Unternehmensvirus: corporate jammering

Vorgestern Abend. Nix Sehenswertes im Fernsehen (jaaa, das Jammern geht schon los...!). Also Kamin anzünden und mit einem Glas Wein aufs Sofa. Zeit zum Reden. Mein Mann und ich hatten in der letzten Zeit den einen oder anderen Beratungstermin mit Unternehmenskunden. Dabei stellten wir wiederholt fest: Es gibt ein neues, sich schnell verbreitendes Virus in deutschen Unternehmen. Das Jammervirus. Menschen sehen stets das, was sie (noch) NICHT haben. Und nehmen nur selten wahr, was sie bereits umgibt. Das Ergebnis: Ein hoher Grad der Unzufriedenheit. Das belastet langfristig die beschäftigten Menschen. Es schädigt die Unternehmenskultur, schreckt potentielle Kunden und Kollegen ab und sorgt für eine Zunahme der Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben. Doch statt etwas zu ändern, bestärken sich die Mitarbeiter eines Unternehmens gegenseitig im "corporate jammering". Vom obersten Chef bis zum Auszubildenden: In deutschen Unternehmen wird gejammert, was das Zeug hält. Es gibt eine regelrechte Jammerkultur. Über den Chef, der so wenig Führungskompetenz hat Über den Kollegen, der um 16 Uhr das Büro verlässt Über den Mitarbeiter, der schon wieder Urlaub beantragt Über die Kunden, die eine angemessene Leistung erwarten Über die stressigen Projekte Über die miese Kantine Über die Büroeinrichtung, schlechte Einarbeitung, zu viel Stress, den Kopierer, das Gehalt oder die Weihnachtsfeier... Anlässe gibt es genug. Und wer sucht, findet schnell mehr. Erstaunlich dabei: Unternehmen haben so etwas wie eine ganz spezifische Jammerkultur - mit teils vollkommen unternehmensindividuellen Themen. Weshalb einem die…

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Nonverbale Kommunikation – 13 Tipps

Mein Onkel hieß Manfred. Er ist Anfang des Jahres mit 76 Jahren gestorben. Doch er war besonders. Von ihm habe ich viel über nonverbale Kommunikation gelernt. Denn er war gehörlos. Nicht von Geburt an, sondern aufgrund einer Gehirnhautentzündung mit fünf Jahren - im Krieg. Er hatte sprechen gelernt. Doch ab dem Zeitpunkt des Gehörverlustes "fehlten" ihm Ebenen zwischenmenschlicher Kommunikation. Mit den Augen hören Mein Onkel las also von den Lippen seiner Mitmenschen ab, was diese in Worte fassten. Doch viele von uns artikulieren sehr nachlässig oder sprechen zu schnell. Das machte ihm das Lippenlesen oft schwer. Umso wichtiger wurde für ihn die nonverbale Kommunikation - und dass die Menschen ihm ins Gesicht guckten. Nonverbale Kommunikation - mehr als Worte. Wir treffen jeden Tag viele Entscheidungen, die eine "Aussage" gegenüber anderen Menschen machen: Was ziehe ich heute an? Wir entscheiden über Farben, Stil, Schmuck, Tasche, Uhr und Schuhe. Und damit darüber, wie wir wirken wollen. Alle diese Dinge wirkten auch auf Manfred. Er hat, weil er nicht hören konnte, umso mehr "gesehen". Auf ihn wirkte nonverbalen Kommunikation somit noch stärker, als auf uns Hörende. 1. Körperhaltung + Gestik Sobald wir Menschen begegnen, nehmen wir eine "Haltung" ein. Dies zeigt sich darin, wie wir unseren Körper strecken, uns dem anderen zu- oder abwenden und wie "offen" wir uns präsentieren. Der gebeugte Rücken zeugt von Trauer oder mangelnden Selbstwert. Eine gerade Haltung hingegen wirkt stolz und selbstbewusst. Die Hände geben einen…

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Demotivation – 7 Schlüssel zu mehr Erfolg

