22 Geheimnisse über mich

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Jeder Mensch hat ein paar kleine Geheimnisse, über die er in der Regel eher selten mit Menschen redet. Und doch sind wir alle Produkt unserer Erfahrungen und Erlebnisse. Deshalb ist es spannend, immer mal wieder einen Blick hinter die Kulissen zu werfen - und den Menschen hinter dem Business ein wenig genauer kennen zu lernen.  

Blogparade von Birgit Schultz

Sehr lange habe ich mich aus Zeitgründen nicht mehr an einer Blogparade beteiligt. Doch heute hat mit der Aufruf der Fachkraft für Marketing-Zauber Birgit Schultz - initiiert von einem Facebook-Post von Alex Loos und einem Blogpost von Markus Cerenak - aus der Reserve gelockt. Ich habe alle anstehenden Aufgaben einfach nach hinten geschoben, um Dir heute mal ein wenig mehr über mich zu verraten...

Neugierde erlaubt: Fakten über mich

Als Jahrgang 1965 habe ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel - und daher auch schon so einiges erlebt. Seit 2002 bin ich inzwischen selbstständig und seit 2002 auch mit meinem Liebsten Michael Friedrich zusammen. Und DEN gebe ich nicht mehr her, denn bei ihm...darf ich zu 100 % ich sein. 

Schifoan

Geheimnis Nr. 1 | Einzelkind + Internat

Ich bin Einzelkind. Tochter selbstständiger Eltern. Mein Vater war Wirtschafts- und Motorjournalist und hatte später einen eigenen kleinen Verlag. Und weil meine Eltern beruflich viel unterwegs waren und ich viel Zeit alleine verbringen "durfte", bin ich im Alter von 12 Jahren freiwillig ins Internat gegangen. Die Hanni und Nanni-Bücher spielten dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Und ich hätte zu gerne ein Geschwisterkind gehabt - doch meine Eltern hatten verschiedene Rhesusfaktoren und das war damals wohl riskant...das zweite Kind hätte Trisomie21 haben können.

Das Internat hat mir dann erstmal eine  gehörige Portion "Sozialisierung" verpasst, so dass ich sicher kein typisches, verwöhntes Einzelkind war. Sondern schon früh mit manchem Unbill des Lebens in Kontakt kam. Dennoch - im Internat war es letztendlich toll und ich wäre gerne dort geblieben... 

#Vorurteile #DownSyndrom

Geheimnis Nr. 2 | Sitzenbleiberin

Ich bin in der Schule sitzen geblieben. Die zehnte Klasse habe ich in meinem leben zweimal besucht. Und zwar in voller Absicht. Denn die ersten drei Jahre verbrachte ich hier auf dem örtlichen Gymnasium, dann folgte ein Jahr in Thuine/ Emsland (= Niedersachsen) im Internat, dann zwei Jahre auf der Liebfrauenschule Mülhausen bei Krefeld. Dann der letzte Schulwechsel zum Gymnasium Gerresheim am Poth in Düsseldorf. Zwei Bundesländer, vier Schulen und vier Lateinbücher (im anderen Bundesland war eh vieles anders...) - das war dann irgendwann für mich zu viel.

Und so habe ich für die letzte Lateinarbeit in der ersten Runde der 10. Klasse einfach  ein leeres Blatt abgegeben, damit ich eine Sechs bekam und sitzen bleiben durfte. Der Direktor des letzten Gymnasiums wollte mich nämlich nicht einfach zurückstufen (auch wenn das mein Wunsch und der meiner Eltern war...)...und so konnte er nix mehr gegen meine Wiederholung machen. Dann in Mathe hatte ich mir auch eine Fünf " erarbeitet"... 

Diese Entscheidung habe ich nie bereut, denn ich fand in Gerresheim eine ganz tolle Klasse vor, die mich mit offenen Armen aufnahm und in der ich mich sehr wohl fühlte. 

#Scheitern #Zielerreichen

Geheimnis Nr. 3 | Brillenschlange

Ich trage eine Brille - seit ich zwei Jahre alt bin. Hornhautverkrümmung, Kurzsichtigkeit und leichtes Schielen galt es zu korrigieren. Tja, und mit Brille sind übermütige Kinder mit Bällen immer ein gefährliches Feindbild. Wie ich später erfuhr: Mir fehlt das räumliche Sehen. Und das erklärte auch, warum ich beim Völkerballspielen immer als letzte gewählt und als erste abgetroffen wurde.

