Verschenken Sie Wertschätzung

Sofa von Santa Claus

Wieder einmal stehen jede Menge Menschen in Geschäften, die verzweifelt das richtige Geschenk suchen. Doch wo genau liegt eigentlich das Problem dabei? Warum fällt es uns so schwer, Geschenke für bestimmte Menschen zu finden? Menschen, die uns lieb und teuer sind – und doch…verzweifeln wir bei dem Gedanken an das, was genau diesem Menschen ein Lächeln entlockt.

Zauber des Zuhörens

Wer wirklich tolle Geschenke machen möchte, der kommt um das „Aktive Zuhören“ nicht herum. Und zwar nicht erst in den vier Wochen vor Weihnachten, sondern am besten das ganze Jahr über. Es geht darum, immer wieder wahrzunehmen, wenn der zu beschenkende Mensch sagt, was ihm gefällt oder woran er Spaß hätte. Zu sehen, wann die Augen der Person ein Glänzen entwickeln, wenn es um ein bestimmtes Thema geht. Zuzuhören, wenn die Stimme für etwas tiefe Begeisterung verrät. Diese Dinge merken – und am besten an sicherer Stelle notieren. So haben Sie immer einen kleinen „Wunschzettel“ parat, den Sie nach Bedarf ergänzen oder in „bunte Päckchen“ umwandlen können.

Wenn Ihnen schwer fällt, das ganze Jahr diese Informationen zu sammeln, dann sagt das in der Regel einiges über Ihre Beziehung zum Beschenkten aus – denn dann widerstrebt Ihnen innerlich etwas, genau dieser Person so viel Aufmerksamkeit zu „schenken“. Ist es dann richtig, die Person überhaupt beschenken zu wollen? Die Antwort lautet: Nein? Dann tun Sie es auch nicht. Denn lieblose Geschenke zerstören mehr, als ein unterlassenes Geschenk.

Unkritische Gaben

Sie meinen, Sie müßten etwas verschenken, weil gesellschaftliche Konventionen dies vorgeben? Dann wählen Sie „unkritische Geschenke“. Das sind vor allem Dinge, die sich verbrauchen lassen. Sachen, die nicht als ewige „Stehrümchen“ in den Regalen des Empfängers verstauben. Eine gute Flasche Wein, etwas Leckeres zum Essen, ein Parfüm oder ein „Event“ wie beispielsweise Theater- oder Konzertkarten (Achtung: Hier zählt nie der eigene Geschmack, sondern die Vorlieben des Beschenkten…).  Bitte wählen Sie keine Gutscheine. Bei diesen ist zwar der eigentliche Wert gut sichtbar, doch Gutscheine sind seltsam unpersönlich – und werden auch oft nicht eingelöst. Schade für alle Beteiligten.

Noch schlimmer sind „Ego-Geschenke“ wie die edle Espressomaschine für den Ehegatten. Der eigentlich am liebsten Tee trinkt (während man selbst gut gebrühten Kaffee bevorzugt)…

Verpackte Botschaften

Geschenke sind Botschaften an Beschenkten: Wie wertvoll bist Du für mich. Wie viel Aufwand will ich für Dich betreiben? Wie liebevoll wird das Präsent verpackt und überreicht?

Wer mit Wertschätzung schenkt, der stellt den Wunsch des Beschenkten über seine eigenen Bedürfnisse. Der immaterielle Wert übersteigt den des Geschenks an sich – denn der Schenkende hat sich Zeit genommen und Gedanken gemacht, was den Empfänger der Gabe freuen könnte. Wissenschaftlich erwiesen ist übrigens, dass ein verschenktes Geschenk, welches beim Beschenkten ein seliges Lächeln hervorruft, uns glücklicher macht, als ein erhaltenes Präsent. Geben ist eben seliger, denn nehmen.

Eine liebevolle Verpackung macht aus einer Gabe dann auch noch ein richtiges Geschenk. Wenn der Gatte sich die Finger im Tesafilm verknotet hat und das Paket dann etwas windschief auf dem Gabentisch landet, zählt es für mich viel mehr, als wenn eine charmante und trainierte Parfümerie-Fachverkäuferin eine professionelle Umhüllung gezaubtert hat. Denn er tat es mit Liebe – sie tat es für Geld.

Wertschätzung als Geschenk

Wer etwas gibt, von dem er wenig hat, der erweist anderen Menschen seine höchste Wertschätzung. Er gibt etwas, von dem er sich selbst ungerne trennt: Geld, Liebe oder eben….Zeit. Entscheiden Sie, wem Sie dieses Jahr die wertschätzendsten Geschenke machen wollen. Wertschätzung ist das eigentliche Geschenk, denn sie läßt sich in keinem Laden der Welt kaufen!

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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