Zeitmanagement ist Dein Zielkorridor

Rennen im Hamsterrad

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Wenn ich heute so auf meine To Do-Liste schaue, dann lautet die erste Feststellung des Tages: Na, Bettina, für das Schreiben eines Blogartikels fehlt Dir auch heute mal wieder die Zeit....

Zeitdruck - ist hausgemacht...

Und was liest Du genau jetzt und hier? Diesen neuen Blogpost. Ich habe mir die Zeit dafür einfach genommen. Einfach? Nein! Sondern, weil er mir auf den Nägeln brannte. Warum? Nun - weil ich  Dir endlich ehrlich gestehen möchte, dass auch bei mir keineswegs immer alles Gold ist, was glänzt. Dass ich in keiner Weise perfekt organisiert bin und immer entspannt und lachend durchs Leben gehe.

Eher das Gegenteil ist der Fall: Hier liegen gerade große Projekte in der Terminmappe, die auf ihre Realisierung warten. Da ist die strategische Planung für 2020. Die Umsetzung der Online-Kurs-Idee Visutrainment (an der ich seit 2018 arbeite und die ich auch dieses Jahr wieder aufgeschoben habe, weil mir ein Buchprojekt "dazwischen" kam. Zu dem ich nicht Nein sagen wollte). Dann diverse technische kleine Zeitfresser, mein Redaktionsplan, mein Podcast #IMPERFEKTIONrockt, vielerlei Marketingaufgaben und einiges mehr.  Und doch ... habe ich jetzt erstmal diesen Blogpost aus 2017 überarbeitet.

Entscheidungen treffen

Meine Aufgabe ist es , zwischen allen diesen großen - und einer Vielzahl weiterer kleiner - Aufgaben zu entscheiden: Was ist wann dran? Wie löse ich den Knoten und erledige, was ansteht?

Schritt 1: Das Ziel kennen

Wer, so wie ich, vom Leben mit einem hohen Grad an Begeisterungsfähigkeit ausgestattet ist, der läuft Gefahr, sich schnell zu verzetteln. Denn ja, ich finde Podcasten cool. Ich möchte eben den den schicken YouTube-Kanal haben und bei Instagram und Pinterest mitmischen. Neben dem Job natürlich auch mit meiner Passion, dem Kochen. Und tolle Fotos machen können. Und tolle Online-Kurse fürs Visutrainment sowie Challenges rund um Präsenz und Wirkung. Um Menschen zum Ganz auf die kleinen und großen Bühnen zu ermutigen. Doch das Ganze hat einen Haken: Auch ich habe blöderweise nur 24 Stunden am Tag, auch wenn die Energie manchmal für 48 reichen würde. 

Was passiert? Meine To Do-Liste wird täglich ein Stückchen...länger.
Weil ich mich verzettelt habe. 

Die Lösung: Klare Ziele entwickeln, die ich erreichen will. Ob kunterbunte Zielcollage, verbale Jahresziel-Formulierung, Visualisierung oder ein schickes Zahlen-Kolonnen-Dings (Du merkst schon - letzteres ist weniger meine Sache...) ist da eigentlich egal.
Wichtig ist, sich bewusst zu machen: Was will ich eigentlich bis wann erreicht haben? Klare Ziele haben klare Termine. Es ist eindeutig formuliert, woran die Zielerreichung messbar ist.

Schritt 2: Prioritäten setzen

Wenn ich weiß, wo ich bis wann hin will und wie ich erkenne, ob ich das auch geschafft habe, dann kann ich deutlich leichter erkennen, worauf es für mich wirklich ankommt. Denn jetzt gilt es, Prioritäten zu setzen.

Was ist also wichtiger, als anderes?

Die Entscheidung wird leichter, wenn ich ermessen kann, was genau mich meinen Zielen näher bringt. Gerade eben stand ich vor der Frage: Umsatzsteuererklärung vorbereiten (und damit das Finanzamt beruhigen) - oder eben diesen Blogartikel schreiben (und damit Dir wertvolle Impulse geben und etwas für meine professionelle Sichtbarkeit tun).

Das Finanzamt ist ein "notwendiges Übel", welches seinen Tribut fordert. Welches meiner Zielerreichung aber keineswegs dient, solange ich keine Termine versemmele. Der BlopPost hingegen bringt mir Leser, Interesse, Austausch mit Dir und  - im Glücksfall - vielleicht sogar den einen oder anderen neuen Kunden. Er unterstützt meine Sichtbarkeit und verbreitet mein Wissen. Klar, dass hier die Entscheidung leicht fiel...