Das war damals sehr schlimm für mich, denn ich galt als unsportlich und zu doof für Ballspiele. Dabei habe ich acht Jahres klassisches Ballett - inklusive Prüfungen vor der Margot Fonteyn-Academy aus London - absolviert. 

Heute spiele ich sehr gerne Golf (ja, auch das ist ein Ballsport, doch da schlage ICH den Ball weg, statt dass er auf mich zufliegt...) und mit meiner Montagsportgruppe auch Volleyball. Mit einem Wasserball. Den ich auch ohne Brille sehen kann. Doch das mit unserer Sportgruppe ist eine andere Geschichte....

#Ballsport #Mobbing

Geheimnis Nr. 4 | Als Frau im Männerjob

Meine Ausbildung zur Bankkauffrau absolvierte ich bei der Stadt-Sparkasse Düsseldorf. Im Anschluss führte der Weg klassisch in die Personalreserve. Doch ich hatte beim eintägigen Besuch der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf während meiner Ausbildung...Blut geleckt.

DAS war es, was ich wollte: Keinen  9 to 5-Job, sondern lebendiges Business. Und so habe ich mich an vielen Stellen durchgekämpft und war 1988 eine der ersten Börsenhändlerinnen. Erst in Düsseldorf - und später auch in Frankfurt.

Dieses Leben an der Börse war quirlig, laut und lebendig. Und alles - nur niemals langweilig. Genau mein Ding eben. Damals. Doch irgendwann hat sich die Börse eben auch verändert...und meine Zeit dort endete 1992.  

#Wennichwaswirklichwill #dannkriegeichdasauch

Scheinpakete mit 100 €-Noten

Geheimnis Nr. 5 | Textakrobatin

Sprache ist meine Leidenschaft. Also Tochter eines Journalisten durchaus nachvollziehbar, oder? Ich finde, wir können mit unserer Sprache Dinge sehr fein und dezidiert auf den Punkt formulieren. Umso mehr leide ich, wie in Zeiten von social media die Sprachverkürzung zu einer Misshandlung unserer Muttersprache führt. Und wie der liderliche Umgang mit Sprache immer mehr als Normalzustand akzeptiert wird. Weil Menschen zu faul sind, richtig Deutsch zu lernen.

Ja, da bin ich spießig - und ich ich bin es sogar gerne. Denn Sprache ist Teil unserer Kultur. Und wenn wir sie misshandeln, dann sterben auch wichtige Teile unserer Werte aus.

Bei meinen Kunden werde ich für meine Wortakrobatik geschätzt. Immer häufiger bekomme ich Anfragen, Positionierungen, Unternehmensnamen, oder Claims schick in Worte zu fassen. Oder auch ganze Texte zu schreiben. Weil die Menschen meine Schreibe mögen...

Danke, Papa!

#Muttersprache #Wortjonglage

Arnulf Sigurd Schöbitz

Geheimnis Nr. 6 | Unfreiwillige Selbstständigkeit

Im Jahr 1993 - ich war 28 Jahre alt - starb mein über alles geliebter Vater. Von heute auf morgen. In einer deutschen Klinik. An einer Blutvergiftung in Folge eines Spritzenabszess.  Ich dachte damals, mein Leben wäre zu Ende. Ich habe ihn so sehr geliebt. Und schon während ich dies schreibe..... #TaschentuchraschelGeräusch.

Da meine Eltern zusammen einen kleinen Verlag hatten, stand meine Mutter nun plötzlich alleine da und war doppelt verzweifelt, wie es jetzt für sie weitergehen würde.

Ich habe dann recht spontan den Verlag übernommen. Und nach einem halben Jahr unbezahltem Urlaub von meinem damaligen Arbeitgeber, der Commerzbank in Frankfurt, für die ich als Wertpapierspezialistin in Wiesbaden arbeitete, gekündigt.

