Respekt als „Topping“ für Erfolg

Fotobuch Yomaro zum Geburtstag des Gründers

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Düsseldorf ist ein anpruchsvolles Pflaster. Das weiß der gebürtige Düsseldorfer Matthias Rombey ganz genau. Deshalb hat er, als er 2009 die Vorbereitungen zum Start in die Selbstständigkeit aufnahm, gut recherchiert und erst einmal in Asien – der Heimat seiner Mutter – den Markt gecheckt. Er hatte sich im Sportstudium mit Ernährung befasst und war auf der Suche nach einer gesunden Nascherei. In Asien lebte der Gesundheitstrend bereits an der Eis-Bar: GreenTea-Eis, Lychee-Eis und andere Köstlichkeiten. Dazu allerhand Toppings von für unsere Gaumen ungewohnter Klebrigkeit und Süße, die den Gedanken an gesundes Naschen schnell beiseite schoben.

Danach betrieb er – während er noch sein Startkapital für einen bankunabhängigen Beginn des eigenen Business ansparte – intensive Marktforschung. Er schaute sich bundesweit rund 50 Frozen-Yoghurt-Anbieter und deren Wettbewerb an, 30 davon wohl damals alleine in Berlin. Schnell war ihm klar: Für Düsseldorf muss es etwas Besonderes sein. Denn er kannte schon damals seine potentiellen Kunden sehr gut, hatte er doch den Großteil seines Startvermögens in der Gastronomie des Düsseldorfern Nachtlebens verdient. Und sich in einer zusätzlichen Lehre zum Veranstaltungskaufmann die Grundlagen von BWL und Marketing angeeignet. Vor allem jedoch baute er von 21:00 – 5:00 Uhr früh sein wohl größtes Kapital auf, welches den unerwartet steilen Aufstieg des Konzepts befeuerte: Netzwerk-Kontakte.

Bank? Die steht hier vor der Tür…

Warum ich Ihnen diese Geschichte unbedingt erzählen möchte? Ganz einfach: Weil Yomaro sehr viel mit meinen Kernthemen Respekt und Wertschätzung zu tun hat. Der Erfolg des Konzeptes hat neben dem Produkt ein weiteres Standbein. Die Mitarbeiter. Dazu flugs ein kleines bisschen Vorgeschichte. Firmengründer Matthias Rombey war Gast auf dem Düsseldorfer Twittwoch. Dort erzählte er von seiner Firma und gab sich dabei ganz als „coole Socke“ – was mir Respekt abnötigte, da er mit 28 Jahren sein eigenes Unternehmen gründete und mittlerweile zwei Filialen hat. Auf diesem Twittwoch beglückte er die Gäste dann mit je einem Gutschein für einen Becher Frozen Yoghurt samt Topping und Sauce. Ganz schön großzügig…

Jetzt noch ein Eis?

Da wir nicht aus Düsseldorf kommen, beschlossen wir, den Gutschein noch am selben Abend am Carlsplatz, dem Laden in dem die Geschäftsführung bei Matthias Partner Raphael Inhoven liegt, einzulösen. Dort erwartete uns um kurz vor 22 Uhr eine gut gelaunte Mannschaft samt voller Topping-Theke (wer einmal versucht, in einem deutschen Supermarkt kurz vor Feierabend noch eine Lage geschnittene Wurst frisch von der Maschine zu bekommen weiß, was das heißt!).

Yomaro Topping-Theke

Wir aßen also – nach kurzer Zeit in einer höchst gut gelaunten Warteschlange – unseren ersten Frozen Yoghurt. Schnell war klar: Es bleibt nicht der letzte und er ist eben auch – kein klassisches Eis. Zwischenzeitlich kehrten wir mehrfach zum „Tatort“ zurück. Am Wochenende. Wenn der Laden schon um 20 Uhr schließt. 20:08 Uhr. Das Gitter schon zu. Die Theke ansatzweise ausgeräumt. Noch immer eine kleine Schlange hinter dem zugezogenen Gitter. Wir betrübt. Und dann – freudig überrascht: Wir wurden gebeten uns noch einen Becher zusammenzustellen. Wieder waren die Mitarbeiter einfach gut drauf und wir merkten: Die machen den Job echt gerne. Hier wird Dienstleistung gelebt.

Eine Woche später kamen wir vom Open-Air-Kino. 20:02 Uhr – und erneut: Alle FroYo-Begeisterten (FroYo = Frozen Yoghurt) wurden gut gelaunt hereingebeten. Niemand ging ohne persönlichen Zusatzgruß oder kleines Extra. Oder mit zwei nur halben Topping-Portionen, die selbstverständlich auch nur halb berechnet wurden. Wir beide bekamen große Augen ob dieser gelebten Dienstleistungsmentalität. Dazu wollte ich mehr wissen und bat Firmengründer Matthias heute zum Interview.

Wertschätzung und Augenhöhe als Erfolgsgeheimnisse

Ja, das „Duzen“ der Kunden sei Teil seiner Firmenphilosophie. Man würde den Kunden anmerken, wenn sie lieber gesiezt werden würden und das würden Yomaros – so nenne ich jetzt mal die Mitarbeiter – dann natürlich auch tun. Für Matthias ist das Geheimnis, dass jeder Kunde so behandelt wird, als sei der zum ersten Mal da und wäre der letzte heute noch zu bedienende Kunde. Denn er selbst ist, wie er es formuliert: „dankbar für jeden, der einen unserer Läden betritt“. Immerhin hat er an beiden Standorten ein starkes Konkurrenzangebot und freut sich riesig, wenn der Kunde sich eben für Yomaro entscheidet.

