Chefs, so läuft das nicht…

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Heike Lorenz mit dem Titel "Zur Sache, Chef!" Bewerbungen schreiben ist doof. Firmen erwarten heute oftmals die "eierlegende Wollmilchsau" mit Vollausbildung, abgeschlossenem Studium, mindestens drei Jahren Auslandserfahrung und verhandlungssicherem Englisch. Doch älter als 22 darf der Bewerber keinesfalls sein, denn sonst wird er zu teuer. Und junge Frauen sind eher unbeliebt, weil sie ja dummerweise schwanger werden können - blöd für Arbeitgeber, dass es durch das AGG (Allgemeines Gleichstellungs-Gesetz) verboten ist, bestimmte Alters- und Personengruppen oder gar Geschlechter schon in der Ausschreibung auszuschließen. Das würde das Leben doch so einfach machen.... Überzogene Anforderungen Es wird erwartet, dass Menschen - schon für handwerkliche Ausbildungsberufe - perfekte Bewerbungen auf hochwertigem Papier und in teuren Mappen vorlegen. Logo, dass bei Rechtschreibfehlern eine Null-Fehler-Toleranz gilt und dass Mathe- und Deutschnote keinesfalls schlechter als "befriedigend" sein dürfen. Dazu sollen die Kandidaten in ihrem maximal einseitigen Anschreiben bitte erkennen lassen, dass sie sich schon intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt und grundlegende Kenntnisse darüber erworben haben. Klar, dass der Lebenslauf die vielfältige Projekterfahrung und die exzellenten Kenntnisse aktueller Software nachweisen. Ach - und dann soll der Kandidat bitte noch ins Team passen, räumlich und zeitlich flexibel und über die Maßen belastbar sowie motiviert sein. Wenn er oder sie dazu noch nett aussähe... Worauf kommt es wirklich an? Hey, Chefs - Fachkräftemangel ist doch ein fettes Thema unserer Zeit. Wird es…

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Sommer in Deutschland

Während ich diesen Blogpost schreibe, sitze ich unter der Markise auf der Terrasse und habe....die Füße in einem Bottich mit kühlem Wasser. Warum? Nun - es ist Sommer in Deutschland. Das Thermometer zeigt gerade 32 Grad Celsius im Schatten. In Deutschland geht´s eben auch mal heiß her. Daher bin ich sehr glücklich, aktuell im Garden-Office arbeiten zu können... Cool down, Business-Knigge! Zu gut erinnere ich mich an meine Zeit als Investment-Bankerin, wo ich mich selbstverständlich dem Business-Knigge unterworfen habe. Der besagte auch im Hochsommer für offizielle Termine das businesstaugliche Kostüm, die Seidenstrumpfhose und Schuhe mit Absatz. Meine männlichen Kollegen trugen Hemd, Krawatte und Sakko. Wer keinen offiziellen Termin mit Kunden oder Vorgesetzten hatte, erlaubte sich schon mal kurzärmlige Hemden oder als Dame auch Sandalen ohne Strümpfe. Doch wirkliches Wohlgefühl kam damit nicht auf... Das Hirn muss lüften Jetzt mal ehrlich: Wer kann bei dieser Hitze wirklich konzentriert arbeiten? Vermutlich nur die, die sich mittels Klimaanlage entspannt abkühlen können. Also in weiten Teilen Vorstände, Führungskräfte und deren Assistentinnen. Oder Kellerarbeiter. Doch wer jetzt in Küchen, Reinigungen, Stahlverarbeitung oder Gastronomie arbeitet, der braucht Auszeiten zum Abkühlen. Denn die Hitze geht aufs Hirn und wenn der Kopf schmilzt, schwindet die Konzentration. Und das kann in vielen Jobs sogar lebensgefährlich sein. Hitzefrei ist Chefsache Kaum jemand wird erwarten, dass der Chef an solchen Tagen "Hitzefrei" gibt, so wie wir es aus Schultagen kennen. Doch…

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Kennen Sie die Kraft der Wunschkunden-Magie?

