Leichtigkeit mit Respekt

Fliegender Schmetterling

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Doch ist es wirklich so? Ist der Text, den ich einfach mal so runterschreibe – also mit Leichtigkeit – anders zu bewerten als ein Text, an dem ich tagelang mühevoll immer wieder herumfeile? Hat das Ergebnis einen anderen „Wert“, wenn ich mehr Aufwand dafür betreiben muss? Meine Antwort dazu – mit Blick auf das Berufsleben – gebe ich im Rahmen der Blogparade der „Mutmacherin“ Ulrike Bergmann.

Das Gewicht der Leichtigkeit

Gold und Diamanten werden nach Gewicht bezahlt. Wer was zu sagen hat, dessen Meinung hat Gewicht. Dem Boxer im Schwergewicht trauen wir mehr Schlagkraft zu, als dem Fliegengewicht. Klingt ganz danach, als ob „leichte“ Dinge weniger Wert wären. Dabei hat Leichtigkeit auch ein Gewicht – es zeigt sich nur anders. Wenn wir das berühmte Kilo Blei mit dem Kilo Federn vergleichen, wird schnell erkennbar: Die leichten Federn haben ein deutlich größeres Volumen, als das schwere Blei. Wo das Blei unsere Kraft fordert, um von A nach B getragen zu werden, so brauchen wir für die Federn Kreativität und Geschicklichkeit, um sie zu transportieren – pure Kraft würde uns da gar nichts bringen. Es genügt also im unternehmerischen Alltag nicht, etwas mit aller Kraft zu „wollen“…

Respekt als Hebel für mehr Leichtigkeit

Wir selbst entscheiden, wie leicht oder schwer wir etwas nehmen. Wir legen fest, wieviel Gewicht Menschen, Aufgaben oder Dinge in unserem Leben bekommen. Klar ist nicht immer alles einfach, doch wir müssen es uns keinesfalls künstlich erschweren. Unsere innere Einstellung hat viel damit zu tun, wie wir durchs Leben gehen – denn unsere Glaubenssätze bilden die Basis für unsere persönliche „Leichtigkeit“. Sie kennen das bestimmt auch: In der Schule mussten Sie für ein spezielles Fach – bei mir war es Latein – ordentlich pauken, was einem Klassenkameraden mit Leichtigkeit zufiel. Und genau da setzt die Leischtigkeit an: Bei der Wertschätzung für unsere Fähigkeiten. Beim Respekt vor dem Ich und dem Gegenüber.

Wertschätzung schafft Leichtigkeit

Wer sich und andere mit echtem Interesse und Respekt betrachtet, der ist offener für andere Meinungen und Sichtweisen. Er verhält sich in Diskussionen toleranter und schätzt die Kompetenzen von Kollegen oder Führungskräfte mehr wert. Denn jedem von uns fallen andere Fähigkeiten zu- ohne, dass wir dafür kämpfen müssen.

Ein Chef, der wertschätzend hinschaut, welche Besonderheiten seine Mitarbeiter einzubringen in der Lage sind, wird diese eher erfolgreich führen. Eben weil er ihre Individualität berücksichtigt. Und vor allem, weil seine Mitarbeiter nach Möglichkeit genau die Dinge tun dürfen, die ihnen leicht fallen. Wer anderen Menschen seine Wertschätzung entgegen bringt, der erfährt auch selbst mehr davon. Denn Respekt und Wertschätzung leben von der Vorbild-Funktion.

Ein Kunde von mir hat ein großes Restaurant. In seiner Küche herrscht ein ganz anderer Umgangston, als in anderen gastronomischen Betrieben: Bei ihm wird nur in absoluten Ausnahmefällen gebrüllt – wenn wirklich Not am Mann ist. In seiner Küche sagen Küchen- und Servicepersonal zueinander mit einem Lächeln „Bitte“ und „Danke“. Weil jeder den „Wert“ der Kollegen für das Gesamtprojekt kennt und schätzt. Und weil mein Kunde Respekt selbst aktiv vorlebt. Bei ihm im Laden werden Überstunden so abgefeiert, dass die Mitarbeiter echte Freizeit davon haben. Zweimal im Jahr macht er mit seinem Team einen kulinarischen Ausflug – damit alle Neuland entdecken und das gemeinsame Erlebnis das Team stärkt. Und er bekommt einen üppigen Blumenstrauß zum Geburtstag – von seinem Team.

Sich Zeit nehmen

Um für sich ein Plus an Leichtigkeit zu schaffen, sind einige Überlegungen zielführend:
– Wo kann ich meinen Alltag entschlacken? Ich empfehle dafür das Anlegen einer persönlichen  To-Leave-Liste
– Welche (Lebens-)Ziele sind mir wichtig? Was möchte ich noch schaffen und erleben?
– Welche Dinge kann ich selbst richtig gut und tue sie von Herzen gerne? Was sollte ich künftig besser an andere delegieren, die genau das gerne und gut erledigen?
– Was sind die Stärken meiner Mitarbeiter und Kollegen? Wie kann ich sie so einsetzen oder nutzen, dass sie möglichst viel im Alltag besonders gerne und gut tun?
– Wie achtsam gehe ich durch den Tag? Wo kann ich an meinem Respekt für Lebewesen und meiner Wertschätzung für Leistung und Erlebnisse arbeiten?

Multitasking adé…

Sie selbst geben den Startschuss für mehr Leichtigkeit in Ihrem Leben – indem Sie Ihre Sichtweisen auf Lebensfacetten hinterfragen. Sie schaffen mehr Raum für die wichtigen Dinge, indem Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Sie erleben mehr Zufriedenheit und Leichtigkeit, indem Sie das, was sie jetzt gerade tun, mit vollem Herzen machen – statt im Kopf schon wieder drei Schritte weiter zu sein.

Ihr Kunde, Kollege oder  Mitarbeiter merken sofort, ob Sie wirklich „bei Ihnen“ sind oder ob Ihr Kopf auf Abwegen ist. Wer sich an Multitasking versucht stellt schnell fest, dass er in der Summe mehr Zeit braucht, als wenn er die verschiedenen Aufgaben konzentriert nacheinander abarbeitet. Dinge „ganz“ zu tun schafft innere Ruhe. Die wiederum sorgt für einen höheren Grad an Zufriedenheit. Weil die Aufgaben leichter werden, wenn wir uns die Zeit für die Konzentration „gönnen“.

Während mir das Texteschreiben leicht fällt, ist  das für manchen anderen Unternehmer schwere Arbeit. Umgekehrt erledigt der eine oder andere Unternehmer seine Steuerunterlagen mit leichter Hand – und hat dafür meine volle Bewunderung. Das, was uns leicht fällt, hat massives Gewicht – aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. 

Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihrem Alltag durch bewussten Respekt und aktive Wertschätzung mehr Leichtigkeit zu verschaffen. Schon mit einem launigen 60-Minuten-Vortrag bringe ich in Ihren Köpfen Dinge in Bewegung und verändere Perspektiven. Damit Sie das tun, was Ihnen wirklich liegt – und damit die richtigen Menschen und Erfolge anziehen. Sprechen Sie mich gerne an….

Mentorin für bemerkenswerten Auftritte mit Mikrofon, Marker und Deinem individuellen #WOW-Faktor.

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