Zeitmanagement ist Ihr Zielkorridor

Rennen im Hamsterrad


Wenn ich heute so auf meine To Do-Liste schaue, dann lautet die erste Feststellung des Tages: Na, Bettina, für das Schreiben eines Blogartikels fehlt Dir auch heute mal wieder die Zeit....

Zeitdruck - ist hausgemacht...

Und was lesen Sie genau jetzt und hier? Diesen neuen Blogpost. Ich habe mir die Zeit dafür enfach genommen. Einfach? Nein! Sondern, weil er mir auf den Nägeln brannte. Warum? Nun - weil ich  Ihnen einfach mal ehrlich gestehen möchte, dass auch bei mir keineswegs immer alles Gold ist, was glänzt. Dass ich in keiner Weise perfekt organisiert bin und immer entspannt und lachend durchs Leben gehe.

Eher das Gegenteil ist der Fall: Hier liegen gerade große Projekte in der Terminmappe, die auf ihre Realisierung warten. Da ist die Planung für 2018. Die Umsetzung der Online-Kurs-Idee Visutrainment. Die Suche nach einer neuen Wohnung/ einem Haus, da wir wegen Eigenbedarfs umziehen "dürfen". Der anstehende Umzug. Die Sache mit der Neuverdrahtung des Newsletters nach dem Wechsel von MaiChimp zu Active Campaign.
Ach - und einen PodCast wollte ich auch längst am Start haben.

Alles Aufgaben, die mich zwischen einem Tag und mehreren Wochen fordern...

Entscheidungen treffen

Meine Aufgabe ist es also, zwischen allen diesen großen - und einer Vielzahl weitererer kleiner - Aufgaben zu entscheiden: Was ist wann dran? Wie löse ich den Knoten und erledige, was ansteht?

Schritt 1: Das Ziel kennen

Wer, so wie ich, vom Leben mit einem hohen Grad an Begeisterungsfähigkeit ausgestattet ist, der läuft Gefahr, sich schnell zu verzetteln. Denn ja, ich finde Podcasts cool. Ich möchte einen schicken YouTube-Kanal haben und bei Instagram mitmischen. Neben dem Job natürlich auch mit meiner Passion, dem Kochen - also meinem Foodblog. Und tolle Fotos machen können. Und kochen. Und Kochkurse. Und tolle Online-Kurse fürs Visutrainment sowie Challenges rund um meine R³-Haltung, um in Unternehmen für ein besseres Klima zu sorgen. Doch das Ganze hat einen Haken: Auch ich habe blöderweise nur 24 Stunden am Tag, auch wenn die Energie manchmal für 48 reichen würde. 

Was passiert? Meine To Do-Liste wird täglich ein Stückchen...länger. Weil ich mich verzettelt habe. 

Die Lösung: Klare Ziele entwickeln, dich ich erreichen will. Ob kunterbunte Zielcollage, verbale Jahresziel-Formulierung, Visualisierung oder ein schickes Zahlen-Kolonnen-Dings (Sie merken schon - letzteres ist weniger meine Sache...) ist da eigentlich egal.
Wichtig ist, sich bewusst zu machen: Was will ich eigentlich bis wann erreicht haben? Klare Ziele haben klare Termine und es ist formuliert, woran die Zielerreichung messbar ist.

Schritt 2: Prioritäten setzen

Wenn ich weiß, wo ich bis wann hin will und wie ich erkenne, ob ich das auch geschafft habe, dann kann ich deutlich leichter erkennen, woraus es für mich wirklich ankommt. Denn jetzt gilt es, Prioritäten zu setzen. Was ist also wichtiger, als anderes? Die Entscheidung wird leichter, wenn ich ermessen kann, was genau mich meinen Zielen näher bringt. Gerade eben stand ich vor der Frage: Umsatzsteuererklärung vorbereiten (und damit das Finanzamt beruhigen) - oder eben diesen Blogartikel schreiben (und damit Ihnen wertvolle Impulse geben und etwas für meine professionelle Sichtbarkeit tun).

Das Finanzamt ist ein "notwendiges Übel", welches seinen Tribut fordert, meiner Zielerreichung aber keineswegs dienst, solange ich keine Termine versemmele. Der BlopgPost hingegen bringt mir Leser, Interesse, Austausch mit Ihnen und  - im Glücksfall - vielleicht sogar einen neuen Kunden. Er unterstützt meine Sichtbarkeit und verbreitet mein Wissen. Klar, dass hier die Entscheidung leicht fiel...

Und ja, es kam zwischendrin nochmal eine weitere Priorität dazwischengehoppelt: Kaninchendame Daisy zupfte an meiner Hose, weil sie gekrabbelt werden wollte. Und das bringt mich auch einem persönlichen Ziel näher: Achtsamkeit im Umgang mit mir und meiner Umwelt. Passt also.

