Die Lügen vom Fachkräftemangel

Unternehmen mit Tomaten auf den Augen

Social media sind nützlich. So fiel mir gestern Abend ein Tweet auf, in dem ein Bericht in der ARD zum Fachkräftemangel angekündigt wurde. Wer mich kennt weiß, dass ich dieses Thema kritisch betrachte. Klar also, dass ich den Bericht mit Spannung erwartete. Was dann kam, bestätigte meine „Vor-Urteile“ auf ganzer Linie…

Die Mangel-Lüge

Laut aktueller Auslegung der Arbeitsagentur wird dann von einem Mangel gesprochen, wenn auf 1 offene Stelle „nur“ 3 potentielle Bewerber kommen…

Frage: Ist es also ein echter Mangel, wenn ich in meinem Kühlschrank nur drei Sorten frischer Milch verfügbar habe, wenn ich ein Glas davon trinken möchte?

Die Lüge von den niedrigen Erwartungen

Ein Arbeitgeber, dem eine Personalagentur sechs (6 !!!) passgenaue Bewerber für eine offene Stelle präsentierte meint, er könne vier davon sofort einstellen und einen weitervermitteln. Doch er sei enttäuscht. Weil er NUR aus sechs Bewerbern auswählen konnte. Statt also Kompromisse zu machen und auch Bewerber einzuladen, die vielleicht nicht alle Anforderungen für die zu besetzende Position erfüllen, reichen sechs hochqualifizierte Kandidaten für unsere „satten“ Unternehmen keineswegs mehr aus, um diese zufrieden zu stellen….

Frage: Ist es als ein echter Mangel, wenn ich im Supermarkt „nur“ zwischen sechs Sorten Erdbeerjoghurt wählen kann und keiner davon meiner Anforderung nach 183 ml Inhalt und 47 % Fruchtanteil entspricht?

Die Fakten-Lüge

Hochqualifizierte Absolventen mit Einser-Abschlüssen finden im eigenen Land keinen Job. Obwohl es gerade bei uns doch angeblich so viele unbesetzbare Stellen gibt. Komisch, dass junge Ingenieure mit Bestnoten im Durchschnitt 30 – 40 Bewerbungen schreiben und sechs Monate auf eine Jobzusage warten müssen. Erstaunlich, dass Unternehmen versuchen, wirklich tolle Kandidaten zu Beginn nur als Praktikanten zu beschäftigen, statt ihnen eine Einarbeitungszeit (früher hieß das Trainee-Programm) in einem Vollzeit-Job zu gewähren. Das übrigens – so zeigt der Bericht anhand eine griechischen Arztes – insbesondere bei extrem gut ausgebildeten Menschen aus dem Ausland. Weil die ja angeblich noch so viel dazu lernen müssen, um unseren deutschen Standards zu entsprechen.

Frage: Ist es also ein echter Mangel, wenn ich im Autohaus die Wahl aus 25 Modellen habe – und  mich dann gegen den Neuwagen entscheide, weil der eben noch keine Autobahnerfahrung hat?

Die Stellenprofil-Lüge

Deutsche Unternehmen formulieren Stellenanzeigen absichtlich so, dass sie unbesetzbar sind. Es werden teils abstruse Fähigkeits- und Erfahrungskombinationen gefordert. Damit die Stelle frei bleibt und den Mythos vom Fachkräftemangel befeuert. Das gibt den Unternehmen die Chance, auf bedürftige Zuwanderer aus dem Ausland zurückzugreifen – die den gleichen Job für billigeren Lohn erledigen.

Frage: Ist es also ein Mangel, wenn ich im Bauhaus einen Deltaschleifer (die Schleifscheibe ist bekanntermaßen ein abgerundetes Dreieck…) erwerben möchte, der aber in meinem Fall unbedingt eine runde Schleifscheibe aufweisen soll?