Fortan war ich Inhaberin eines kleinen Verlages und geschäftsführende Gesellschafterin. Und schrieb schon wenige Tage nach Papas Tod meinen ersten von zwei Informationsdiensten - zu den Themenbereichen Verkehr und Energie. Also junge Frau. Wieder mal in einem echten Männer-Business. Unsere Informationsdienste Energie-Brief und Verkehrs-Brief haben wir dann nach ein bzw. zwei Jahren verkauft und den Verlag liquidiert.

#VollaufRisiko #Ichsetzmichdurch

Geheimnis Nr. 7 | Frau am Steuer

Ich kann Auto fahren. Ich fahre sehr gerne schnell. Sehr schnell. Ich wechsele meine Reifen selbst und habe auch schon - unter fachlicher Anleitung, wohlgemerkt - meine Bremsbeläge selbst gewechselt. Und das alles auch schon bevor ich als Motorjournalistin im elterlichen Verlag tätig war.

Mein Vorteil: ich bin mit den Testwagen groß geworden, die meine Eltern vor der Tür stehen hatten - und ich bin alles gefahren. Vom Daihatsu Cuore bis zur Chrysler Viper. Vom Jaguar XK8 über Wohnmobile bis hin zum Lkw (letzterer nur auf Privatgelände, da ich keinen Lkw-Führerschein habe).

Ich habe in meinem Leben jede Menge Fahrertrainings absolviert und kann rechts wie links rückwärts auch mit großen Autos in kleine Parklücken einparken. In drei Zügen. Und ich fahre gerne ein Auto aus...also auch bis zur Höchstgeschwindigkeit. Mich schrecken 260 km/h genauso wenig, wie 400 PS unter der Haube eines Pkw.

Schade, mein jetziger Octavia hat "nur" 140 PS ...

#PowerimHintern #InderMännerwelt

Schoki
ME-LE 160

Und DAS war mein allererstes eigenes Auto - ein Ford Escort1,6 GL....unter Punkt 11 findest Du die Geschichte dazu...denn die - ist etwas außergewöhnlich.

Geheimnis Nr. 8 | Karaoke

Irgendwann in den 1990er Jahren haben ich mal auf einem Ball der Wirtschaftsjunioren in Frankfurt mit einer Kollegin am Karaoke-Wettbewerb teilgenommen. Und tatsächlich sogar auch gewonnen...mit einer getanzten Choreographie zu "I´m singing in the rain"...

Ich habe jahrelang im Chor gesungen - erst Kirche, dann Jazzgesang. Inzwischen fehlt mir zum professionellen Singen die Zeit, doch ich singe im Auto leidenschaftlich gerne laut mit. Zum Leidwesen meines Mannes leider nicht immer ganz textsicher...

#RaufaufdieBühne

Geheimnis Nr. 9 | Some like it hot

Wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich gerne koche. Doch nur wenige wissen, dass meine beste Freundin "Habanero" heißt und eine der eher ziemlich scharfen Chilisorten ist. Ich esse nämlich gerne würzig und mag es "hot". Beim Thailänder (einer meiner bevorzugten Küchen) bestelle ich tatsächlich gerne mal thailändisch hot, statt der maximalen vier auf der Karte abgebildeten Chilischoten. Und ich kann Euch sagen: Da geht noch mehr...

#Schmerzenaushalten

Chilies

Geheimnis Nr. 10 | #fuckeinfachmachen

Gestatten - DAS ist mein Lieblingsbuch. Denn es begegnege mir Ende 2012 und hat dazu geführt, dass ich für mich 2013 das "Jahr des Mutes" ausgerufen habe. Ich habe mir schlichtweg vorgenommen, in diesem Jahr alle Chancen zu nutzen, um mutig zu sein, die sich mir in den Weg werfen.

Tja und so habe ich an meinem ersten PowerPoint-Karaoke teilgenommen und ziemlich banausig über Franz Marcs "Der blaue Reiter" referiert. Oder auch meinen ersten Pecha Kucha-Vortrag gehalten - ein seltsames Präsentationsformat, wo 20 Powerpoint-Folien je genau 20 Sekunden gezeigt und dazu der Text referiert wird. Und ich habe noch allerhand anderen Unsinn gemacht und so meine Komfortzone deutlich gedehnt...