Schritt 3: Entscheidungen treffen

Wenn ich weiß, wo meine persönlichen Prioritäten liegen, dann bin ich in der Lage, erforderliche Entscheidungen zu treffen. Dann fällt es mir leicht, zu einigen Erwartungen, die von Außen an mich heran getragen werden, auch mal "Nein" oder "später" zu sagen. Dann kann ich von Aufgaben ablassen, die mich nicht auf meinem Lebensweg voranbringen, sondern die nur Energie fressen.

Bis zu sieben "Lebensrollen" können wir mit etwas Geschick ausfüllen. Stellen Sie sich das vor, wie Rollen in einem Theaterstück. Sie können die AIDA spielen und den Figaro, den Werther oder das Gretchen - doch irgendwann fangen Sie an, Textpassagen und ihre Bühnenwege durcheinander zu würfeln. Dann sind Sie überfordert. Genauso ist das mit den Rollen im Leben - ob als Elternteil oder Kind, Partner oder Freund, Vereinsmitglied oder Ehrenamtler. Schreiben Sie einmal sorgsam alle Ihre Lebens-Rollen auf, die Ihnen spontan einfallen....und schauen Sie dann hin, welche davon Ihrem Lebensweg Orientierung geben und Sie Ihren Zielen näher bringen.

Weg mit den anderen Aufgaben. Sie MÜSSEN keinesfalls weiterhin alle Bühnen bespielen, sondern dürfen sich auf Ihre Paraderollen fokussieren. 

Schritt 4: Einfach machen

Jetzt ist es an der Zeit, sich von einem zu verabschieden: Der Perfektion. Denn Perfektion fordert viel zu viel Energie und das dankt Ihnen niemand. Atmen Sie mal locker durch die Hose und freuen Sie sich, wenn Sie es sich einfacher machen dürfen.

Wenn 80 % statt 120 % Ergebnisqualität reichen.

Wenn Sie Ihrer Kollegin eine freundliche Abfuhr erteilen, die schon wieder den Drucker von Ihnen repariert haben möchte (und Sie genau wissen, dass wieder nur Toner fehlt...).

Wenn Sie Ihren Chef auf den Folgetag vertrösten, wenn er die Zahlen "so schnell, wie möglich" fordert.

Wenn Sie statt jede Woche die Fenster nur noch alle drei Monate putzen (Argument für die meckernde Schwiegermutter gesucht? Ganz einfach: Wir schützen damit die Vögel, die sich an frisch geputzten Schreiben viel eher zu Tode fliegen - wird von Vogelschützern tatsächlich empfohlen...!).

Wenn Sie mit einem Tippfehler hier im Text leben und sich freuen, dass ich den Text tatsächlich geschrieben habe - ohne hinterher noch 15 x Korrektur zu lesen. Einfach, weil es auf den Inhalt ankommt. Und die Form ja dennoch leidlich "hübsch" ist...(ich habe mir zumindest Mühe gegeben).  

Denn mal ehrlich: Es gibt einen wirklich wertvollen Unterschied zwischen

WICHTIG + DRINGLICH

WICHTIG sind die Aufgaben und Projekte, die SIE voran bringen. Die Ihre Lebensqualität steigern und Sie Ihren persönlichen Lebenszielen näher bringen. Das wollen SIE!

DRINGLICH werden Aufgaben hingegen meist von anderen Menschen (und natürlich dem Finanzamt!) gemacht. Weil sie deren Zielen und Interessen dienen. Wollen SIE das?

Das Ganze drückt die Eisenhower-Matrix wunderbar aus. Lesen Sie einfach mal nach, indem Sie dem Link folgen. Und dann entscheiden Sie - im Idealfall schriftlich (!!!) - für Ihre Lebensrollen, Projekte und Aufgabenlisten ganz entspannt mal über Wichtigkeit und Dringlichkeit. Übers Selbermachen oder Delegieren. Oder, und das kann richtig Spaß machen: Ab in die Tonne damit. 

Denn ganz Vieles erledigt sich vor allem durch....Liegenlassen. So schaffen auch Sie den Ausstieg aus dem Hamsterrad und gewinnen wieder den Überblick über Projekte und Aufgaben. Und ich? Widme mich jetzt wieder dem Steuerthema.
Denn das MÖCHTE ich gar nicht delegieren....

Raus aus dem Hamsterrad

Wer sein Ziel kennt, findet den Weg dorthin. Und hat somit den Zielkorridor für seine eigenen zeitlichen Bewegungsräume geschaffen. #R³Haltung

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Meine Mission ist, Menschen auf Bühnen und im Business zu einem begeisternden und authentischen Auftreten zu ermutigen. Mit dem #WOWFaktor - dem Plus an ehrlicher #Wertschätzung.

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