Wer Menschen "führt", der hat in vielen Unternehmen das schicke Eckbüro mit den vielen Fenstern, den Dienstwagen samt Firmenparkplatz, eine Assistentin - und "etwas zu sagen". Doch Halt! Eigentlich sollte es statt um Macht und Statussymbole um die Menschen, für die die Führungskraft Verantwortung übernimmt. Für die sie Vorbildfunktion hat. Denn DAS ist der eigentliche Job: Kraft in die Führung der Mitarbeiter investieren. Damit diese den bestmöglichen Job machen können... Wie Motivation entsteht... Extrinsische Motivation ist die, die durch eine Beförderung, eine Gehaltserhöhung oder andere Privilegien ausgelöst wird. Weil der Mensch eine Wertschätzung seiner Arbeit erfährt. Fakt ist: Diese Form der Motivation ist sehr kurzfristig - denn nach durchschnittlich drei Monaten ist der Effekt laut wissenschaftlichen Untersuchungen regelrecht "verpufft". Die Folge sind langfristig höhere Kosten für das Unternehmen - ohne weiteren Motivationsgewinn. Blöd, oder? Im Gegenzug die intrinsiche Motivation, die sich aus dem Menschen selbst entwickelt. Weil seine persönlichen Motivatoren durch seine Aufgabe angesprochen werden. Die Schwierigkeit dabei ist, dass jeder Mensch auf andere Weise seine Selbstmotivation befeuert. Aufgabe einer wirklich guten Führungskraft ist es daher, zuallererst herauszufinden, was jeden Einzelnen motiviert. Denn der eigentliche Job einer zielorientierten Führungskraft ist vor allem dieser: Demotivation vermeiden Was bedeutet das konkret? Nun, das ist eigentlich ganz einfach: Legen Sie Ihrem Team nach Möglichkeit keine überflüssigen Steine in den Weg. Stärken Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie ihnen geben, was sie brauchen. Ganz individuell -…

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Anrufbeantworter

Früher hatten wir ein Sekretariat im Büro, in dem einem freundliche und charmante Assistentin Anrufe für uns entgegen nahm. Sie tat dies immer dann, wenn wir - aus welchem Grund auch immer - nicht selbst ans Telefon gehen konnten. Heute haben wir ganz selbstverständlich...einen Anrufbeantworter oder die Mobilbox. Doch hat er die gleiche Funktion? Nein, die hat er nicht! Denn ihm fehlt viel zu oft die persönliche, sympathische Komponente. Dabei sind Anrufbeantworter und Mailboxen eine wertvolle Visitenkarte unserer Person und unseres Unternehmens. Sie verdienen also mehr Aufmerksamkeit, damit sich unsere Kontakte und Kunden willkommen fühlen und gerne auf unseren elektronischen Helfer sprechen. Doch meist stellt sich die Welt anders dar... Anrufbeantworter - aus der Hölle Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht - doch ich kenne eine Menge Menschen, die direkt auflegen, wenn sich ein elektronischer Telefonbutler meldet. Maschinen sind uns grundlegend suspekt. Wir haben keine Lust, auf eine seelenlose Maschine zu quatschen und unsere Botschaft zu hinterlassen. Nicht wissend, wer sie abhört und ob überhaupt jemand darauf reagiert. Ich kann das sehr gut verstehen, denn was ich da tagtäglich bei Menschen und Unternehmen erlebe, ist wirklich gruselig.... Am Schlimmsten finde ich persönlich die, die einfach nur melden: "Sie haben die Rufnummer 0213- 456 78 90 erreicht. Hinterlassen Sie ihre Nachricht nach dem Piepton!". Hey, ja, ich kann mich erinnern, genau diese Nummer gewählt zu haben. Das brauche ich keinesfalls…

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Wie entsteht Unternehmenskultur?