Im letzten Jahr dann hat Kerstin Wemheuer ihren Podcast #fuckeinfachmachen an den Start gebracht - und mir damit einen neuen Wahlspruch geschenkt. Den seitdem zerdenke ich Dinge nicht mehr und gehe vieles deutlich imperfekter an. Besser geht immer - aber MACHEN ist der neue heiße Scheiß.

Probiere es doch einfach mal selber aus. Vielleicht sogar auf dem von mir organisierten MUTmacherTAG am 09.03.2019 in Düsseldorf-Neuss?

#Rausausderkomfortzone #Grossdenken

Logozeichnung

Geheimnis Nr. 11 | Mein erstes Auto

Ich habe in den letzten Schuljahren viel gestrickt. Weil es eben modern war und die Hände beschäftigt hielt. Was der Konzentration - zumindest bei mir - sehr gut tat. Als es dann Richtung Abitur ging, sagten mir meine Eltern, dass sie mir zum Abitur etwas schenken wollten. Ich dürfe mir aussuchen, was das sein solle:
a) Eine Reise nach Amerika
b) Ein Gebrauchtwagen im Wert von 2.000 Mark.

Sofort war klar, dass es das Auto werden würde. Denn ich habe Naturlocken, mit denen ich damals alles andere, als im Reinen war. Ich habe sie immer glatt geföhnt.

Tja, und weil meine Mutter ihr Auto - eben jenen Ford Escort vom Bild oben - damals verkaufen wollte (und ich dieses Auto schon da geliebt habe!), wollte ich natürlich den Escort haben. Das Problem: Der war deutlich mehr als doppelt so viel wert....

Und so habe ich noch mehr Aufträge gestrickt. Für einen Wollladen in Ratingen. Wo ich auch als Aushilfe arbeitete und mit so ... den fehlenden  Betrag erstrickt habe, damit ich meinen Eltern dann den Escort abkaufen konnte. Ich habe ihn dann zum Abi auf dem Schulhof stehend bekommen - mit einer riesengroßen roten Kreppschleife um den Bauch. Und bin ihn noch acht Jahre gefahren. Meine große Auto-Liebe. Für die ich wirklich vollen Einsatz gezeigt habe....

#Durchhaltevermögen #Kampfgeist

Geheimnis Nr. 12 | Vom blutigen Hüftsteak...

Also ganz ehrlich: Ich liebe Fleisch. Gerne ein zartes 300 g Hüftsteak blutig. Oder auch Carpaccio oder Tartar!

Halt! Stop!

DAS galt nur bis vor sechs Jahren. Bis dahin habe ich eine frische Rinderhüfte schon mal daheim pariert - und dabei die ersten feinen Scheiben gleich roh vernascht.

Seitdem essen wir eher vegetarisch. Aus erkenntnis und gesundheitlichem Bewusstsein. WENN bei uns mal Fleisch oder Fisch auf den Tisch kommen, dann achten wir - im Rahmen unserer Möglichkeiten - auf Aufzucht und Herkunft. Ohne, dass es Doktrin wäre oder wir jemanden missonieren möchten. Und immer gesellschaftlich verträglich - also nix mit rummäkeln am Buffett oder einladenden Freunden sagen: "Bah, das essen wir nicht".

Und einmal im Jahr essen wir sehr bewusst Fleisch: Ein Wildschweingulasch vom Jäger unseres Vertrauens. Am zweiten Weihnachtstag. Ganz sicher nach einem bis dahin sehr wilden Leben. Aus Überpopulation. Das können wir für uns verantworten.

Ansonsten ziehe ich eigenes Gemüse und hatte sogar drei Jahre lang eine Miet-Ackerparzelle. Das schaffe ich aktuell zeitlich nicht, doch es fehlt uns.

#Veggie #Bewusstessen

Nermins Garten

Geheimnis Nr. 13 | Berufsorientierung

Vier Jahre lang haben mein Liebster und ich ein Passion-Projekt gemacht: Berufsorientierung für Jugendliche. Achtklässler aller Schulformen. Wir haben zwischen einem und fünf Tage klassenweise mit ihnen - meist in einem Schullandheim - verbracht und ihnen das Them Beruf in allen Facetten näher gebracht. Vom "wer bin ich und was kann ich" bis zum Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche üben, seine social media-Kanäle aufgeräumt halten oder sich angemessen verhalten. Mehrfach hatten wir dabei Förderschulen soziales und emotionales Lernen. Hardcore, was den Energieeinsatz angeht, doch wirklich teilweise extrem tolle Jugendliche. 