Mr. Yomaro (der Name besteht aus YOghurt MAtthias ROmbey) hält es für wichtig, dass die Mitarbeiter zu seinen durchdachten Ladenlokalen passen. Damit das Ganze eine stimmige Atmosphäre ausstrahlt. Statt rein geldmotivierte Aushilfen einzustellen. Seine Truppe ist ein „Team“. Er sucht Menschen, die ihren Job als Geben und Nehmen verstehen. Dafür zahlt er gut – fordert allerdings auch viel. Ist das Wetter gut und die Schlange lang, muss jeder zupacken und flexibel sein. Doch weil er nichts delegiert, was er nicht auch sofort selber tun würde – und oft genug auch tut – hat er den vollen Respekt seiner Leute. Auch er putzt das Bad oder die Fenster, beseitigt fiese Hinterlassenschaften von Hund und Kind oder steht selbst beinahe täglich bis zu 12 Stunden hinterm Tresen.

Frozen Yoghurt mit Himbeersauce + Toffee

Er motiviert seine Mitarbeiter, indem er ihr Vorbild ist. Er lebt, was er erwartet: Loyalität, Kundenorientierung und Qualität. Das beginnt beim Wareneinkauf, wo er gute Qualität billiger Ware vorzieht, geht über Löhne und Flexibilität bei der Schichteneinteilung bis hin zur Beschäftigung eines treuen Aushilfen-Teams. Das Unternehmen Yomaro lässt niemanden „hängen“. So hält es zuverlässige Leute bei der Stange für die nächste Saison. Und weil die Mitarbeiter wirklich motiviert und sehr engagiert arbeiten, ohne einen erfolgsabhängigen Firmenbonus zu erhalten, gibt es wohl auch mal Geschenke zufriedener Kunden: Blumen, frisch geschmierte Brote, Pralinen & Co. Es sollen sogar schon Kunden nach einer Trinkgeld-Kasse gefragt haben – doch die würde zu steuerlichen Verzwicktheiten führen.

Ein wertschätzendes Unternehmen rollt seinen Kunden und Mitarbeitern den roten Teppich der Wertschätzung aus. Es respektiert die Eigenheiten jeder Persönlichkeit. Aus diesem Grund gibt es bei Yomaro auch keine Sprachregelungen, sondern Kommunikationswünsche: Danke, bitte, herzlich Willkommen, lass´ es Dir schmecken, einen schönen Tag noch – das sind nur einige Formulierungen, die zum Wortschatz der engagierten Mitarbeiter gehören sollten. Jeder kann sie nach Bedarf anwenden. Und wenn sich alle darum bemühen, kommen sie authentisch und selbstverständlich beim Kunden an. Dieser fühlt sich willkommen, angenommen und in seinem Wert geschätzt. Er kommt dann gerne wieder – und wir natürlich auch!

Wie Sie als respektvoller und erfolgreicher Chef agieren…

  • Verschaffen Sie sich den Respekt ihrer Leute, indem Sie selbst alle Aufgaben erledigen (können), wenn es drauf ankommt – auch wenn Ihr Arbeitstag ohnehin länger dauert
  • Bezahlen Sie faire Löhne, belohnen Sie Einsatz in umsatzstarken Zeiten durch entsprechenden Lohn- und Freizeitausgleich und lassen Sie niemanden hängen
  • Empfinden Sie Leidenschaft für das, was Sie tun und stecken Sie Ihr Team damit an – so kann es loyaler Teil Ihrer Erfolgsgeschichte werden
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass sie wirklich gebraucht werden und dass ihr Einsatz auch „gesehen“ wird
  • Stellen Sie Zukunft, Leidenschaft und Team über das Geldverdienen – kennen Sie dabei jedoch auch alle wichtigen Zahlen + Perspektiven und agieren Sie entsprechend
  • Kennen Sie Ihren Wettbewerb und haben Sie Klarheit, wer Ihnen wirklich Kundenpotentiale abjagen könnte
  • Seien Sie aktiv in social media – denn ohne Facebook & Co hätte beispielsweise Yomaro nie einen solchen Starterfolg hinlegen können
  • Tun Sie nur das, was zu Unternehmen und Zielrichtung passt. Kunden und Interessenten spüren Verzweiflung, Bedürftigkeit oder strategische Unklarheit – und auch einen Mangel an Wertschätzung
  • Achten Sie auf Ihren eigenen Ausgleich, respektieren Sie Ihre Gesundheit und nehmen Sie Ihre Beziehungen wichtiger, als das Geschäft

Möchten Sie gewinnen?

Wer diesen Blogbeitrag bis zum 15.08.2013 inhaltlich kommentiert, der kann einen Yomaro-Gutschein für 1 Favourite-Becher bei Yomaro gewinnen. Ich packe ein 30-minütiges Respekt-Coaching obendrauf – damit Sie noch erfolgreicher werden können. Der Gewinner/ die Gewinnerin wird am 16.08.13 morgens ausgelost. Ich überbringe Ihnen die fröhliche Nachricht sehr gerne per E-Mail.

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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