sollen. Das reduziert das Konfliktpotenzial und macht das Meeting im weiteren Verlauf effizienter.
Visualisierung hat viele Gesichter
Ob Strichmännchen oder komplexes Big Picture - alles entsteht beim Zeichnen mit Marker und Stift aus wenigen Grundformen. Geschickt zusammengesetzt, etwas Farbe, Schatten und Rahmen dazu und es wird ein Gesamtkunstwerk der herrlich imperfekten Art. Denn es geht hier in keiner Weise um Kunst, sondern um herrlich imperfekte Gebrauchsgrafik. Visualisierung kann sowohl analog - also mit Stift auf Papier gezeichnet - als auch digital auf dem Tablet erfolgen.
Und die kommt - in aller Kürze dargestellt - in verschiedenen Erscheinungsformen im Business vor:
Visual/ Doodle/ Figur
Illustration
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