Die Demographie-Lüge

Wir Deutschen werden weniger, die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den nächsten Jahren beständig gen Rentenalter. Doch was ist Fakt? Viele davon sind in den letzten Jahren aufgrund wahlverwöhnter Arbeitgeber, die auf einem überquellenden Markt von Kandidaten wählen konnten und die Sahnehäubchen abschöpften, schon lange nicht mehr durchgängig sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Viele Selbstständige konnten aufgrund der allerorten gefeierten Kostensenkungen kaum überleben – geschweige denn in die Rentenkasse einzahlen. In der Folge bedeutet dies, dass die Diskussion um eine Rente ab 70 eher müßig ist. Denn nur wenige werden wirklich „in Rente“ gehen können. Sondern so lange wie irgend möglich arbeiten müssen. Oder wollen. Denn die nächsten Generationen fühlen sich durchschnittlich 15 Jahre jünger und bleiben damit länger arbeitsfähig. Die Berufserfahrung bleibt uns also noch lange erhalten…

Frage: Ist es also ein Mangel, wenn mich im Reisebüro eine dynamische 70jährige Dame berät, die selbst viele Ziele in ihrem Leben kennengelernt hat? Die ihren Mann verloren hat und froh über eine erfüllende Aufgabe ist, die ihre kleine Rente aufbessert? Die meine Wünsche aufmerksam nachfühlen und so passendere Vorschläge unterbreiten kann, als ein 20jähriger Reiseverkehrskaufmann?

Die Gutmenschen-Lüge

Die Politik gibt vor, Menschen aus den wirtschaftlich gebeutelten Ländern wir Spanien, Griechenland & Co. zu helfen, indem es bei uns Arbeitsplätze für sie gibt. Klar, dass wir dabei nur die bestausgebildetsten ins Land holen sollten. Die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und ordentlich Steuern zahlen. Statt den Menschen, die ins für sie fremde Land kommen und in teils strukturschwachen Regionen die tatsächlichen Vakanzen ausgleichen, erträgliche Lebensbedingungen zu schaffen, vernachlässigen Unternehmen ihre Sorgfaltspflichten und lassen die Menschen „alleine“.

Frage: Ist es also ein Mangel, wenn ich ein Kaninchen kaufe und es alleine in einen Stall setze – und es elendig krepiert, statt den erhofften Nachwuchs zu erzeugen?

Statt dass Firmen engagierte Menschen mit ausländischer Prägung gezielt in das soziale Leben in Deutschland integrieren, pendeln die traurigen Arbeits-Migranten oft depressiv zwischen Wohnung, Arbeit und Einkauf. Denn ein soziales Leben für junge Menschen ist „auf dem Lande“ zumeist Fehlanzeige. Weil die Jungen schnell weg gehen. Und das tun auch die hochqualifizierten, jungen Arbeitsnehmer aus dem quirligen Ausland – Griechen, Spanier & Co kennen von „daheim“ lebendige Innenstädte voller Menschen, Lebenslust und sozialem Austausch. Wer als Arbeitsgeber hier zu kurzsichtig handelt, verliert die motivierten Fachkräfte schneller, als ihm lieb ist. Sie können da viel tun – sprechen Sie doch einfach mal mit mir!

Das Fazit: Wir haben keinen Mangel an Fachkräften. Wir haben einen drastischen Mangel an Respekt und Wertschätzung gegenüber Leistung und Menschen.

Verantwortungsvolle Unternehmer stellen sich der Herausforderung gezielt und zeitnah. Sie sorgen dafür, dass ihr Unternehmen anziehend auf potentielle Kandidaten (und so ganz nebenbei auch auf Kunden…!) wirkt. Indem es für gute Leistung angemessen bezahlt. Indem Menschen mit Wertschätzung für ihr Können und ihr Engagement behandelt und diese fördert. Indem es Menschen wohlüberlegt nach deren Fähigkeiten und Interessen einsetzt und so das Optimum an Motivationspotential schafft – statt ausschließlich die Bedürfnisse des Unternehmens zu betrachten. Indem es Rahmenbedingungen schafft, die das Leben – und damit auch die Arbeit – lebenswert gestalten. Indem es sich als Arbeitgeber als selbstbewusst, engagiert und sozial interessiert präsentiert (Stichwort: Employer Branding).

