Schöbitz + Schönwälder

009 | 21 Tipps für den WOW-Effekt auf Deiner Bühne | Teil 2

Was Du in dieser Episode erfährst:

Wenn Profis auf der Bühne stehen, dann bedienen sie sich diverser Geheimnisse und Tricks, um - aller Aufregung zum Trotz - souverän und kompetent zu wirken. In dieser und den drei folgenden Episoden verrate ich Dir 21 Stück davon. Denn Du darfst die Fehler anderer ruhig von vorneherein vermeiden.  

Lass´ Dich überraschen, worauf es wirklich ankommt und übernehme die Tipps, die Dir sinnvoll und für Dich passend erscheinen, in Deinen "Werkzeugkasten". Damit Du charismatisch und entspannt vor Dein Publikum treten kannst.

In Teil 2 verrate ich Dir die Tipps 11-15.

Shownotes:

In dieser und den folgenden drei Episoden gibt es keine Shownotes, weil es um puren Wissensgewinn für Dich geht und ich keine Inhalte zum verlinken im Angebot habe 🙂

Halt! Stop! Eine Shownote gibt es doch diesmal: Den TED-Talk von Michael Rossié

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Mein Skript zu dieser Episode:

#WOW-Faktor 11 | Pausen sind das Salz Deines Vortrags

Das Gehirn Deiner Zuhörer braucht Pausen, um das von Dir gesagte zu verarbeiten. Daher mach´ bitte immer wieder eine längere Pause. Länger bedeutet dabei: So lange Du es aushältst - auch wenn es Dir schon zu lang erscheint.

Zudem kannst Du in diesen Pausen ordentlich Luft holen und damit Deine Stimme wieder einpendeln. Du kannst an den nächsten Formulierungen feilen und strahlst - Gelassenheit aus. Für Deine Teilnehmer bedeuten Pausen auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Impulse mit einzubringen. Das erzeugt eine lebendigere und aktivere Atmosphäre.

#WOW-Faktor 12 | Verzichte auf dem Beamer

Wenn jemand den Laptop in den Beamer einstöpselt, fallen viele Teilnehmer nahezu sekündlich in den PowerPoint-Modus. Dieser ist gleichbedeutend mit dem Suppenkoma und heißt nix anderes als: Gleich wird es dunkel und ich muss mich über eine längere Zeit von jemand per Frontalvortrag berieseln lassen. Nicht ist grauenvoller, als diese Aussicht. Denn 98 % aller Beamerpräsentationen sind einfach schlecht. Daher nennen wir Profis das auch gerne "betreutes Vorlesen".

Warum der Beamer so beliebt ist: Er lenkt von der Person ab. Weil die Augen der Zuschauer auf die Leinwand schauen.
Warum der Beamer so verzichtbar ist: Er lenkt von der Person ab. Weil die Augen der Zuschauer auf die Leinwand schauen. Statt auf die Person, die wirklich was zu sagen hat.

Der Raum ist dunkel, die Fenster geschlossen und auf der Leinwand wird es bunt, textlastig, animiert und ...ach...lassen wir das. Du weißt schon, was ich meine....

Beamer macht allerdings dann Sinn, wenn mehr als 60 Personen im Raum sind oder die Menschen in der letzten Reihe mehr als acht Meter entfernt sitzen. Doch dann - bitte eine richtig gute Beamer-Präsentation nutzen, die wirklich das Thema unterstützt und die angemessen "bewegt" ist. Dabei können Profis helfen, die sich mit sowas auskennen. Ich empfehle Dir gerne jemanden...

#WOW-Effekt 13 | Bewege Dich!

Redner, die sich mit ihrem Manuskript hinter einem Rednerpult aufbauen und dann steif ins Mikro reden sind....laaaangweilig. Statisch. Uninspiriert. Haben selten Blickkontakt und reden monotoner, als Redner, die sich bewegen. Nutze Deine Bühne und bringe so auch Dein Publikum in Bewegung. Das aktiviert Deinen Kreislauf - und den Deiner Gäste. Denn das Auge folgt üblicherweise der Bewegung und wenn Du Dich bewegst, folgt es eben Dir.

