Man muss…

Worte der Erfolgsbeeinflussung

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Sie sitzen am Schreibtisch und sagen zu Ihrem Partner: „Man müsste endlich mal eine Lösung dafür finden, wie man mit 24 Stunden am Tag besser auskommen kann.“

Was passiert in diesem Moment? Sie beklagen etwas, das Ihnen missfällt – und delegieren die Lösung Ihres Problems an eine Person namens „man“. Komisch nur, dass sich da niemand angesprochen fühlt, oder? Das Wort „man“ ist eine Verallgemeinerung. Was für Aussagen wie: „In Mexiko wird Spanisch gesprochen“ durchaus zutrifft, bedeutet in Bezug auf anstehende Entscheidungen, dass wir uns geschickt aus der Verantwortung stehlen. Indem wir sie an „man“ delegieren. Und weil es „man“ nicht gibt, bleiben die Lösung ungefunden und die Aufgabe ungetan.

Wer also ist „man“? Geben Sie „man“ künftig immer einen Namen und Sie werden zufriedener durch Ihren Alltag gehen. Klare Kommunikation schafft Zuständigkeiten. Weil es keine unverantwortlichen Man-Aufgaben mehr gibt, die Sie ja irgendwie doch drücken.

Muss man?

Sie sitzen in einem Meeting. Ein Kollge macht einen neuen Vorschlag, der Ihren Fachbereich betrifft. Hier kommt also eventuell Arbeit auf Sie zu. Ihre Antwort auf die Frage: „Und – was sagen Sie dazu?“ lautet folglich: „Gute Idee. Das könnte man so machen!“ Damit wollen Sie erreichen, dass der Kelch der Aufgabenstellung an Ihnen vorüber geht. Doch wird das gelingen?

Die Folge ist oft, das Ihnen jemand konkret den Job zuschustert. Und was passiert jetzt? Sie MÜSSEN ihn machen – und es war keineswegs Ihre freie Entscheidung. In der Folge beklagen Sie zusätzlichen Arbeitsaufwand und haben schlechte Laune, weil Sie die neue Aufgabe als zusätzliche Belastung empfinden. Ihr Hirn redet Ihnen ein, dass Sie das eben tun MÜSSEN. Doch stimmt das eigentlich?

Nein

Genau mit diesem kleinen Wörtchen „nein“ hätten Sie den Aufwand fair und ehrlich verhindern können. Das „müssen“ ist also oft die Folge eines ungesagten „Nein“. Es gibt keine höhere Macht, die uns Aufgaben zuteilt, gegen die wir uns nicht wehren könnten. Es ist IMMER Ihre Entscheidung, ob Sie die Aufgabe annehmen oder sich eben nicht dagegen wehren – und immer tragen Sie auch die Konsequenzen.

Als Sie noch ein Kind waren, mussten Sie durchaus Manches – einfach, weil Ihre Eltern am längeren Hebel und für Ihre Erziehung zuständig waren. Doch heute sind Sie erwachsen. Einzig und alleine Sie entscheiden, ob Sie die Aufgabe dann auch „müssen“ müssen oder ob Sie sich entscheiden möchten, sie vielleicht doch auch eher zu „wollen“… – denn die Sichtweise bestimmt unseren Umgang mit der Aufgabe: Wir dürfen nämlich auch Spaß daran haben, wenn wir etwas bewusst „wollen“, statt es zu „müssen“. Und dann gehen die Dinge leichter und schneller von der Hand. Und am Ende reichen dann eben doch oft 24 Stunden…

Sie
– dürfen
– können
– wollen
– werden
– möchten

also künftig unangenehme Aufgaben erledigen – und machen sie sich so einfacher. Und Sie packen sie schneller an, weil „ich mich dafür entschieden habe“, statt sie weiterhin zu „man“ auf die lange Bank zu schieben. Glückwunsch!

Ganz im Ernst

Ich WOLLTE diesen BlogPost unbedingt schreiben, weil mir klar geworden ist, wie viel Bedeutung die beiden kleinen Wörtchen „müsste“ und „man“ für meinen/ unseren Alltag und meinen/ unseren Erfolg haben. Und auch ich werde künftig im täglichen Tun stärker auf meine Wortwahl achten, um meinen Alltag zu erleichtern.

Wie gehen Sie künftig damit um, wenn jemand zu Ihnen sagt: „Man müsste…“, wenn Sie genau wissen, dass er SIE meint? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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