Mein Beitrag zur Blogparade “Mein Wunschkunde ist…”  von Sascha Theobald: Anziehend oder abstoßend - so wirken die beiden Pole eines Magneten. Mit Ihren Kunden ist das ganz ähnlich: Sie als Unternehmerin ziehen bestimmte Kunden an und stoßen zeitgleich andere eher ab. Das hat etwas damit zu tun, wie Sie und die Interessenten “gepolt” sind. Sie kennen das doch selbst am besten: Sie kaufen nur dann bei einem Anbieter, wenn Sie das Gefühl von gegenseitigem Vertrauen, Verständnis und Wertschätzung haben. Sie wollen sich wohl fühlen. Sie nehmen eine ähnliche Interessenlage unterbewusst wahr, ebenso die Körpersprache des Gegenübers. In der - von mir eher wenig geschätzten - Neurolinguistischen Programmierung (NL) wird es als “Rapport herstellen” beschrieben, wenn man seine Sitzposition, Mimik und Gestik wie auch die Wortwahl dem Anderen anpasst. Doch was geschulte Verkäufer beabsichtigt tun, machen viele von uns auch unbewusst: Wir bringen einander auf eine gemeinsame Gesprächsebene. Und nur dann wirken wir auf den anderen auch “echt” und glaubwürdig. Unser Unterbewusstsein merkt nämlich sehr genau, wenn uns jemand nur etwas “vorspielt”. Denn dann entsteht sofort ein komisches Bauchgefühl. Was Sie für Ihre Wunschkunden-Magie tun können? Komischerweise fällt es uns schwer, selbst wahrzunehmen, ob unser Kundenanziehungspol gerade positiv oder negativ ist und so hilft es ungemein, wenn ein engagierter “Außenstehender” - ich spreche da gerne im persönlichen Kontakt eine Empfehlung aus - sich als Magier betätigt und magisches Licht in unser persönliches Anziehungsdunkel bringt. Indem er die richtigen Fragen stellt, Steine der gemeißelten…

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Storytelling – unsere Eltern haben´s schon gewusst!

Mein Beitrag zur Blogparade “Are we all storytellers?” von Caroline Kliemt - die Reichweite… Seit Tagen kribbelt es mir in den Fingern, bei dieser Blogparade dabei zu sein. Doch irgendwie war der rechte Zeitpunkt noch unerreicht und der Aufhänger ließ sich suchen. Eben, sozusagen “kurz vor knapp”, fuhr ich zum Einkaufen. Und auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Mein Auto ist mein Aufhänger. Soso - wie kriegt die denn jetzt die Kurve zum Storytelling, fragen Sie sich jetzt? Nun, so schwer ist´s nun auch wieder nicht. Haben Sie schon mal in einem deutschen Autohaus ein nigelnagelneues Auto gekauft? Sollte jeder mal machen, denn dabei kann man(n) wie frau viel zum Thema “wie ich mit Geschichten überzeuge” lernen. Seien wir doch mal ehrlich: Klar, wir haben eine Idee, wie unser nächster Wagen aussehen und was er so mitbringen solle - an Pferdestärken, Lackfarbe, Ausstattung und Image. Meist ist unsere Vorstellung da allerdings nur bedingt deckungsgleich mit dem verfügbaren Budget. Unser Traumauto ist irgendwie immer deutlich teurer, als der Kreditbetrag, den unsere Hausbank zu bewilligen bereit ist. Warum wir gerne auf Autoverkäufer “hereinfallen”… Und da kommt der Autoverkäufer ins Spiel. Er will uns überzeugen, doch das bessere - weil teurere und damit für ihn provisionär deutlich attraktivere - Fahrzeug zu erwerben. Und schwupps steigt er ein ins Storytelling. Er beschreibt das Fahrzeug in emotionalen Bildern statt uns mit hartem Faktenwissen über…

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Ohren auf Empfang?