Nehmen Sie ab sofort Menschen wichtiger. Bewerben Sie sich – um die guten Mitarbeiter. Hier liefert HansGrohe ein nachahmenswertes Beispiel. Vermitteln Sie Menschen ehrliche Anerkennung, Wertschätzung und Menschlichkeit. Geben Sie der Arbeit einen Sinn. Belohnen Sie Leistung und Engagement. Schaffen Sie optimale Voraussetzungen, damit Mensche gerne bei Ihnen arbeiten und in Ihrem Haus auf einem Boden aus gegenseitigem Repekt gedeihen können. So schaffen Sie den Katalysator, damit sich Motivation entwickelt. Und dann…kommt der finanzielle Erfolg von ganz alleine. Denn wertschätzende Unternehmen ziehen ganz automatisch Kunden und Fachkräfte an.

Veröffentlicht von

Ich mache Unternehmen mit der R³Haltung erfolgreicher. Indem ich dafür sorge, dass Mitarbeiter Höchstleistungen bringen können - und wollen. Davon profitieren alle: Kunden, Unternehmen und Mitarbeiter.

12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Schöbitz,
    ich möchte Ihnen für diesen Artikel danken. Sie haben es so gut auf den Punkt gebracht mit Ihrem Artikel, das ich dem nichts mehr hinzufügen kann. Bestätigen kann ich Ihre Ausführungen als 28 jährigen Diplom-Ingenieur für Maschinenbau mit Migrationshintergrund. Von der Grundschule, übers Gymnasium über die Musikschule bis hin zur Uni wurde mir ein schizophrenes Bild von einer Arbeitslandschaft gemalt, das scheinbar nichts mit der Realität zu tun hat. Übrigens bestätigen Ihre Einschätzung nicht nur die arbeitslosen und den Fachkräften sondern auch die glücklicheren dieser Gattung.

    Nochmals vielen lieben Dank für die klaren Worte!

    • Herzlichen Dank für diese emotionale und praxisnahe Rückmeldung – freue mich sehr darüber. Wenngleich der Grund dafür wohl eher sehr betrüblich ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich daran schnell etwas ändert und ich werde tun, was in meiner Macht steht, um meinen Beitrag dazu zu leisten.

  2. …ich möchte noch eine Ergänzung zu meinem Kommentar tätigen, die mir wichtig erscheint und ich beim ersten Kommentar vergessen habe.

    Während der Arbeitssuche nach Ausbildung und befristeter Beschäftigung erlebte ich im Rahmen von persönlichen Kontaktaufnahmen zu Unternehmern folgendes Phänomen. Zunächst erntete ich sehr starkes Interesse, als sich die potentiellen „Arbeitgeber“ aber meine Unterlagen (Zeugnisse etc.) ansahen kam sofort die Ablehnung.

    Die Kernaussage tätigte aber ein sehr ehrlicher Unternehmer mit seinem gut gemeinten Rat: „Du wirst mit deinem Zeugnissen hier nie Arbeit bekommen. Dee sind viel zu gut. Hör auf mich und geh studieren.“

    Ähnliches manifestierte sich auch in den Anstellungen der „Mitschüler“ aus der Berufsschule vom „Handwerk“. Nach der Ausbildung wurden, abgesehen von denen bei denen Papa das Unternehmen hatte, nur die übernommen, deren Leistungen man schlichtweg nur als schlecht bezeichnen konnte. Die Guten durften zum Großteil „gehen“…

  3. Sehr geehrte Frau Schöbitz,

    ich bin durch Zufall auf ihrer Seite gelandet und möchte auch einen Kommentar hinterlassen. …oder besser gesagt eine Schilderung (mein Lebenslauf), welcher Ihre Thesen unterstützt.

    Mir geht es folgendermaßen:
    Nach einem sehr guten technischen Ausbildungsabschluss (IHK) wurde ich zwei Jahre als Helfer verheizt. Natürlich durfte ich Facharbeit verrichten aber zu einem Hungerlohn. Ich „wartete und reparierte“ sehr hochwertige „Geräte“ (zum Teil im mill. Euro Bereich). Zudem hatte ich versucht die Meisterausbildung zu erlangen. Dies wurde von Arbeitgeber („…kümmere dich selber Unterstützung kriegst du nicht…“) und der Vetternwirtschaft vor Ort aktiv verhindert, auch weitere Fortbildungsversuche scheiterten z.B. durch Äußerungen „da bist du zu blöd für“.

