21 entspannt…

Männchen am Rednerpult, Blase: Tipp

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Was in Zeiten von Säbelzahntiger und Bär in grauer Vorzeit noch lebenserhaltend war, nämlich die Ballung unserer Konzentration auf den Fress-Feind und die mögliche Flucht, ist in unseren modernen Zeiten – und vor allem in beruflichem Umfeld – eher hinderlich.

Eher selten hörte ich von Fällen, bei denen Redner nach erfolgtem Vortrag verzehrt worden wären. Es geht also gar nicht mehr um Leben und Tod – sondern maximal noch eine mögliche Blamage. Nun können Sie bei einer Präsentation davon ausgehen, dass die meisten Ihrer Zuhörer eh weniger über das Thema wissen, als Sie und zudem vermutlich ehrfürchtig zu Ihnen schauen, weil die selbst sich noch viel weniger auf die Bühne oder ans Mikrophon trauen. Doch das steinzeitliche Verhalten des Fluchtreflexes konnten wir uns eben doch noch nicht durchgängig abgewöhnen.

Mit der „21 entspannt“-Technik bekommen Sie eine „Erste Hilfe“ für den Notfall. Mit dieser Technik schicken Sie Ihr Bewusstsein auf einen neuen und auf den ersten Blick grotesken Weg: Rein in die Panik! Doch Sie werden erstaunt registrieren, wie gut Ihnen das für Ihre innere Ruhe tun kann….

Schritt 1:

Begrüßen Sie Ihre Nervosität/ Panik wie einen guten Freund und heißen Sie sie willkommen. Ich meine das vollkommen Ernsthaft. Das verschafft Ihnen nämlich erst mal eine positive Einstellung zu diesem Gefühl. Nach dem Motto: Ich weiß, dass Du da bist und Du hast ein recht, hier zu sein.

Schritt 2:

Schüren Sie ganz bewusst diese Panik/ Nervosität. Befehlen Sie ihr: „Du hast jetzt sofort die Chance, so richtig heftig zu werden. Doch währenddessen zähle ich von 21 runter auf Null – und dann ist Deine Zeit vorbei.“

Schritt 3:

Beginnen Sie – langsam und mit ruhigem Atem – zu zählen. Ganz in Ruhe zählen Sie runter bis auf 3. Danach machen Sie es so wie früher als Kind beim Versteckspiel: Noch etwas langsamer…
2 3/4
2 1/2
2 1/4
…und so weiter.
Sie geben Ihrem Gefühl so das Signal: Hey, ich lasse Dir ordentlich Zeit!“ Zählen Sie so ganz ruhig runter bis auf Null.

Was passiert da mit mir?

Jetzt hat sich Ihr nervöses Bewusstsein spürbar verflüchtigt. Sie haben sich auf etwas Neutrales fokussiert – und sich so von Ihren Stressoren abgelenkt. Das gibt Ihrem Denken eine andere Richtung, die Sie weg vom Stress führt. Zudem haben Sie Ihren Kreislauf beruhigt, der Ihnen vorher das Gefühl von „Ohnmacht“ vermittelt hat. Sie haben die Rolle des Opfers verlassen und sind wieder Herr Ihrer Gefühle. Sie haben die Kontrolle zurückgewonnen.

Wetten, dass Sie jetzt viel relaxter in Ihre Rede/ Ihren Vortrag einsteigen können?

Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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