Leiden Sie unter Arbeitssucht?

Fehlzeitenreport 2013

Aktualisiert am

„Arbeit macht süchtig“ – das ist das Ergebnis des heute von einer großen Krankenkasse veröffentlichten „Fehlzeitenreports 2013“. Keinesfalls ist damit die Leidenschaft für den Job gemeint, sondern die Zunahme der Fehltage aufgrund der Einnahme von Suchtmitteln wie Alkohol, Tabletten, Drogen & Co. Innerhalb von zehn Jahren stiegen die so bedingten Fehltage um 17 % auf beunruhigende 2,42 Mio. Tage.

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Der Grund liegt in der Einnahme beruhigender oder leistungssteigernder Mittel, insbesondere „Gehirndoping“ wird erstmalig benannt. Das sind Medikamente, die auf die Funktionsweise des Gehirns Einfluss nehmen – Beruhigung- und Aufputschmittel, Psychopharmaka und Amphetamine.

44 % der suchtbedingten Fehltage entfallen auf Alkohol. Jeder 12. unter 30 Jahren „hilft“ sich an schlechten Tagen mit süchtig machenden Mitteln. Jeder 5. Arbeitnehmer nahm in den vergangenen 12 Monaten stimulierende Medikamente, um den Anforderungen seines Jobs gerecht werden zu können. Dass die Dunkelziffer viel höher liegen dürfte, ist zu vermuten…

Prävention statt Abhängigkeit

„Doping“ mit Medikamenten, Alkohol oder Drogen sind keine Lösung für eine belastende Situation am Arbeitsplatz und drohenden BurnOut. Setzen Sie auf Prävention, thematisieren Sie Probleme, sprechen Sie Betroffene an und ändern Sie nach Möglichkeit Rahmenbedingungen. Eine respektvolle Unternehmenskultur ist hier von entscheidendem Vorteil.

Denn neben der Kostenlawine für die deutsche Wirtschaft – alleine Alkohol und Tabaksucht belasten sie mit gut 60 Milliarden Euro jährlich – sind Spätfolgen und persönliche Leidenswege der Betroffenen dringend zu beachten. Das gleiche gilt für BurnOut und Depression aufgrund von steigendem Leistungsdruck, Verdichtung der Aufgaben, robustem Umgangston, mangelndem Vertrauen und ständiger Erreichbarkeit. Deren Folge-Kosten werden die Kassen der Unternehmen künftig noch deutlich mehr belasten…

Die beste Vorbeugung?

Eine wertschätzende Unternehmenskultur, in der der Mensch einen höheren Stellenwert genießt, als die Rendite für die Aktionäre…

 

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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