    Nach den zwei Jahren befristeter Tätigkeit war ich arbeitslos. Meine Bemühungen um Weiterbildung wurden nun von „anderer Stelle“ aktiv torpediert. Die Bilanz der Arbeitslosigkeit waren z.B. Arbeitsangebote zu 6 Eu/h.

    Auf Grund dieser Erlebnisse habe ich begonnen zu studieren und die geringe Wertschätzung hinter mir zu lassen. Trotz jetziger Arbeitslosigkeit die beste Entscheidung meines Lebens, da ich zu 500% hinter dem Studium stehe und mehr als leidenschaftlich studiert habe. Das Studium habe ich gut abgeschlossen in einem Teilbereich sogar im 1, Bereich. Nach dem Studium habe ich zusätzlich ein Praktikum absolviert.

    Nun ergibt sich folgendes Problem. Ich sitze mit kurzen Unterbrechungen (1/4 Jahr Arbeitstätigkeit) seit ca. 2 1/2 zu Hause. Habe bis jetzt über 160 Bewerbungen geschrieben, zusätzlich eine zertifizierte Weiterbildung im Projektmanagement sehr gut abgeschlossen, nur scheint dies keinen zu interessieren. Die Unterlagen sind überprüft und ok. Ich habe bis zur „jetzigen Arbeitslosigkeit“ keine Arbeitslosenzeiten im Lebenslauf, ich war sogar während des Studium immer qualifiziert arbeiten, bin bei der Ausbildung und dem Studium immer noch auf dem neuesten Stand und besitze hervorragende Fachkenntnisse darüber hinaus, habe beste Arbeitszeugnisse, Sprachzertifikate, besitze technische Spezialkenntnisse, bin auch örtlich flexibel, etc. etc. etc….

    Niemand will mich….

    Was die Sache nicht angenehmer Macht, ist die Tatsache, dass ich bereits scheinbar alles versucht habe… Netzwerke, Unternehmertreffen (hier wurde ich sogar offen beleidigt und ausgelacht), Stellenbörsen, persönliche Vorsprache, alles…

    Es wäre alles nicht so schlimm, wenn ich mich weiter selbstständig qualifizieren könnte, um nicht an dem alltäglichen Irrsinn verrückt zu werden. Ich könnte z.B. sofort mit der Promotion beginnen. ein Prof. würde für die Betreuuung bereit sein..nur leider fehlt das Geld, da ich mir keine Literatur leisten kann und nicht in einer Universitätsstadt wohne….

    Mir wurde schon einmal gesagt meine Unterlagen würden den Lesenden von den Leistungen her „erdrücken“. Ich habe aber immer nur das notwendige in die Bewerbungsunterlagen getan, um dies zu vermeiden. Ich kann nicht mehr heraus nehmen.

    Erschwerend kommt noch hinzu, dass in der einen Berufsorientierung, wo ich „hin will“ aus eigener Erfahrung heraus (…und ich weiß genau was ich will ohne Selbstüberschätzung) in den „KMU“ oft „die Familie“ sitzt (egal ob qualifiziert oder nicht) und spätestens beim „Hallenmeister“ die „gläserne Decke“ beginnt. Ich bin mehr als frustriert, da ich vom Naturell jemand bin der sehr gerne Verantwortung übernimmt und ich quasi eine große Dampflok mit „vollem Druck auf dem Kessel“ bin, die flehend auf das ankuppeln des schweren Güterzuges wartet.

    Natürlich darf ich auf Grund dem Leben in einer Bedarfsgemeinschaft ohne ALG II auskommen und meine Krankenkasse „selber“ zahlen.

  4. Sehr geehrte Frau Schöbitz,

    Haben Sie denn einen Tipp für einen jungen Maschinenbauingenieur, der seit seinem Abschluss im 3-4 Monate Takt von einem Unternehmen zum anderen gereicht wird. Mein Traum war es immer in einem DAX-Unternehmen zu arbeiten, gelandet bin ich bei diversen Zeitarbeitsfirmen, die mich kreuz und quer durch das Land schicken.

    Wenn ich als Quotenausländer bei Porsche oder Audi zum Vorstellungsgespräch eingeladen und mit einem „Sie passen nicht in unser Profil“ wieder nachhause geschickt werde, frage ich mich warum ich überhaupt so ein schweres Fach studiert habe?