Geschäftsfeld In welchem Bereich ist Ihr Unternehmen tätig? Jede Branche und Unternehmensgröße, jeder Standort und auch die Tatsache ob beispielsweise Produktions- oder Verwaltungsbetrieb - alles das hat Einfluss auf die Entwicklung Ihrer Unternehmenskultur. Manche Geschäftsfelder sind notgedrungen stärker hierarchisch organisiert, als andere. Es herrscht deshalb auch eben ein anderer Umgangston in einem Automobilwerk als in einer Werbeagentur. Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Materialien und Lagerkapazitäten - alles das spielt eine Rolle in einem Unternehmen. Und trägt so zur Entwicklung der unternehmensspezifischen Kultur bei. Persönlichkeiten Sie kennen den Satz: "Der Fisch stinkt immer vom Kopf!". Als Beraterin weiß ich, dass das für die meisten Unternehmen zutrifft. Wie oft ruft mich ein Chef, weil seine Mitarbeiter in seinen Augen zu unproduktiv sind. Und dann stellt sich heraus, dass gerade der Auftraggeber eine so komplexe Organisation angeordnet hat, dass mehr Effizienz in diesem Umfeld unmöglich scheint. Oder dass er selbst sich so respektlos verhält, dass er sich über die mangelnde Wertschätzung seiner Mitarbeiter kaum zu wundern braucht. Praxisbeispiel Ich hatte - gemeinsam mit meinem Partner - vor einigen Jahren ein Training bei einem kleinen Mittelständler in Köln. Wir sollten zwei Schulungen für je 12 Mitarbeiter zum Thema "Zeitmanagement - Organisation - Struktur" durchführen. Schon in der ersten Gruppe stellte sich heraus, dass der Chef es liebte "eMail to everyone" schrieb. Wenn er etwas mitzuteilen hatte, dann landete alles, was ihm in den Sinn kam, in einer einziger eMail - Termin…

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Kennen Sie die Kraft der Wunschkunden-Magie?

Mein Beitrag zur Blogparade “Mein Wunschkunde ist…”  von Sascha Theobald: Anziehend oder abstoßend - so wirken die beiden Pole eines Magneten. Mit Ihren Kunden ist das ganz ähnlich: Sie als Unternehmerin ziehen bestimmte Kunden an und stoßen zeitgleich andere eher ab. Das hat etwas damit zu tun, wie Sie und die Interessenten “gepolt” sind. Sie kennen das doch selbst am besten: Sie kaufen nur dann bei einem Anbieter, wenn Sie das Gefühl von gegenseitigem Vertrauen, Verständnis und Wertschätzung haben. Sie wollen sich wohl fühlen. Sie nehmen eine ähnliche Interessenlage unterbewusst wahr, ebenso die Körpersprache des Gegenübers. In der - von mir eher wenig geschätzten - Neurolinguistischen Programmierung (NL) wird es als “Rapport herstellen” beschrieben, wenn man seine Sitzposition, Mimik und Gestik wie auch die Wortwahl dem Anderen anpasst. Doch was geschulte Verkäufer beabsichtigt tun, machen viele von uns auch unbewusst: Wir bringen einander auf eine gemeinsame Gesprächsebene. Und nur dann wirken wir auf den anderen auch “echt” und glaubwürdig. Unser Unterbewusstsein merkt nämlich sehr genau, wenn uns jemand nur etwas “vorspielt”. Denn dann entsteht sofort ein komisches Bauchgefühl. Was Sie für Ihre Wunschkunden-Magie tun können? Komischerweise fällt es uns schwer, selbst wahrzunehmen, ob unser Kundenanziehungspol gerade positiv oder negativ ist und so hilft es ungemein, wenn ein engagierter “Außenstehender” - ich spreche da gerne im persönlichen Kontakt eine Empfehlung aus - sich als Magier betätigt und magisches Licht in unser persönliches Anziehungsdunkel bringt. Indem er die richtigen Fragen stellt, Steine der gemeißelten…

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Gefangen – im Netz des Respekts