Wenn wir Menschen kommunizieren, geht das über das klassische "Reden" weit hinaus. Denn wir nutzen weit mehr als nur die Sprache. Wir hören keineswegs nur mit den Ohren zu. Bei der Kommunikation spielen Befinden, Ort und Zeit und die anderen der fünf Sinne eine ebensolche Rolle, wie unsere Körpersprache. Zuhören ist schließlich mehr als die Ohren auf Empfang zu stellen. Sind Sie zu hören? Zuallererst beginnt das Zuhören bei unserer Stimme. Denn die ist so unterschiedlich, wie wir Menschen. Da gibt es helle und dunkle Stimmen, laute und leise. Angenehme und unangenehme, welche mit Modulation oder ohne. Schon die Stimme unseres Gegenübers hat Einfluss auf unser Befinden und damit auf unsere Bereitschaft, dieser Stimme zu lauschen. Das Sprechtempo hat ebenfalls starken Einfluss auf unsere Zuhör-Bereitschaft. Es gibt Tage, da hören uns scheinbar alle zu - und Tage, an denen wir uns über ständige Nachfragen wundern. Weil wir an solchen Tagen eben gerne mal einen Tick zu leise oder zu langsam sprechen. Oder aufgrund von uns umgebenden Geräuschen. Oder weil der Zuhörer heute mal seine Ohren ungewaschen trägt... Zugewandtheit Um einem anderen Menschen zuzuhören, braucht es einen Grund. Das kann der Respekt im Sinne von Ehrfurcht oder Angst sein - so wie ein Schüler, der vor seinem Direktor oder Lehrer steht. Oder der Azubi vor dem Chef. Dann geschieht kein respektvolles Zuhören "auf Augenhöhe", sondern eine Kommunikation vom Hochstatus (Lehrer/ Chef) zum Tiefstatus…

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Fachkräftemangel? SIE sind dran!

Ich kriege das nicht auf die Reihe: Da klagen Unternehmen und Personalabteilungen, dass sich zu wenig Menschen bei ihnen bewerben. Dass zu wenig qualifizierte Fachkräfte am Markt zur Verfügung stünden. Dass sich die Falschen vorstellen. Und wenn ich dann genauer hinschaue stelle ich fest: Es bewerben sich sehr viele tolle Menschen. Bei diesen Firmen. Genug Bewerbungen Doch eine Menge der Unternehmen haben äußerst fragwürdige Denkmodelle: Weiblich und unter 40? Wirtschaftlicher Risikofaktor "im gebährfähigen Alter"! Nicht 120 % passgenau auf die ohnehin schon anspruchsvoll ausgeschriebene Stelle? Ungeeignet! Behindert? "Behinderung" im Rahmen von Kündigungsschutz, Arbeitssicherheit, Urlaub & Co! Ein Rechtschreibfehler in seiner Bewerbung? Zu wenig gewissenhaft! Zu hohes/ zu niedriges Wunsch-Gehalt? Kein verbindlicher Gehaltswunsch? Macht zu viel Mühe! Über 60? Biomüll! Über 50? Verdient keine Chance mehr, weil schwer zu führen und zu anspruchsvoll! Quereinsteiger? Kostet zu viel, bis er oder sie für das Unternehmen Ertrag bringt! Jahresgehalt über als 30.000 €? Es gibt preisgünstigere Kräfte aus dem ach so armen europäischen Ausland! Lange arbeitslos? Maximal ein Praktikum wert, welches die Arbeitsagentur mitfinanziert! Wie? Was? Es bewirft sich keiner auf den exotischen Ausbildungsberuf des Bananenreifers (gibt es wirklich!) oder Geigenbauers (gibts natürlich auch!)? Komisch....! Doch mal ehrlich: Waren Sie mit 15 oder 16 Jahren wirklich in der Lage, sich kompetent zwischen aktuell 354 Ausbildungsberufen und gut 13.800 Studiengängen das Passende rauszusuchen??? Umdenken Liebe Unternehmer, Sie sitzen ganz oben auf Ihrem hohen Ross! Ein Überbleibsel der "fetten" Jahre am Arbeitgebermarkt,…