    • Sehr geehrter Herr Selcuk,

      zuallererst möchte ich Ihnen für Ihre Rückmeldung danken. Es ist in der Tat ein Trauerspiel, was sich hier in Deutschland derzeit abspielt. Ich vertrete schon lange die Ansicht, dass es den berühmten „Fachkräftemangel“ überhaupt nicht gibt. Sondern dass es an einem Mangel an Wertschätzung der Unternehmen für ihre – potentiellen – Mitarbeiter liegt. Doch das zu wissen, hilft Ihnen natürlich wenig.

      Sie haben mich um einen Tipp gebeten. Gerne gebe ich Ihnen dazu mein Feedback – doch es ist natürlich in Unkenntnis der speziellen Situation kein leichtes Unterfangen. Fakt ist, dass sich wohl die meisten Absolventen bevorzugt zu den DAX-Unternehmen orientieren. Das bedeutet, dass der Wettbewerb dann ungleich höher ausfällt, als bei einer Bewerbung bei anderen Unternehmen. Vielleicht ist es wertvoll für Sie sich einmal Zeit zu nehmen und ganz bewusst aufzulisten, was genau denn das ist, was Sie eben gerade an den DAX-Unternehmen wirklich so anziehend finden. Und dann zu hinterfragen, ob diese Faktoren wirklich NACHHALTIG so reizvoll sind, wie Sie es sich ausmalen. Begründen Sie Ihre Entscheidung im Detail.

      Die wichtige Frage dabei lautet: WAS ist MIR wirklich wichtig? Machen Sie sich frei von den Erwartungen oder Urteilen Anderer – es geht ausschließlich um IHR Leben.

      Im zweiten Schritt priorisieren Sie diese Faktoren – und gehen dann gezielt auf die Suche nach anderen Unternehmen/ Branchen, die die Faktoren erfüllen, die bei Ihnen auf den Plätzen 1 – 5 stehen. Denn das sind Sachen, die für Sie unverzichtbar sind. (So ist ein guter Freund von mir als Maschbauer mit Doktortitel) in der CarCoustic bei einem Mittelständler gelandet). Und dann schreiben Sie Ihre Bewerbungen auch mit einer anderen Überzeugung, weil Sie genau begründen können, was Sie dort anzieht. Stellen Sie sich in die Schuhe der Arbeitgeber: Was möchten die spüren und wissen? Herzblut, Engagement, Zuverlässigkeit, Kreativität – um nur einige Punkte zu nennen.

      Schreiben Sie sich in Schritt 3 auf, wo Sie genau in fünf Jahren berufklich und privat sein wollen. Wie sieht Ihr idealer Tag aus? Beschreiben Sie diesen ganz genau. Und dann merken Sie schnell – aus der Rückwärtsbetrachtung heraus – was Sie heute tun müssen, um diesen Tag zu erreichen. Ihr Ziel ist klar, der Weg dorthin wird sichtbar und Sie kommen in die Lage, Ihre aktuelle Situation als „Zwischenstation“ zu bewerten und die Wechselei weniger als Belastung zu empfinden. Kommunizieren Sie klar und selbstbewusst.

      Warum Sie MaschBau studiert haben? Na, ich hoffe doch aus Leidenschaft fürs Thema und nicht nur wegen der guten Chancen auf hohen Verdienst oder tolles Ansehen.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen klaren Kopf. Und das mit dem „Quotenausländer“ schlagen Sie sich bitte aus dem Kopf. Den meisten Unternehmen geht es sachlich um Leistung und persönlich um Zuverlässigkeit und Werte. Wenn Sie dann noch fliessend Deutsch sprechen, sollte der Migrationshintergrund kaum eine Rolle spielen. Sie teilen Ihr Schicksal mit vielen anderen. Und auch mit vielen Frauen 😉

      Mit herzlichem Gruß
      Bettina Schöbitz

  5. Wo haben wir Facharbeitermangel ? Man will unsere vorhandenen Ingeniure nur nicht ausreichend bezahlen!

    Im TV-Bericht auf ARD 2013 kam, dass man genug deutsche arbeitslose Ingenieure bei uns hat , obwohl die Arbeitslosenverbände,Politiker ohne zu erröten , vermeintlich  Ingenieure aus dem Ausland anlocken .