Achte bei aller Bewegung allerdings auch darauf, selbst im Licht zu bleiben, damit Du immer gut zu sehen bist. Sprich mit dem Lichttechniker vorher ab, wo Du Dich bewegen möchtest, damit er Dich entsprechend ausleuchten kann.

Verzichte - soweit möglich - auf Notizen und Papierskripte. Dafür gibt es wundervolle und wirksame Lerntechniken, die Deine Präsentation viel souveräner und professioneller machen. Ich kann Dich dabei gerne unterstützen.

#WOW-Faktor 14 | Sprich´ verständlich

Das bedeutet zuallererst, dass Du nicht nuschelst oder zu leise sprichst. Wenn Deine Stimme nicht trägt, nutze ein Mikrofon. Es bedeutet aber auch, dass Du bitte "ganz normal" sprichst. Also weder gestelzt, noch zwanghaft Hochdeutsch. Bleib´ einfach Du - in deutlicher Sprache.

Variiere Deine Lautstärke, Dein Sprechtempo und Deine Stimmodulation - so, wie es zur Dramaturgie Deines Vortrages passt. Oder auch, um Deine Zuhörer durch leises Sprechen mal zum besonders aufmerksamen Zuhören zu nötigen oder durch laute Sprache wach zu rütteln.

Bilde Stern-Sätze, die Dir eine varialble Satzgestaltung ermöglichen. Dazu gibt es einen ganz wundervollen Ted-Talk meines Kollegen Michael Rossie.

#WOW-Faktor 15 | Halte Blickkontakt

Bewege nicht nur Deinen Körper, sondern auch Deinen Blick. Jeder Deiner Zuhörer möchte sich wahrgenommen und gesehen fühlen. Such´ Dir Groupies (wohlgesonnene Menschen) im Publikum, die Dir erkennbar folgen, die Regungen zeigen oder Rückmeldungen geben. Hol´ Dir von diesen die Energie, die Du brauchst. Und Unfreiwilligen und Stinkstiefel zu ertragen.Lass´ Dich von den Mieslingen nicht aus dem Konzept bringen.

Frage nach, wenn Du in den Augen Deiner Teilnehmer Fragezeichen siehst. Dann kannst Du direkt und souverän klären, was unklar geblieben ist. So wirkst Du entspannt und jeder kann Deinem Vortrag im weiteren Verlauf problemlos folgen.

Bei größeren Auditorien kannst Du nicht jeden anschauen. Der Trick ist dann: Schau´ rund 10 cm über die Köpfe der Menschen und lasse den Blick immer mal wieder schweifen. Dann fühlst sich dennoch jeder gesehen.

Und wenn Du auf der Bühne extrem ausgeleuchtet bist (was aus dem Zuschauerraum klasse wirkt!), dann siehst Du maximal die ersten drei Reihen im Publikum. Dann kannst Du auch mal von der Bühne ins Auditorium gehen - oder aber Du gewöhnst Dir dann an, Dir einen Avatar in der Schwärze vorzustellen, zu dem Du sprichst und der auf Dich reagiert. Mit diesem Trick funktioniert es übrigens auch bei Webinaren oder Videoaufnahmen, wenn Du kein "Gegenüber" hast.

Vorschau:

Die kommenden drei (!!!) Episoden beleuchten mal die andere Seite - denn darin geht es um 22 Impulse, wie Deine öffentlichen Auftritte als Redner besser gelingen. Ganz praxisnah und mit viel Hintergrundwissen aus 35 Jahren Berufserfahrung - darunter jede Menge Präsentationen, Vorträge, Messen, Workshops und Events....

Hier lernst Du mal "die andere Seite" kennen und erfährst damit natürlich auch, worauf Du achten solltest, wenn Du die nächste "Bühne" betrittst. Und das kann auch mal "nur" ein Netzwerkevent sein....

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