Das Ich-bin-Ich-Prinzip: Erfolgreich mit Selbstbewusstsein

Sketchnote Vortrag Annette Auch-Schwelk

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Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und alle Blicke wenden sich ihnen zu. Wir – und das sind fast alle anderen – bewundern solche Menschen. Dabei nehmen wir oft gar nicht wahr, wie sich die Blicke auf uns selbst richten, wenn wir einen Raum betreten.

Doch egal wie selbstsicher wir auftreten – jeder von uns bekommt sie:  Die Boxschläge des Lebens, die unsere Lebenssituation von jetzt auf gleich ändern. Die Nackenschläge, die unserem Selbstwertgefühl Schaden zufügen. Die Seitenhiebe, die uns in uns selbst zutiefst verunsichern.

Wie gehe ich damit um?

Genau zu diesem Thema gab es den Vortrag  „Das Ich-bin-Ich-Prinzip“ meiner Kollegin Annette Auch-Schwelk. Rund 60 Interessierte hatten sich an diesem Abend im Konferenzzentrum der Rheinischen Post eingefunden, um zu erfahren, wie sie ihrem Selbstbewusstsein einen Kick verpassen können. 90 Minuten lang brachte Annette Auch-Schwelk den Zuhörerraum in Wallung. Sie beschränkte sich keinesfalls auf einen seriös-steifen Frontal-Vortrag, sondern garnierte ihre Redezeit mit amüsanten Anekdoten aus ihrer langjährigen Praxis und nutzte gehirngerechte Lernmethoden.

Vergnüglicher Vortrag

Dazu setzte sie auf ihre lebendige Präsentation – durchaus auch mal mittels Leinwand – und brachte die Menschen flott in die Aktion. Schon wenige Minuten nach Vortragsbeginn standen die Teilnehmer verteilt im Raum, statt still auf den Stühlen zu hocken. Schnell war ein Erst-Kontakt mit dem direkten Nachbarn ebenso angesagt, wie dynamische Körperübungen. Dabei ging es darum, sich selbst zu spüren und innere Blockaden zu lockern. Die wir alle kennen, sobald wir beispielsweise einen Vortrag halten oder uns in einem Kritikgespräch wacker zur Wehr setzen wollen.

Annettes WC-Workout

Ihr Tipp: Wenn es brenzlig wird, verschwinde ich einfach in einer freien Toilettenkabine und mache meinen Übungsablauf – da schaut mir niemand zu und ich kann mich abreagieren und zu meiner inneren Mitte zurückfinden. Und schwupps gab sie zu, dass sie genau das auch vor dem Vortrag gemacht hätte. Da stellte sie nämlich fest, dass sie ein wichtiges Kabel für den Laptop daheim vertauscht habe. Das richtige Kabel läge auf dem Küchentisch. Bei der Erkenntnis sei auch ihr als geübter Rednerin mal kurz das Herz in die Hose gesackt. Also mit dem Veranstalter alles getan, ein passendes Kabel zu organisieren, derweil (für den absoluten Notfall) einen Vortragsablauf ohne Präsentation überlegt und dann….ab in die Damentoilette und dort das Workout durchgeführt. Und…mit einem Lächeln zurück ins Foyer und die Gäste begrüßt.

Perfektion: Blockade fürs Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein hat viel damit zu tun, was wir uns selbst zugestehen. Wer als Perfektionist von sich die optimale Präsentation erwartet, wird in solchen Momenten in totale Panik verfallen und damit sein klares Denken blockieren. Deshalb verriet Annette Auch-Schwelk an diesem Abend eine Menge Tipps, wie wir unsere innere Ruhe wiederfinden und uns auch in anstrengenden Situationen selbst auf Kurs halten können.Sie machte bewusst, dass jeder von uns seinen eigenen mentalen „Erst-Hilfe-Kasten“ aus Dingen zusammenstellen kann, die ihm die innere Ruhe zurückbringen. Ob Kraftort oder Duldsamkeit, ob Gebet oder WC-Workout – stellen Sie sich Ihr eigenes Paket zusammen. Damit Sie immer sicherer und entspannter auf Ihrem Lebensweg werden und am Ende Ihre Ziele erreicht haben, statt auf dem Sterbebett in „das große Bereuen“ zu verfallen.

Wo ist Ihre Löffel-Liste?

Jeder Mensch hat Dinge, die er im Leben tun oder erleben möchte – bevor er oder sie den Löffel abgibt. Die Summe dieser Wünsche ergibt Ihre persönliche „Löffel-Liste“. Setzen Sie sich hin und schreiben Sie Ihre 30 Punkte auf. Das Wichtige daran ist, sofort mit der Umsetzung der Punkte zu beginnen. Denn niemand weiß, wie viel Zeit ihm bleibt. Und keine Sorge: Wenn Sie sehr schnell sind und das Ende der Löffelliste erreicht haben – dann schreiben Sie einfach eine neue Liste. Bis sie irgendwann alle Träume und Wünsche erlebt haben und Ihnen so rein gar nichts mehr zum Bereuen bleibt.

Selbst-Bewusst-Sein

Je mehr Bewusstsein Sie dafür haben, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist, desto selbst-bewusster treten Sie auch auf. Und dann verlieren andere, unwichtige Dinge ganz schnell ihre Bedeutung. Sie können Ihre Lebenszeit fokussierter und zielgerichteter einsetzen und auch ohne schlechtes Gewissen „Nein“ zu Dingen, Menschen oder Erlebnissen sagen. Das entlastet Ihr Leben und sorgt für ein Plus an innerer Zufriedenheit.

Mutig über Grenzen gehen

Ich habe diesen Vortrag mutig in einer so genannten „Sketchnote“ zusammengefasst – einem gezeichneten Vortragsprotokoll. Diese Technik habe ich erst kürzlich für mich entdeckt und übe mich nun bei jeder Gelegenheit darin. Es ist für mich ein dynamischer Schritt aus meiner persönlichen Komfortzone, weil ich etwas für mich tun möchte. Jede überwundene Grenze meiner eigenen Komfortzone macht mich mutiger und selbst-bewusster. Ich bin froh, dass Annette Auch-Schwelk mich mit ihrem Vortrag darin erneut bestärkt hat.

Was probieren Sie als Nächstes aus?

 

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