    Damit die zuversichtlichen, dann enttäuschten  spanischen Igenieure, Ärzte unsere Altenpflege unterbezahlt verrichten,die Deutsche nicht zu dem Lohn machen.

    Bei Glück bekommt der griechische Arzt einen Assistenzarzt-Job, der auch nicht so hoch bezahlt werden muss,wie ’nem Arzt.

    Schämen muss sich unser Bundestag und das Volk vor der ganzen Welt !

    Ausländer abzocken, weil ein Deutscher gerec hterweise lieber Hartz IV bezieht,als sich auch mit Mindestlohn  so abzocken zu lassen!

    Unser Geburtenrückgang? 

    Weil die Politiker keine Jobs unterstützen, die das Klima schonen würden.

    >

    …weil die Politik die Bauern und sonstige sinnlos Unternehmen subventioniert , die Unterhaltungsbranche nicht verbietet oder einschränkt.

    Keiner braucht krumme TV-Screens oder stets neue Handys! Unnötiger Müll entsteht dadurch! 

    Niemand muss nur zum Spaß 10 Mal im Jahr in den Urlaub fliegen!

    Darum muss das Fliegen eingeschränkt werden !

    ….weil der Emissionshandel untern Tisch gekehrt ist, weil die Allforschung und das Schmarotzertum der Royals auch noch von unseren Kindes-Kindersteuern bezahlt wird!

    Royals sind die größten Sozialschmarotzer und das ( schrumpfende )  Ozonloch wird zudem von besser von Meteorolgen gemessen-Allforschung wird dann unnötig!

    Warum QUACKSALBER , wie  nicht staatlich geprûfte Heilpraktiker, Chiropraktiker , wenn man staatlich anerkannte  Physiotherapeuten hat?

     

    Bei Falschdiagnosen sind diese Quacksalber straffrei , da ohne Versicherung. 

    Warum zum Mars, wenn der Mond auch schon out ist?

    Allforschung/Ingenieure braucht keiner , weil auch Seismographie von einem Palmiri ( ? ) erfunden wurde vor 200 Jahren.

    -ohne Allforschung.

    Dann deutschtes GPS??? Warum,wir nutzen doch das der USA.!?

    ESA baut Mist , shuttles, alles ging kaputt 2014 /15 und davor laberte ESA , NASA usw.zudem  15 Jahre lang vom angeblich schrumpfenden Ozonloch . 

    Dieses blieb aber in der Größe unverändert oder schrumpfte sogar . Das entdeckten endlich Meteorolgen.

    Medizinische Vorteile durch Raumfahrt? MRT?Warum ein MRT , wenn bei weiterer Unklarheit doch die Röhre mehr preisgibt !

    Teflonpfanne zekratzt beim Umrühren & setzt  giftige Stoffe frei, so dieser Mist auch der Raumfahrt entsprang.

    Besser keine Kinder mehr in das kaputte Klima setzen mit ferner wenig gut bezahlten Jobs,die zudem zuviel Müll produzieren wie die z.B. Unterhaltungselektronik.

    >

    Arbeitsplätze durch Sinnlosprodktion,wie krumme Screens?

    Allforschung,Braunkohle ,Minister abschaffen ,50% Landwirtschaftseinsparung , Unterhaltungsindustrie auf Eis .

    Und dafür aber ein lebenswichtiges Klima haben .Da wiegen doch weniger Luxus & 20%mehr Arbeitslose nichts.

    >

    Minister abschaffen und denen Hartz 4 geben, spart Steuern , welches den Arbeitslosen gilt , weil klimaschädigende Jobs wegfallen.

    Luxus , wettbewerbewerbsfähige Wirtschaft und mit den großen Hunden pinkeln?! wollen ?

    Der durch Bauern saure , ausgelaugte Boden mindert Nahrungsanbau für unsere Kinder.

