Warum Zeichnen am Flipchart rockt – 20 Gründe




Du denkst, das Flipchart sei im Umfeld der Digitalisierung schlichtweg ein Relikt aus alten Zeiten? Echt? Dann ... irrst Du. Denn das Zeichnen am Flipchart rockt! Und zwar gewaltig. Sobald es um begeisternde Präsentation und Lernformate geht, die wirklich hängen bleiben (!!!), ist das Flipchart schlichtweg unschlagbar. In diesem Blogpost erfährst Du, warum Du gerade jetzt und gerade im Business mit dem  Flipchart rockst! Gleich 20 gute Gründe dafür habe ich zusammengetragen.

Sei neugierig und lass Dich überzeugen, dass ein Versuch für Dich lohnt ... 

Eines vorweg: Auch DU kannst ganz sicher gut genug zeichnen, um am Flipchart zu arbeiten. Du bekommst jetzt und hier von mir die Erlaubnis, Deine Flipcharts getreu meinem Motto #IMPERFEKTIONrockt zu gestalten. Es muss nämlich gar nix perfekt sein - dafür aber sympathisch, nahbar und menschlich. Und vor allem: zielführend und wirkungsvoll.

Warum das Zeichnen am Flipchart rockt?
Für Dich hier 20 Gründe für mehr Praxiseinsatz

1 | Sprachübergreifend

Du kommst in ein fremdes Land und kannst weder die Sprache, noch die Schrift lesen. Wie kannst Du kommunizieren?

Das geht am einfachsten über Bilder. Piktogramme, Icons, Visuals machen schnelle Kommunikation über wesentliche Themen möglich.

Ein gutes Beispiel: ZeichnerbauenBrücken


2 | Indivisuell

Das mit dem Zeichnen ist wie mit der eigenenHandschrift - jeder hat seinen eigenen Stil.

Das gilt auch fürs Zeichnen. Denn auch hier wirst Du Deine indivisuelle (kein Druckfehler, sondern meine Wortkreation) "Handschrift" entwickeln.

So schaffst Du Wiedererkennung (das macht echt stolz) und stärkst Deine persönliche Marke.


3 | Spontan

Ein Beispiel: Im Meeting reden Menschen über Bäume. Dabei hat jeder von ihnen einen ganz anderen Baum im Kopf. Nadel- oder Laubbaum? Sommer oder Herbst? Groß oder klein?

Cool, wenn Du da spontan zum Marker greifen und den "gemeinsamen" Baum im Rahmen der Diskussion gut erkennbar visualisieren kannst. 

Denn dann - reden alle ab sofort über dasselbe.


4 | Imperfekt

Du alleine baust Dir den Druck auf, perfekt sein zu "müssen". Dabei ist genau diese Perfektion beim Visualisieren am Flipchart fehl am Platz. Weil sie Dich hemmt und ausbremst. Dieses Visual oben ist übrigens ein Original von mir ... und alles andere, als perfekt.

Perfektion wirkt gerne distanziert und unerreichbar. Du willst jedoch Vertrauen und Nähe aufbauen. Sei imperfekt am Flipchart - das rockt.


5 | Multisensorisch

Am Flipchart zu zeichnen bedient zeitgleich bis zu vier von fünf Sinneskanälen der Teilnehmenden. Es gibt etwas zu sehen (Flipchart + Zeichnungen), zu hören (die Worte des Redenden, das Markerquietschen), zu fühlen (Papier + Marker), zu riechen (je nach Marker-Marke oder Sitznachbar sogar recht heftig...). Je mehr Sinneskanäle wir ansprechen, desto besser funktioniert das Lernen.

Das unterstützt die MerkWÜRDIGKEIT massiv und verankert Deine wertvollen Inhalte deutlich stärker in den Köpfen der Teilnehmenden.