Fehlt auch Ihnen der nötige „Respekt“ im Netz? Immerhin verbringen wir viel Zeit in den neuen Medien: Je nach Statistik sind wir Deutschen im Durchschnitt zwei Stunden täglich „im Netz“ - beruflich wie privat. Das sind ¼ Arbeitstag oder 12,5 Prozent unserer täglichen Wach-Zeit. Viel Zeit für viel Angriffsfläche...denn die Tücken liegen weniger in der Technik, als im Menschen selbst. Das Internet entstand 1969 aus einem Projekt des US-Verteidigungsministeriums. Es wurde zunächst in universitärem Umfeld genutzt, um die Kapazitäten der teuren Großrechner (die damals diesen Namen noch verdienten) optimal zu nutzen. Der Datenaustausch bestand aus bits und bytes - auf respektvollen Umgang brauchte damals noch niemand Augenmerk zu legen. Denn damals gab es noch keine eMails und Chats. In den 80er Jahren entstand mit Mailsystemen wie Datex-P der Datenaustausch auch zwischen Privatnutzern und auf professioneller beruflicher Ebene. Schnell war die „Netiquette“ geboren - die Etikette im Netz. Die erste Empfehlung der Netiquette lautete folgerichtig: „Vergiss nie, dass auf der andern Seite ein Mensch sitzt!“ Ziel ist, dass für alle Teilnehmer eine angenehme Art der Kommunikation entsteht. Im realen Leben kommunizieren wir mit mehreren Sinnen Apropos Kommunikation: Wir Menschen kommunizieren grundsätzlich mit mehreren Sinnen. Wir sehen, hören, riechen unser Gegenüber und fassen es - beispielsweise bei einem Händedruck - auch schon mal an. Unseren Partner oder unsere Kinder „schmecken“ wir auch schon mal. Mehrere Sinne arbeiten also zusammen, um einen optimalen…

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Erfolgsfaktor FührungsKRAFT

Wer als Führungskraft Menschen führt, tut gut daran, sich seiner Verantwortung bewusst zu sein. Denn er oder sie bestimmt maßgeblich mit, wie das Unternehmen wahrgenommen wird. Von Interessenten, Mitarbeitern, Kunden, Bewerbern, Dienstleistern und Wettbewerb. Kurzum: Von Menschen. Und diese sind auch der Schlüssel zum Erfolg. Denn nur wer Menschen für sein Angebot, seinen Service und seinen "Spirit" als Führungskraft begeistern kann, der verkauft auch dauerhaft. Der kann Beziehungen zum Kunden aufbauen und dauerhaft erhalten. FührungsKRAFT Wertschätzende Führung braucht Kraft. Energie, die zielgerichtet eingesetzt wird. Motivation, die Menschen eine Richtung gibt. Vorbildfunktion, die Werte schafft. Wer Menschen führt, der steckt einen Großteil seiner Kraft in qualifizierte Führungsarbeit. Eine gute Führungskraft schätzt Mitarbeiter als Individuen. Sie nimmt Persönlichkeiten, Potentiale und Facetten wahr - und setzt sie geschickt für die Ziele des Unternehmens ein. Sie bestärkt positive Eigenschaften, baut Fähigkeiten aus und arbeitet an der Ausmerzung von individuellen Schwächen. Sie liefert alles, damit Mitarbeiter ihr vertrauen können und vermeidet alles, was Demotivation schaffen könnte. Kooperationshemmende Führung Zeigefinger und Belehrung Bevormundung statt Diskussion Kein Dialog, sondern Ansagen Keine Transparenz bei Strategie und Zielen Von oben herab kommunizieren Lob aussprechen - vom Meister zum Schüler Einsatz von Fachbegriffen, Fremdworten und Expertentum Wissen ist Macht Kontrolliert Pause = Ineffizienz Kooperationsfördernde Führung Zuhören und ausreden lassen Kompromissbereitschaft Vertrauen in den Gesprächspartner Humor und gemeinsames Lachen Wertschätzung und Respekt auf Augenhöhe Klärung von Kompromissen Gemeinsame Findung tragfähiger Lösungen Ehrliche Anerkennung…

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