    …oder Steuervergeudung durch sinnlosen Bauten, wie Berliner Flughäfen, oder Brücken ,leere Bauten. Auch wäre dann genug Geld für die oben genannten eingesparten Minister-Bezüge da und somit Gelder für ca. 20% mehr Arbeitslose durch Abschaffung der Sinnlosproduktionen in der Unterhaltung z. B.Facharbeitermangel  haben wir nicht , sondern einen reizüberfluteten Arbeitsmarkt .Wo haben wir Facharbeitermangel ? Man will unsere vorhandenen Ingeniure nur nicht ausreichend bezahlen!

    Im TV-Bericht auf ARD 2013 kam, dass man genug deutsche arbeitslose Ingenieure bei uns hat , obwohl die Arbeitslosenverbände,Politiker ohne zu erröten , vermeintlich  Ingenieure aus dem Ausland anlocken .

    Damit die zuversichtlichen, dann enttäuschten  spanischen Igenieure, Ärzte unsere Altenpflege unterbezahlt verrichten,die Deutsche nicht zu dem Lohn machen.

    Bei Glück bekommt der griechische Arzt einen Assistenzarzt-Job, der auch nicht so hoch bezahlt werden muss,wie ’nem Arzt.

    Schämen muss sich unser Bundestag und das Volk vor der ganzen Welt !

    Ausländer abzocken, weil ein Deutscher gerec hterweise lieber Hartz IV bezieht,als sich auch mit Mindestlohn  so abzocken zu lassen!

    Unser Geburtenrückgang? 

    Weil die Politiker keine Jobs unterstützen, die das Klima schonen würden.

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    …weil die Politik die Bauern und sonstige sinnlos Unternehmen subventioniert , die Unterhaltungsbranche nicht verbietet oder einschränkt.

    Keiner braucht krumme TV-Screens oder stets neue Handys! Unnötiger Müll entsteht dadurch! 

    Niemand muss nur zum Spaß 10 Mal im Jahr in den Urlaub fliegen!

    Darum muss das Fliegen eingeschränkt werden !

    ….weil der Emissionshandel untern Tisch gekehrt ist, weil die Allforschung und das Schmarotzertum der Royals auch noch von unseren Kindes-Kindersteuern bezahlt wird!

    Royals sind die größten Sozialschmarotzer und das ( schrumpfende )  Ozonloch wird zudem von besser von Meteorolgen gemessen-Allforschung wird dann unnötig!

    Warum QUACKSALBER , wie  nicht staatlich geprûfte Heilpraktiker, Chiropraktiker , wenn man staatlich anerkannte  Physiotherapeuten hat?

     

    Bei Falschdiagnosen sind diese Quacksalber straffrei , da ohne Versicherung. 

    Warum zum Mars, wenn der Mond auch schon out ist?

    Allforschung/Ingenieure braucht keiner , weil auch Seismographie von einem Palmiri ( ? ) erfunden wurde vor 200 Jahren.

    -ohne Allforschung.

    Dann deutschtes GPS??? Warum,wir nutzen doch das der USA.!?

    ESA baut Mist , shuttles, alles ging kaputt 2014 /15 und davor laberte ESA , NASA usw.zudem  15 Jahre lang vom angeblich schrumpfenden Ozonloch . 

    Dieses blieb aber in der Größe unverändert oder schrumpfte sogar . Das entdeckten endlich Meteorolgen.

    Medizinische Vorteile durch Raumfahrt? MRT?Warum ein MRT , wenn bei weiterer Unklarheit doch die Röhre mehr preisgibt !

    Teflonpfanne zekratzt beim Umrühren & setzt  giftige Stoffe frei, so dieser Mist auch der Raumfahrt entsprang.

    Besser keine Kinder mehr in das kaputte Klima setzen mit ferner wenig gut bezahlten Jobs,die zudem zuviel Müll produzieren wie die z.B. Unterhaltungselektronik.

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    Arbeitsplätze durch Sinnlosprodktion,wie krumme Screens?

    Allforschung,Braunkohle ,Minister abschaffen ,50% Landwirtschaftseinsparung , Unterhaltungsindustrie auf Eis .

    Und dafür aber ein lebenswichtiges Klima haben .Da wiegen doch weniger Luxus & 20%mehr Arbeitslose nichts.

    >

    Minister abschaffen und denen Hartz 4 geben, spart Steuern , welches den Arbeitslosen gilt , weil klimaschädigende Jobs wegfallen.