6 | Druckbar

Scheust Du die Nutzung des Flipcharts, weil es Dir zu aufwändig ist, immer alles neu zeichnen zu müssen? Na - da kommt Dir die Digitalisierung jetzt mal richtig entgegen. Denn Du kannst künftig Flipcharts auch digital gestalten - und längst gibt es Anbieter, die Dir fertige analoge oder digitale Flipcharts nachdrucken und einfach zusenden. Du kannst Dich entspannt zurücklehnen.

Ein einmal toll gelungenes Chart lässt Du jetzt einfach beispielsweise hier preisgünstig nachdrucken: Trainersupply


7 | Aufmerksamkeitsfänger

Klar kannst Du einfach nur vor Publikum reden. Doch viel interessanter wird es für Deine Teilnehmenden, wenn Du ihnen währenddessen auch etwas zeigst. So kannst Du beispielsweise auf vorgefertigten Flipcharts Informationen hinzuschreiben, Karten draufkleben, Stücke wegreißen oder magnetisch am Ständer befestigen ....

Das Auge folgt der Bewegung - und die kannst Du mit dem Flipchart sehr zielgerichtet lenken...


8 | Transportabel

Ich benutze ein leichtes und dennoch recht robustes Flipchart - denn damit kann ich jederzeit im gleichen Raum umziehen. Oder den Raum schnell mal wechseln. Oder auch eben kurz mal raus ins Grüne gehen. So bewegen sich alle.

Oft erfrische ich meine Workshops mit einem Ortswechsel - auf die Terrasse, in den Garten oder auf den Sportplatz. Das braucht nur wenige Minuten und begeistert die Teilnehmenden.


Bettina beim Vortrag

9 | Inhalt plus Person

Ob Mitarbeiter vor dem Team oder Unternehmerin auf einer Messe - Du willst als Person für Deine Themen wahrgenommen werden. Daher ist wichtig, dass Deine Themen immer wieder gut sichtbar mit Deiner Person verknüpft werden.

Das schafft das Flipchart. Denn es lenkt weit weniger von Dir ab, als die großformatige Beamer-Präsentation. Du kannst mit Deiner Persönlichkeit sichtbar sein, Dich frei bewegen und stehst NIE im Licht vor der Leinwand.


10 | Interaktiv

Wenn es um gemeinsame Ergebnisse geht, kannst Du schnell mehrere Personen um ein Flipchart versammeln. Ihr könnt so gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Jeder kann mit einem Marker seine Bilder zeichnen, seine Kommentare zufügen oder auch gemeinsam brainstormen.

So stehen am Ende alle Beteiligten "bewegt" (auch körperlich) und diskutieren - viel intensiver und aussagekräftiger, als sie es aus einer passiven Sitzposition heraus täten.


Scheinberg

11 | Kostengünstig

Mein allererstes Flipchart kostete 2002 ganze 45 Euro. Es ist ein einfaches Dreibein-Flipchart mit Schaumrückwand, Alurahmen und einschiebbaren Füßen. Leicht und robust.

Es begleitet mich noch heute zu allen meinen Visualisierungs-Workshops oder steht bei meinen Wohnzimmerworkshops mit im Raum.

Ich kaufe Papiernachschub. Dafür zahle ich gerne etwas mehr, weil es einfach besser ist:
Neuland


12 | Emotional

Selbst nüchterne Gegenstände werden mit kleinen Zeichnungen direkt ein wenig emotionaler - oder sieht meine kleine Webcam mit den Augen nicht viel netter aus?

Nutze die Kraft der Visualisierung also wo immer Du sie brauchst. Du kannst damit unangenehme Themen deutlich verträglicher präsentieren, als mit einer gruseligen Excel-Tabelle.

Glaube mir, die Mühe lohnt sich, Deine Teilnehmenden emotional einzubinden.


13 | Nahbar

Wer sich traut, herrlich imperfekte Gebrauchsgrafik aufs Flipchartpapier zu zaubern, ist für viele Menschen ein echter Held - weil ihnen selbst der Mut dazu fehlt. Sie bringen Dir Bewunderung entgegen.