Es war eine sehr bewegende Zeit. Denn wir wurden mit den tiefsten Abgründen menschlicher Seelen konfrontiert. Alkohol, Drogen, Gewalt, sexuelle Übergriffe und vor allem: Vernachlässigung. Sehr oft konnten wir beide abends nur noch weinen oder...wollten mal gerne mit einem Baseballschläger ein paar Eltern verprügeln fahren. 

Es waren harte Phasen. Und doch möchte ich - Mittelschichtkind - diesen Einblick in gesellschaftliche Randgruppen keinesfalls missen. Diese Jobs haben mein Weltbild vielschichtiger gemacht und lassen mich heute manche Dinge verstehen, die ich mir früher nie auch nur hätte vorstellen können.

#Etwaszurückgeben #GrosseLernkurve

Berufsorientierung für Jugendliche

Geheimnis Nr. 14 | Depressionen

Ja, ich habe Depressionen und kenne den "Schwarzen Hund" (so bezeichnen viele Betroffene ihre Krankheit) nur zu gut. Es gab Zeiten in meinem Leben, da wollte ich nur noch, dass es endet. Doch inzwischen habe ich den Schwarzen Hund gut im Griff und mein Mann trägt mit mir die Phasen akuter Verstimmung mit stoischer Gelassenheit. Weil er mich inzwischen nicht mehr in Gefahr weiß. 

Deshalb denke und lebe ich heute anders. Deswegen verabscheue ich inzwischen Banken und Börsen, weil hier Menschen Einkünfte aus Risikogeschäften verdienen...und eben andere Menschen genau dieses Geld verlieren. Weil aufgrund von Controlling und Quartalszahlen Menschen missbraucht und ausgelaugt werden. Weil wir uns viel zu sehr mit "Geiz ist geil" beschäftigen, statt die langfristigen Folgen für uns alle zu sehen.

Was wir DRINGEND brauchen ist eine Zunahme des Faktors Menschlichkeit. Menschen müssen wieder mehr Verantwortung für ihre Entscheidungen und ihr Handeln übernehmen. Wir brauchen mehr Zusammenhalt statt Ergoismus. Mehr Mut, statt überzogener deutscher Sicherheitsorientierung.  Wir müssen uns wieder (ver)trauen lernen.

Dann geht es vielen empfindsameren Menschen auch wieder besser. Dann können Menschen in ihre Kraft kommen und Grossartiges leisten. Deshalb ist ein Bestandteil meiner Arbeit auch das Thema Wertschätzung... 

#SchwarzerHund #SelbstVertrauen

Geheimnis Nr. 15 | Berufswunsch Köchin

Erst wollte ich - wie mein Papa - Journalistin werden. Da sagte er: Du bist nicht neugierig genug. Und der Beruf hat doch keine Zukunft.

Dann wollte ich Automechanikerin werden. Da sagte meine Mama: Dann hast Du immer dreckige Fingernägel. Und da verdienst Du doch viel zu wenig.

Dann wollte ich Köchin werden und mein eigenes Restaurant  (auf Sterneniveau zu kochen war mein Ziel!) eröffnen. Da sagten meine Eltern: Willst Du Dir wirklich diese Arbeitszeiten antun? Und dieses körperliche Belastung? Und diese ätzenden Küchenchefs, die immer nur rumbrüllen? Das hältst Du doch nicht aus...

Kind, lern doch erstmal was Anständiges!

Und so wurde ich Investmentbankerin. Mal ehrlich: Gibt es - aus heutiger Sicht - einen unanständigeren Beruf?