    Luxus , wettbewerbewerbsfähige Wirtschaft und mit den großen Hunden pinkeln?! wollen ?

    Der durch Bauern saure , ausgelaugte Boden mindert Nahrungsanbau für unsere Kinder.

    …oder Steuervergeudung durch sinnlosen Bauten, wie Berliner Flughäfen, oder Brücken ,leere Bauten. Auch wäre dann genug Geld für die oben genannten eingesparten Minister-Bezüge da und somit Gelder für ca. 20% mehr Arbeitslose durch Abschaffung der Sinnlosproduktionen in der Unterhaltung z. B.Facharbeitermangel  haben wir nicht , sondern einen reizüberfluteten Arbeitsmarkt !

    • Ich vertrete schon lange die Ansicht, dass es einen Fachkräftemangel bei uns in keiner Weise gibt. Vielleicht in ganz, ganz wenigen und sehr spezifischen Einzelfällen – doch keinesfalls generell. Und ich stimme gerne zu, dass das alles mit einem Mangel an Respekt und Wertschätzung zu tun hat.

  6. Pingback: ARD-Sendung Märchen vom Fachkräftemangel: Die Resonanz der Zuschauer | B E R U F E B I L D E R

  7. Wow! Ein super Artikel, der auch meine Erfahrungen bestätigt… Klasse geschrieben…

    Mehr davon!

    Herzlichen Gruß
    Angela Kosa

  8. Liebe Bettina,
    ich habe diese Reportage gestern eher durch Zufall entdeckt und musste sofort an Dich und Deine Argumentation „es gibt keinen Mangel an Fachkräften, es gibt einen Mangel an Respekt vor der geleisteten Arbeit und dem Menschen“ denken.
    Schöner kann man es auch kaum auf den Punkt bringen, es wurden im Film ja genug Beispiele genannt, wo es an Respekt und Wertschätzung mangelt.
    Mich hat das Bild, was von Deutschland gezeichnet wurde, erschreckt – doch es ist nicht unglaubwürdig, sondern im Gegensatz sogar sehr sehr glaubwürdig.
    Besonders gefreut hat mich das Beispiel des Unternehmers „Hans Grohe“, der sich bei den Bewerbern „bewirbt“, indem er sich interessant und attraktiv macht für zukünftige Arbeitnehmer. Wahrscheinlich hat er Deinen Artikel in unserer Serie Kurswechsel gelesen 🙂
    http://www.business-netz.com/Unternehmensfuehrung/Hart-am-Wind-Im-Rennen-um-die-besten-Fachkraefte

    Erschreckend, wie ausländische gut ausgebildete Ärzte mit Berufserfahrung bei uns eingestuft werden – aber auch das ist nicht überraschend…

    Ach es gäbe so viel dazu zu schreiben…
    das hast Du in Deinem Artikel oben wunderbar gemacht.
    In der Hoffnung, dass sich viele Unternehmen besinnen,
    ganz liebe Grüße
    Ulla

    • Liebe Ulla,

      schön, dass das Thema jetzt in den Köpfen der Menschen präsenter wird. Und ja, auch mich – die ich mich schon länger damit beschäftige – hat es erschreckt, wie skrupellos manche Unternehmen, Verbände und Politiker da offensichtlich vorgehen. Doch es stärkt mein Bild davon, dass es genau zwei Sorten Unternehmen gibt: Die, die Menschen zu Höchstleistungen motivieren, sich für sie interssieren und so „magisch“ zum Erfolg gelangen. Und die, denen es nur ums Geld geht. Für die Menschen ein Kostenfaktor sind und deren Befinden als störend empfunden wird. Die ihre Gewinne nur mitelles weiterer, harter Kostensenkungen realisieren können.

      Mein Weg ist es, die Unternehmen erster Art zu stärken und zu unterstützen. Und denen zweiter Art den Spiegel des Respekts vorzuhalten – und sie damit zum Umdenken zu bewegen. Oder mich, ganz menschlich, an deren verschwinden vom Markt zu freuen, wenn es so weit ist. Denn wer sich gegen Entwicklungen sperrt, bleibt eben stehen…

      Liebe Grüße – Du ziehst mit mir am selben Strang und strahlst einen hohen Grad der Wertschätzung aus. Danke.
      Bettina

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