Du kannst also nur gewinnen, wenn Du auf diese Art den Kontakt zu Deinem Publikum aufnimmt und Dich - mit Deiner "Kunst" - verletzlich und damit nahbar zeigst.


14 | Kulturübergreifend

Visualisierungen sind in nahezu allen Kulturen ähnlich oder sogar gleich: Ob das internationale Zeichen für Information, den Zugang zum Flugzeug, der Rolltreppe oder das Symbol für Essen oder die Uhr.

Klar gibt es dabei auch Variationen, doch selbst diese werden meist ohne weitere Erklärung verstanden. Nur bei Emojis gibt es in allen Kulturen Missverständnisse.


15 | Farbwahl möglich

Das Flipchart macht es Dir leicht, die richtigen Farben sichtbar zu machen: Das Branding/ die Markenfarben Deines Kunden oder Deiner Firma können sehr gezielt eingesetzt werden.

Das sorgt für eine bessere Orientierung auf dem Flipchartblatt und zeugt von großer Wertschätzung für Deine Kunden und Teilnehmer - und erkennbar starker Identifikation.


16 | Verständnisfördernd

Du erinnerst Dich an das Beispiel mit dem Baum aus dem Punkt Spontan?

Genau darum geht es: Mit der Visualisierung am Flipchart haben alle Teilnehmenden das gleiche Bild vor Augen und es werden eine Menge Missverständnisse schon früh im Prozess ausgeschlossen, die oft später erst sichtbar geworden wären.


17 | Kreativ

An so einem Flipchart kannst Du Dich grandios "austoben". Besser ist es jedoch, wenn Du vorher schon ein wenig Vorbereitung aufgewandt hast - damit das Ergebnis strukturiert und keinesfalls zu bunt ausfällt. 

Doch Du kannst eben auch neue Ideen sofort in Bilder umsetzen und die Kreativität Deiner Teilnehmenden clever visuell einfangen und kanalisieren.


18 | Pannenfrei

Ein Flipchart hat keinen "Platten". Klar kann auch da mal etwas schiefgehen, doch das ist zumeist mit wenigen Handgriffen wieder korrigierbar. 

Es kann kein Akku leer sein, kein Strom ausfallen und keine Luft ausgehen - nur das Papier oder die Tinte.

Doch dann nutzt Du eben die Rückseite oder nimmst einen neuen, gut gefüllten, Marker.


19 | Stromunabhängig

Für mich eines der größten Highlights in der heutigen Zeit, in der bei mir ständig verschiedene Geräte an Ladekabeln hängen: Es geht ganz ohne Strom. Das ist kostengünstig, zuverlässig und ressourcenfreundlich.

Du brauchst keine Verlängerungsschnur oder Kabeltrommel. Keinen passenden Stecker und kein Warn-Klebeband über Kabeln als Stolperfallen.


20 | Beziehungsfördernd

Die Arbeit am Flipchart ist klasse, um Deine Beziehung zum Publikum zu fördern - das geht sogar im Online-Meeting mit einer zweiten Kamera aufs Flipchart.

Denn Du kannst Teilnehmende bitten, vorzutreten und selbst zu visualisieren. Du kannst sie Dinge kleben oder verschieben lassen. Du erspart ihnen eine passiv-gelangweilte Duldungshaltung.


So viele Vorteile - und keine Nachteile?

Würde ich Dir die Nachteile des Flipcharts verschweigen, wäre das ziemlich unfair. Daher möchte ich auch darüber offen reden. Es sind drei an der Zahl.

Der erste Nachteil ist Dein Glaubenssatz: "Ich kann nicht zeichnen!". Das stimmt nämlich auf keinen Fall. Deshalb möchte ich Dich gerne erleben lassen, dass Du es sehr wohl kannst.