Heute kann ich drüber lachen. Und stehe in meiner Freizeit noch immer gerne mal bei einem Sternekoch mit in der Küche und arbeite mit Messer, Kochlöffeln und Gasflamme 😉 

Köchin

Geheimnis Nr. 16 | Internet-Liebe

Der Mann an meiner Seite und ich...sind eine Internet-Liebe. Wir haben und 2001 über eine frühe Dating-Plattform kennengelernt. Und sind dann recht schnell ein Paar geworden. Wenn Du uns mal live siehst, frag´ uns einfach mal nach unserer Kennlern-Geschichte. Sie ist doch etwas außergewöhnlich.... 😉

Geheimnis Nr. 17 | Ordnungsfanatikerin

Jeder von uns hat so seine Eigenheiten. Ich persönlich mal es - inbesondere in meinem Arbeitsumfeld - einfach gerne sauber und aufgeräumt. Ich bin meist ein "Leertischler" und habe mein Büro ansprechend und schick eingerichtet.

Ich hasse es, wenn sich jemand etwas ausleiht - und es dann nicht wieder umgehend an Ort und Stelle zurück stellt. Denn im Grunde bin ich einfach nur zu faul zum Suchen. Ich will zu meinem Tacker, meiner Schere, meinem Kochmesser oder meinen Büchern blind hin greifen können und das Richtige funktionsfähig in Händen halten. 

Insofern muss mein Mann schon mal mit klaren Worten rechnen, wenn die Küchentuchrolle bis auf den Karton leer abgerollt stehen bleibt. Oder er mein Lieblingsmesser benutzt und NICHT abgespült hat (Säuren greifen die Schneide an und stumpfe Messer bergen einfach mehr Verletzungsgefahr...). Er hasst mich manchmal dafür - doch er erträgt auch das mit einem Lächeln und  stoischer Ruhe.   

Geheimnis Nr. 18 | Durchblick

Inzwischen brauche ich aufgrund Alterssichtigkeit eine Gleitsichtbrille. Und - ehrlich gestanden - hasse ich sie. Sie beschlägt, wenn ich Sport mache oder aus dem Kalten ins Warme komme. Sie hat IMMER Fettspuren auf den Gläsern, egal wie oft am Tag ich sie mit einem sauberen Mikrofasertuch auf Hochglanz poliere. Sie drückt auf meinen Nasenrücken (was an meiner überempfindlichen Nase liegt, nicht an der sehr guten Brille...). Sie rutscht, wenn ich in der Küche konzentriert Pasta falte...

Warum zur Hölle fallen Wassertropfen von Regen oder Dachrinnen immer HINTER meine Brille? Plitsch...ins Augen mit den Spritzern!

Nein, im Grund bin ich natürlich sehr dankbar, dass diese Brille mit einen Großteil meiner Sehfähigkeit wieder zurückgibt. Andere Menschen in anderen Gebieten dieser Erde haben diese Chancen so nicht. Und doch fehlt mir meine frühere Sehschärfe ungemein.

Geheimnis Nr. 19 | Bücher-Vielfraß

Wir - der Liebste und ich - sind Buchhändlers Liebling. Denn jeder von uns verschlingt pro Woche ein bis zwei Bücher. Und zwar quer durch alle Genres. Ob dick oder dünn - wir nehmen alles. Belletristik, Fachliteratur, Krimis, SciFi, historische Romane, Frauen"literatur", Biographien...

Und klar - auch Kochbücher sind willkommen 😉 

Geheimnis Nr. 20 | Ich habe noch einen Dierke-Atlas

Geheimnis Nr. 21 | Rampensau

Ich bin eine Rampensau. Schon zu Schulzeiten habe ich vor der Bühne im "Das Haus von Montevideo" eine Rolle bekleidet, in der ich vor großem Publikum singen musste. Und nein - es ging mir dabei weder um Ruhm, noch um Ehre. Es hat mich nur einfach genervt, dass sich niemand meldete, als der Lehrer fragte, wer diese eine Gesangsrolle übernehmen würde. 

Und da habe ichs dann eben gemacht. Eine(r) muss es ja tun. Damit wir hier mal weiterkommen. Und diese Ungeduld hat mich dann im weiteren Verlauf meines Lebens nochmal auf die eine oder andere Bühne gebracht. Weil mich dieses Rumgezicke nervt, das entsteht, wenn jemand vor Anderen reden (oder gar singen) soll. Und weil ich es so oft genug üben "durfte", fällt es mir heute auch nciht mehr schwer. 

Ganz im Gegenteil: Ich liebe es inzwischen, auf der Bühne zu stehen und Menschen zu bewegen. Und genau deshalb habe ich das in diesem Jahr auch zu meinem Kerngeschäft erhoben.