Und ja, es kam zwischendrin nochmal eine weitere Priorität dazwischengehoppelt: Kaninchendame Daisy zupfte an meiner Hose, weil sie gekrabbelt werden wollte. Und das bringt mich auch einem persönlichen Ziel näher: Achtsamkeit im Umgang mit mir und meiner Umwelt. Passt also.

Schritt 3: Entscheidungen treffen

Wenn ich weiß, wo meine persönlichen Prioritäten liegen, dann bin ich in der Lage, erforderliche Entscheidungen zu treffen. Dann fällt es mir leicht, zu einigen Erwartungen, die von Außen an mich heran getragen werden, auch mal "Nein" oder "später" zu sagen. Dann kann ich von Aufgaben ablassen, die mich nicht auf meinem Lebensweg voranbringen, sondern die nur Energie fressen.

Bis zu sieben "Lebensrollen" können wir mit etwas Geschick ausfüllen. Stell´ Dir das vor, wie Rollen in einem Theaterstück. Du kannst die AIDA spielen und den Figaro, den Werther oder das Gretchen - doch irgendwann fängst Du an, Textpassagen und  Bühnenwege durcheinander zu würfeln. Du bist überfordert. Genauso ist das mit den Rollen im Leben - ob als Elternteil oder Kind, Partner oder Freund, Vereinsmitglied oder Ehrenamtler. Schreibee doch einmal sorgsam alle Deine Lebens-Rollen auf, die Dir spontan einfallen....und schau´ dann hin, welche davon Deinem Lebensweg Orientierung geben und Dich Deinen Zielen näher bringen.

Weg mit den anderen Aufgaben. Du MUSST keinesfalls weiterhin alle Bühnen bespielen, sondern darfst Dich auf Deine Paraderollen fokussieren. 

Schritt 4: Einfach machen

Jetzt ist es an der Zeit, sich von einem zu verabschieden: Der Perfektion. Denn Perfektion fordert viel zu viel Energie und das dankt Ihnen niemand. Atme mal locker durch die Hose und freue Dich, wenn Du es Dir einfacher machen darfst.

Wenn 80 % statt 120 % Ergebnisqualität reichen.

Wenn Du Deiner Kollegin eine freundliche Abfuhr erteilst, die schon wieder den Drucker von Dir repariert haben möchte (und Du genau weisst, dass doch wieder nur Toner fehlt...).

Wenn Du Deinen Chef auf den Folgetag vertröstest, wenn er die Zahlen "so schnell, wie möglich" fordert.

Wenn Du - statt jede Woche - die Fenster nur noch alle drei Monate putzt (Argument für die meckernde Schwiegermutter gesucht? Ganz einfach: Wir schützen damit die Vögel, die sich an den frisch geputzten Schreiben viel eher zu Tode fliegen - wird von Vogelschützern tatsächlich empfohlen...!).

Wenn Du mit einem Tippfehler hier im Text lebst und Dich freust, dass ich den Text tatsächlich geschrieben habe - ohne hinterher noch 15 x Korrektur zu lesen. Einfach, weil es auf den Inhalt ankommt. Und die Form ja dennoch leidlich "hübsch" ist... (ich habe mir zumindest Mühe gegeben).  

Denn mal ehrlich: Es gibt einen wirklich wertvollen Unterschied zwischen

WICHTIG + DRINGLICH = Schritt 5

WICHTIG sind die Aufgaben und Projekte, die DICH voran bringen. Die Deine Lebensqualität steigern und Dich Deinen persönlichen Lebenszielen näher bringen. Das willst DU!

DRINGLICH werden Aufgaben hingegen meist von anderen Menschen (und natürlich dem Finanzamt!) gemacht. Weil sie deren Zielen und Interessen dienen. Willst DU das?

Das Ganze drückt die Eisenhower-Matrix wunderbar aus. Lese einfach mal nach, indem Du dem Link folgst. Und dann entscheide - im Idealfall schriftlich (!!!) - für Deine Lebensrollen, Projekte und Aufgabenlisten ganz entspannt mal über Wichtigkeit und Dringlichkeit. Übers Selbermachen oder Delegieren. Oder, und das kann richtig Spaß machen: Ab in die Tonne damit. 

Denn ganz Vieles erledigt sich vor allem durch....Liegenlassen. So schaffst auch DU den Ausstieg aus dem Hamsterrad - und gewinnst wieder den Überblick über Projekte und Aufgaben.

Und ich? Widme mich jetzt wieder dem - inzwischen seit 2017 vereinfachten, weil einem Steuerberater übergebenen - Steuerthema. 

Raus aus dem Hamsterrad

Je klarer Du Dir über Deine Ziele bist, desto entspannter wird Dein Alltag - weil Du weißt, wozu Du mit ganzem Herzen JA sagen willst. Und Dir so das NEIN gegenüber anderen Zielen leicht wird.  #Wirkung

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Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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