Der zweite Nachteil ist, dass Du in einigen Unternehmen - oft leider gerade von Führungskräften - auf Widerstand stößt, wenn Du am Flipchart arbeiten willst. Warum? Weil Zeichnen von Vielen fälschlicherweise als "Kinderkram" abgetan wird. Weil sie es selbst seit ihrer Kindheit vermeiden, selbst zu zeichnen. Blöder Perfektionismus eben.

Was dann hilft? Lade die Teilnehmenden kurz ein, einen Baum, ein Haus oder auch - im Sommer - ein genussvolles Eis oder im Winter einen Glühwein zu zeichnen. So zeigt sich schnell, wie unterschiedlich die Bilder in den Köpfen der Teilnehmenden sind. Damit wird sofort klar: Zeichnen hilft allen, auf einem gemeinsamen Nenner zu starten und einem gemeinsamen Weg zu bleiben. Es sorgt dafür, dass Meetings effizienter ablaufen und Inhalte in den Köpfen der Menschen viel besser hängenbleiben. Hier kannst Du tiefer einsteigen: Warum es Sinn macht, gerade im Business zu zeichnen.

Nachteil Nummer drei ist der wohl einzig wirkliche: So ein Flipchart ist wasserscheu. Das bedeutet: Wenn Du es mit raus in die Natur nimmst, dann brauchst Du bei Regen eine wasserfeste Abdeckung - oder einen kurzen Weg zurück ins Haus.

Doch das ist wirklich ein sehr kleiner Nachteil, der von den ganzen Vorteilen massiv überwogen wird, oder?

"Am Flipchart zeichnen ist - gerade in digitalen Zeiten - herrlich analog, lässt Inhalte allgemein verständlich werden und begeistert die Teilnehmenden."
                                                                    #IMPERFEKTIONrockt | Bettina Schöbitz

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Nicht quatschen - machen!

Du hast Lust, jetzt direkt ins Thema einzusteigen und loszuzeichnen? Dann empfehle ich Dir, zuerst meine 13 Flipchart-Hacks auf Youtube anzuschauen. Das Video ist schon etwas älter (daher ist die Qualität noch nicht da, wo ich heute stehe...), doch inhaltlich gilt es unverändert. Und wenn Du schon dort bist, dann abonniere doch einfach meinen Kanal und drücke die Glocke - dann erfährst Du immer, wenn es neue Tipps zum Thema als Video gibt.

Alternativ - oder zusätzlich - wirfst Du einen Blick in mein Buch Visualisieren am Flipchart - für Dummies ... hierin findest Du alles, was ich auch in meinen Wohnzimmer-Workshops zum Thema vermittle.

PS: Ein Hinweis zum Thema Papier und Ressourcenschonung

Es heißt es gerne. Na, dass das Flipchart wohl kaum ressourcenschonend sei. Ehrlich: Ich komme in meinen Live-(Online-)Workshops mit in der Regel maximal 10 Flipcharts aus. Diese habe ich zu 75 % so gestaltet, dass ich sie mehrfach verwenden kann - beispielsweise, indem wir Metaplankarten darauf verschieben oder Klebezettel verwenden. Oder als Begrüßungsflipchart, bei dem fürs nächste Training ein aufgeklebtes DIN A4-Blatt mit dem Logo oder Kundennamen ausgetauscht oder überklebt wird. Ich behandle meine Flipcharts allerdings auch sehr pfleglich, transportiere sie in einem Köcher und sorge so dafür, dass sie immer ordentlich aussehen.

Maximal 3 Flipcharts meiner sind extra für das Event gezeichnet und werden nur das eine Mal eingesetzt. Ja, sie landen nachher auf dem Müll - doch Altpapier ist wunderbar zu recyclen und damit keinesfalls komplett verloren. Dafür habe ich - weder bei der Vorbereitung der PowerPoint/ Keynote/ Prezi noch bei der Präsentation vor Ort am Laptop - Strom verbraucht und auch keine Cloud-Kapazitäten genutzt. Sondern ich habe herrlich analog und selbst in Bewegung - also gesünder - gearbeitet.


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