Bettina beim Vortrag

Geheimnis Nr. 22 | Markerliebe

Mit dem Kurs "Weihnachten zeichnen in 24 Lektionen von Sandra Dirks habe ich 2012 meine Liebe zum Zeichnen entdeckt - und inzwischen zu einem Businesszweig ausgebaut. Sandra hat mir ganz offiziell die "Erlaubnis" gegeben,  Workshops zum Thema Visualisierung anzubieten - alles andere hätte ich sehr unfair gefunden.

Bilder wirken einfach stärker und nachhaltiger als Worte. Sie sind eben MERKwürdiger.

Tja, und das sollte ich wohl wissen können. Denn von dem Ort, an dem ich jetzt gerade sitze, sind es genau 4,2 Kilometer ins Neanderthal. Da, wo eben auch schon Höhlenmalereien existierten. Unsere Bildsprache ist nämlich schon viel älter, als unser Wortgehirn.

Deshalb ist es mir heute ein großes Vergnügen, Menschen die Welt der Bilder nahe zu bringen und vor allem: Ihnen zu vermittelt, dass wirklich JEDER so zeichnen kann, wie es für Visutrainment benötigt wird. Denn dabei geht es keineswegs um Kunst, sondern um schnelle Striche mit einem hohen Grad der Imperfektion.

Säbelzahntiger

Mein Beitrag zur Blogparade von Birgit Schultz

Na, das hat jetzt mal wieder deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich eigentlich geplant hatte. Dafür hast Du jetzt einen spannenden Überblick über ein paar weniger bekannte Facetten von mir erhalten. Und mir hat es einfach Spaß gemacht, diese Facetten rauszukramen und abzustauben.  

Mich würde Deine Meinung zu diesem langen Blogpost wirklich interessieren - also schreib´ mir, was Du spannend oder überflüssig fandest. Und vielleicht...hast Du ja auch Lust bekommen, bei Birgits Blogparade dabei zu sein 😉


Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Auswertung der Blogparade "Geheime Fakten"

  2. Hallo Bettina,

    spät kommt er, mein Kommentar in Deinem Blog – aber er kommt!

    Als erste Einreichung zu meiner Blogparade hat er einen besonderen Status für mich. Meinen herzlichen Dank für Deine Teilnahme!

    Und ich will Dir doch auf jeden Fall noch mitteilen, was wir gemeinsam haben!

    Ich bin ebenso wie Du Einzelkind, aus denselben Gründen – ins Internat hätte ich mich aber nie getraut – so toll ich Hanni und Nanni ebenfalls fand.

    Chilis und scharfes Essen mag ich auch, sogar Habaneros – aber bei Thai hört bei mir bei drei Schoten der Spaß auf. Und Spaß soll das Essen schon noch machen. Ich habe mir übrigens mal bei der Zubereitung von einem ganzen Schälchen Chilis derartig die Finger am Capsaicin verbrannt, dass ich tagelange Schmerzen hatte – und Mühe, meine Kontaktlinsen aus den Augen zu bekommen, das brannte wie Feuer – obwohl ich mir gründlichst die Hände gewaschen, eingecremt, wieder gewaschen habe.

    Mein erstes Auto war auch weiß (allerdings ein VW Polo und ich habe ihn komplett selbst „erarbeitet“).

    Warum bin ich nicht überrascht, dass Du auch ein Bücher-Vielfraß bist? 😉

    Der Dierke müsste auch noch bei uns rumfliegen …

    Zauberhafte Grüße
    Birgit

    • Liebe Birgit,

      es war mir ein großes Vergnügen, mir dazu Gedanken zu machen und diese in die richtigen Worte zu fassen. Doch auch, die texte der anderen zu lesen. Selten habe ich eine so spannende und bewegende Blogparade erlebt. Danke, dass Du uns diesen Freuraum…ähem…Freiraum gegeben hast.

      Bitte genauso weitermachen 😉

  3. Liebe Bettina,
    das ist ja ein schöner Artikel. Manches kenne ich ja von Dir und vieles war ganz neu. Diese Blogparade finde ich eine wirklich tolle Idee. Gelegentlich verrate ich meine „Geheimnisse“ auch 😉

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