Wie eine Weihnachtskugel mich zum Zeichnen brachte…

Die Geschichte startet im Dezember 2012. Nein, es war definitiv nicht die schönste Zeit in meinem Leben. Beruflich lief es mies und auch privat hatte ich eine Menge Hürden zu bewältigen - doch das gehört alles jetzt nicht hierher. Doch eines solltest Du wissen: Ich habe Depressionen. Die damals erstmal so richtig heftig zu Tage kamen. Es ging auf das Fest der Liebe zu - so beschreiben die Romantiker unter uns das Weihnachtsfest - und Bettina war ... richtig schlecht drauf. Doch eine Weihnachtskugel brachte die entscheidende Wende!

Depressionen malen schwarz

Und so saß ich, häufig verzweifelt, in meinem kleinen Büro. Ich kämpfte mich Tag für Tag durch mein mir immer sinnloser erscheinendes Leben. Der "Schwarze Hund" - so nennen viele Depressive ihre Krankheit - hatte mich fest im Griff.

Beruflich war ich zu der Zeit als Respektspezialistin aktiv. Ich wurde ständig von reizenden Mitmenschen darauf zurückgeworfen, dass ich mich gefälligst in jeder Lebenslage respektvoll zu benehmen hätte. Du kannst Dir vorstellen, dass das ziemlich anstrengend sein kann.

Schon damals war ich im Netz ziemlich aktiv - und tummelte mich prokrastinativ (liebe Textschaffende: Ich weiß, dass es dieses Wort nicht gibt! ;-)) gerne auf Twitter und Facebook. Dort begegnete mir eines Tages diese Überschrift:

Weihnachten zeichnen in 24 Lektionen

Eine mir damals noch unbekannte Sandra Dirks bot einen Vorläufer der heutigen Online-Kurse an. 24 Tage mit 24 weihnachtlichen Zeichnungen. Präsentiert in kleinen Videos, die sie damals wohl noch mehr oder minder von Hand verschickt hat. Für die Teilnehmer kostenfrei. Sandra schien mir wirklich sympathisch und sie war ... lustig. Im absolut positiven Sinn. 

Tu Dir selbst was Gutes...

...genau das war mein erster Gedanke. Und schon ... hatte ich mich angemeldet. Ich bekam gleich das erste Video mit der Anleitung. Zuerst bewaffnete ich mich mit einem der längst halbleeren Marker aus unserem Moderatorenkoffer. Leere FlipChart-Blocks fürs Businesszeichnen hingen eh an meiner Türe und so legte ich los. 

Ganz ehrlich: Viel gedacht habe ich mir in dem Moment echt nicht.

Ich erinnere mich noch wie heute, wie ich an der Tür-Innenseite stand. Wenig Licht fiel auf das Chart, es war ein richtig grauer Tag. 

Und dann zeichnete ich, das Smartphone in der einen, den Marker in der anderen Hand, meine erste Weihnachtskugel. Das erste Motiv. Zuerst den kleinen Kasten, der die Aufhängung darstellt. Dann den Halbkreis darüber, an dem der Faden durchgezogen wird. Anschließend einen ziemlich unvollkommenen ersten großen "Kreis" (zumindest sollte es einer sein...) untendrunter. Zuletzt noch die Fläche, wo das Licht auf die Kugel fällt und diese glänzend wirken lässt. Und ... fertig. 

Bunte Weihnachtskugeln!

Wow - das klappte ja schon mal ganz gut. Also habe  ein bis zwei Stunden mehrere FlipChartblätter beweihnachtskugelt. Und dann auch mit verfügbaren "bunten" Markern ausgemalt. Wer einen Moderatorenkoffer im Originalzustand besitzt weiß: die Farben sind schwarz, blau, rot und grün ... also sehr originell.

Ups - ich habe die Weihnachtskugeln zunächst ausgemalt. Kannte ich ja aus Kindertagen: Schwarze Kontur = Ausmalbuch. Doch da wurde ich von Sandra gleich eines Besseren belehrt: Niemals ganz ausmalen - das kostet zu viel Zeit und Material. Farbe andeuten genügt, dann ergänzt unser Gehirn den Rest. Sehr cool! 

Bettina am FlipChart

Ein unbekanntes Gefühl: Vorfreude

Wo ich zu Beginn noch mäßig begeistert von den eigenen Ergebnissen war, wuchs Tag für Tag mein Selbstvertrauen. Vor allem, nachdem ich nach gut einer Woche die Neuland-Marker mit der Pinselspitze und den Outliner (keine Werbung, pure Überzeugung!) bekam,die Sandra im Video empfohlen hatte.

Nach wenigen Tagen bemerkte ich plötzlich, dass ich begann, mein Smartphone zu hypnotisieren - auf dass Sandra ENDLICH das nächste Video ins Netz stellen würde. Weil ich ein vorfreudiges Ziehen im Bauch bemerkte. Ich spürte sowas ungewohntes wie eine leise Fröhlichkeit, wenn es ums Zeichnen ging... 

Der Marker als Medikament

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass dieser Kurs eine der besten Einscheidungen meines Lebens war. Denn er hat mir den Spaß, die Lebensfreude und den Mut zurückgebracht. Der Marker war mein bestes Medikament  gegen die überbordende Traurigkeit. Er hat besser gewirkt, als es Psychopharamka hätten tun können. Und er war Grundlage für meine heutige Business-Ausrichtung. Die Arbeit mit Mikro und Marker ist ganz genau mein Ding: 

Ich darf Menschen glücklich machen, wenn sie selber entdecken, dass sie eben doch gut genug zeichnen können. #IMPERFEKTIONrockt

Ich darf "Zeug" einkaufen und testen und das Finanzamt muss es mit bezahlen - weil das ja alles für mein Business ist. ​#Gnihi

Ich darf durch die Gegend reisen und vor Menschen stehen und einfach "ich" sein - und dafür geschätzt werden. #Anerkennung

Ja, meine Profession macht mich sehr glücklich. Ich bin unfassbar dankbar, dass das Leben mir Sandra in die Timeline gespült hat. Wir sind inzwischen eng im Kontakt und sie hat mir irgendwann auch die Erlaubnis gegeben, dass ich Workshops geben darf - denn ich wollte ihr keine Konkurrenz machen und habe ihr nur irgendwann erzählt, dass ich nach Angeboten gefragt würde. Ihre Reaktion lautete spontan: "Mach´ doch!"

Zeichnen - kann Leben retten!

Genau DAS habe ich gemacht. Es hat mein Leben verändert. Für den Startimpuls, den Weihnachtsvisual-Videokurs und Dein Sein bin ich Dir, liebe Sandra, unendlich dankbar. Ja, das Zeichnen hat mich zurück ins Leben geholt. 

Heute gebe ich professionelle Workshops rund ums Business-Zeichnen - von einfachen Visuals über Sketchnotes, FlipCharts bis hin zum Graphic Recording. Ich zeichne zudem im Kundenauftrag und habe 2020 mein erstes Buch beendet, welches im April erscheint.



Mentorin für bemerkenswerten Auftritte mit Mikrofon, Marker und Deinem individuellen #WOW-Faktor.

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