Zielgruppe – Dein Weg zu mehr Erfolg auf der Bühne

Präsentation

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Wenn Du Deinen Auftritt als Redner auf einer Bühne planst - und das kann durchaus auch eine Präsentation im Rahmen eines Meetings vor Kollegen sein! - dann beginnt alles bei....

...Deiner Zielgruppe. Zuallererst ist die Frage nach der Zuhörerschaft von grundlegender Bedeutung: Wenn Du Dich damit zu wenig beschäftigst, redest Du unter Umständen am Ende sonst am "Thema" vorbei.

Zielgruppe - das A und O Deines Rede-Erfolges

Für WEN genau wirst Du reden? Männer? Frauen Jung? Alt? Kollegen? Kunden? Profis? Laien? Freiwillig oder gezwungen Anwesende? Empfindsame oder robuste Charaktere? Humorvoller oder seriöser Anlass?

Eines ist auch heute noch vielen Rednern zu eigen: Sie setzen die Vorkenntnisse ihrer Zuhörerschaft deutlich zu hoch an. Mir ging es vor vielen Jahren auch so: ich leitete ein spannendes Projekt für meinen damaligen Arbeitgeber Postbank und durfte in dieser Rolle auch regelmäßig vor dem Vorstand "vortanzen". Das war schon eine große Ehre - und zugleich natürlich auch eine echte MUT-Frage. Denn vor den obersten Chefs zu präsentieren, fiel auch mir damals noch nicht so leicht.

Cool war daher, dass die begleitende Unternehmensberatung, die jede Präsentation inhaltlich nochmal mit mir abstimmte, einen entscheidenden Satz in mir verankerte:

Präsentiere ... für Hausfrauen - und Vorstände!

Was damit gemeint war? Nun...das sollte heißen, dass ich mit meinem Vortrag nicht zu weit IM Thema anfange, sondern die Vorstände dort abhole, wo sie gerade stehen. Der Finanzvorstand hat eben oft kaum Einblick in die Arbeit seines für Personal zuständigen Kollegen. Der Marketingvorstand will manchmal gar nix von Finanzen verstehen. Und dem Technik-Vorstand gehen die Marketing-Themen knapp am Gesäß vorbei.

Wollte ich - oder sollte ich, wie in diesem Falle - alle Vorstände gleichermaßen für mein Thema gewinnen und anstehende Entscheidungen vorbereiten, war es meine Aufgabe, sie dort abzuholen, wo sie stehen: Bei Null. Jedes Mal erneut. Denn im Tagesgeschäft konzentrieren sich eben auch Vorstände auf ihre Kernaufgaben.

Bettina redet vor Publikum

Omma Gertrud aus Korschenbroich

Wiederum einige Jahre später als Redakteurin einer Anlegerzeitschrift sprach mein Chefredakteur einen ähnlichen Satz aus: Wenn ihr gute Texte schreiben wollt, dann schreibt sie so, dass Omma Gertrud aus Korschenbroich sie versteht.

Das bedeutet: Mache nie den Fehler, zu viel vorauszusetzen. Verwende keine hochtrabende Sprache, die vor Fachtermini, Anglizismen oder Abkürzungen strotzt. Sondern formuliere Deine Inhalte so, dass Deine eigene Oma oder Mutter verstehen, was Du sagen willst. Damit Deine Botschaft auch ankommt.  

Aber ... ich rede doch vor Fachpublikum!

Echt jetzt? So richtig vor totalen Vollprofis? Na, dann Gute Nacht. Dann musst Du jetzt natürlich alles in höchst kompetentes Wording packen und mit borniertem Gesichtsausdruck professionell mit dem Beamer vortragen. Sonst mache ich mich lächerlich!

Was für ein Unsinn! Nein - Du redest doch auch jetzt zu echten Menschen. Niemand wird Dir verübeln, wenn Du Deine Botschaften leicht verständlich und in einfachen Worten formulierst. Denn: Wer etwas leicht machen kann, der hat es wirklich richtig verstanden. Und kann es anderen erklären.  

Knödel - mein Schlüssel zu Mathematik

Als ich noch in die Grundschule ging, hatte ich ab der dritten Klasse leichte Schwierigkeiten, das Zeug mit der Mathematik zu verstehen. Diese Sachen mit Punktrechnung vor Strichrechnung wurde mir erst dann wirklich verständlich erklärt, als mein damaliger Mathelehrer (unser strenger, aber liebenswerter Direktor Löbus) es mir ... anhand von Knödeln erklärte. So wurden aus abstrakten Zahlen in meinem Kopf volle Knödelteller - und ich verstand auf einmal, worum es ging.

Schau´ Dir doch einfach mal dieses genial umgesetzt Video an, in dem das Thema Flüchtlingsbedrohung mittels...Kaugummikugeln erklärt wird. Genial einfach. Einfach genial. Das ist Storytelling - in Perfektion. Und zwar genau so, dass es wirklich JEDER im Raum verstehen kann.

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Macht Sinn, oder? Also schaue Dir an, wen Du vor Dir sitzen hast und versuche, Deine Zielgruppe(n) so optimal wie möglich anzusprechen. Mit fachlichen Worten (damit meine ich keine Fremdworte!) und Beispielen, die aus ihrer Lebenswelt stammen. Denn einer Gruppe Apotheker darfst Du mit anderen Geschichten kommen, als beispielsweise einer Gruppe Autoverkäufer.

Beispiele aus der Lebenswelt Deiner Zuhörer

Doch wenn Du Deine Botschaften in Worte packst, dann habe dabei immer dat Omma Gertrud aus Korschenbroich vor Augen. Denn dann kann jeder Deiner Zuhörer Dir unangestrengt und offen folgen. Niemand muss sich der Peinlichkeit stellen, sich nicht zu fragen zu trauen, weil er etwas nicht versteht. Und Du kommst mit Deinen Inhalten da an, wo Du auch wirklich hin willst.

Und am Ende haben alle zu Deinem Thema eine ähnliche Wissensbasis, die auch eine Diskussion auf Augenhöhe ermöglicht. Du hast Deine Inhalte in die Köpfe der Menschen gebracht - und zwar verständlich, humorvoll und nachhaltig.

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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