Verbindlichkeit tut uns allen gut…

Social Media und Networking sind Schlagbegriffe unserer Zeit. Neulich war ich daher auf einen Netzwerk-Abend eingeladen – und gespannt, was mich dort erwartet. Bewaffnet mit einem Paket Visitenkarten lief ich pünktlich um 19 Uhr am Veranstaltungsort auf. Und was erwartete mich? Einige wenige Menschen, sichtlich zum Veranstalter gehörig, und ein paar Servicekräfte für´s leibliche Wohl. Ich plauderte also erst einmal nett mit dem Gastgeber. Über die Schwierigkeit, in der heutigen Zeit Veranstaltungen zu organisieren.

Scheint, als sei “Verbindlichkeit” für viele heute ein Grundproblem

Kaum noch Menschen treffen eine klare Entscheidung. Die meisten wollen es sich lieber lange offen lassen. Nach dem Motto: Wenn ich mich jetzt anmelde, dann könnte für genau diesen Abend ja noch etwas Besseres kommen…

Was dabei gerne vergessen wird: Der Aufwand für die Organisation eines Events ist immens – personell wie finanziell. Das gilt für ein solches Netzwerk-Event genau wie für die Party im Freundeskreis. Der Veranstalter kann einfach nicht planen, wenn er nicht weiß, wie viele Leute kommen. Oder eben nicht. Da macht sich jemand die Mühe, etwas für Andere auf die Beine zu stellen – und die danken es ihm, indem sie sich nicht entscheiden möchten. Ich kann jeden verstehen, der die Lust verliert, Gastgeber zu sein, denn solches Verhalten zeigt keinerlei Wertschätzung für die Arbeit und den Einsatz, die einfach dazugehören.

Was mir in den letzten Jahren auffällt ist, dass Menschen, die selbst Veranstaltungen organisieren, Partys geben oder einfach nur mal so einladen, seltener unverbindlich sind. Sie erteilen schnell eine Zu- oder Absage und halten sich dann auch daran. Vermutlich weil sie selbst wissen, wie viel Energie, Zeit und Geld so etwas kostet. Zudem kennen sie das Gastgeber-Problem dass die Party eben erst dann in Schwung kommt, wenn mindestens die Hälfte der Gäste anwesend ist. Und sie wissen, wie weh es tut, Berge liebevoll vorbereiteten und dann ungegessenen Essens – die zudem teuer waren – einfach in den Müll zu werfen.

Saßen Sie schon mal allein auf Ihrer Party?

Alle die, die deutlich später kommen oder früh wieder gehen, sind für die Gastgeber fiese “Partycrasher”. Sie verhalten sich egoistisch und respektlos. So auch an besagtem Netzwerkabend. Denn der war vorab logistisch sauber vorbereitet, damit jeder an verschiedenen Tischen über den Abend mit immer wieder neuen Leuten zusammenträfe. Doch in der ersten Stunde blieben manche Tische einfach leer und andere Tische rotteten sich kurzerhand zusammen.

Respekt zeigt, wer sich zeitnah nach einer Einladung “entscheidet” und dies dem Gastgeber mitteilt. Und der dann zu seiner Entscheidung steht und nicht kurz zuvor – mit oft eher fadenscheinigen Gründen – absagt. Wer selbst die Kurzfrist-Absage unterlässt, braucht irgendwann verdientermaßen nicht mehr mit Einladungen zu rechnen. Denn er wird von der Gästeliste gestrichen. Egoisten sind nämlich ohnehin keine unterhaltsamen und liebenswerten Gäste.

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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