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(Sch)Lampenfieber

Wer jetzt glaubt, dass gestandene Bühnenprofis dieses Gefühl längst hinter sich gelassen haben, der irrt. Selbst langjährige Schauspieler, Sänger, Redner oder Zauberer - kurzum: Die meisten, die vor Menschen auftreten - sind vor ihrem Auftritt total nervös. Egal ob Rede, Präsentation oder Prüfung. Und das ist GUT so! Lampenfieber - ist gut? Ja, Lampenfieber ist ein echtes Geschenk. Es ist sehr WERTvoll für uns. Wenn wir in diesem Zustand sind, dann fokussiert unser Kopf auf das, was vor uns liegt. Der Körper schaltet in den Alarmzustand und durchblutet unser Gehirn optimal. Deswegen auch die gerne feucht-kalten Finger: Das Blut wird im Kopf dringender gebraucht. Sämtliche Hirnareale funktionieren perfekt und haben alles, was sie zur 100%igen Funktion benötigen. Für unseren perfekten Auftritt. Genau deswegen sind mir eben auch diejenigen suspekt, die angeblich so gar KEIN Lampenfieber kennen. Entweder sie flunkern uns extrem glaubwürdig etwas vor - oder sie sind einfach ZU abgebrüht, um auf der Bühne noch wirklich spritzig, authentisch und sympathisch rüberzukommen. Oder sie wollen gar nicht "bestehen"...., ja, auch das gibt es. Willkommen, Lampenfieber! Ich persönlich "begrüße" mein Lampenfieber übrigens herzlich. Weil es mich in den Zustand versetzt, gleich einen tollen Auftritt hinzulegen. Sollte ich einmal kein Lampenfieber mehr verspüren, dann wird es Zeit, von der Bühne abzutreten - oder etwas gänzlich Neues zu wagen. Außerhalb der dann aktuellen Komfortzone. Um wieder zu spüren, wie aufregend und toll so…

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Selbstoptimierung – Wahn oder Sinn?

Also ehrlich - die Strandfigur ist schon bald wieder gefragt! Bei Ihren Inneren Werten sehe ich ebenfalls Handlungsbedarf. Wie beliebt sind Sie bei Ihren Kollegen? Wie hoch ist die Wertschätzung durch Ihren Chef? Wann haben Sie zuletzt Ihrem Partner "Ich liebe Dich!" gesagt - und dabei tief in die Augen geschaut? Die Leistungen Ihrer Kinder anerkannt? Der Nachbarin geholfen? So, jetzt haben Sie vermutlich erst einmal kein so wirklich gutes Gefühl. Sie fühlen sich "betroffen". Weil Sie meinen, dass Sie mehr für sich tun oder besser an sich arbeiten könnten. Wertschätzung für das, was da ist... Na, dann komme ich Ihnen jetzt mal mit einer guten Nachricht: Es geht auch ohne Selbstoptimierung. Generationen vor uns haben eine Welt geschaffen, die uns in weiten Teilen lebenswert erscheint. Ohne Computer sind große Konzerne zu Weltruhm gelangt. Es gab Plakatwerbung. Wir gingen in den Sportverein oder "um den Block", statt in ein hippes "Gym". Unsere Autos haben wir selbst geparkt, gebremst und gelenkt. War die Welt schlechter? Auf gar keinen Fall. Wir haben uns an dem gefreut, was wir hatten - statt uns nach immer mehr, immer besser, immer teurer zu sehnen. Computer machen uns schneller Technischer Fortschritt hatdafür gesorgt, dass wir zunehmend danach gieren, alles perfekt zu machen. Computer machen unsere Arbeit schneller, hieß es. Doch es stellte sich heraus: Sie machen sie optisch schöner - doch schneller? Nein. Zu Beginn erlebten wir Abstürze, technische Pannen…

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Das Ich-bin-Ich-Prinzip: Erfolgreich mit Selbstbewusstsein

Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und alle Blicke wenden sich ihnen zu. Wir - und das sind fast alle anderen - bewundern solche Menschen. Dabei nehmen wir oft gar nicht wahr, wie sich die Blicke auf uns selbst richten, wenn wir einen Raum betreten. Doch egal wie selbstsicher wir auftreten - jeder von uns bekommt sie:  Die Boxschläge des Lebens, die unsere Lebenssituation von jetzt auf gleich ändern. Die Nackenschläge, die unserem Selbstwertgefühl Schaden zufügen. Die Seitenhiebe, die uns in uns selbst zutiefst verunsichern. Wie gehe ich damit um? Genau zu diesem Thema gab es den Vortrag  "Das Ich-bin-Ich-Prinzip" meiner Kollegin Annette Auch-Schwelk. Rund 60 Interessierte hatten sich an diesem Abend im Konferenzzentrum der Rheinischen Post eingefunden, um zu erfahren, wie sie ihrem Selbstbewusstsein einen Kick verpassen können. 90 Minuten lang brachte Annette Auch-Schwelk den Zuhörerraum in Wallung. Sie beschränkte sich keinesfalls auf einen seriös-steifen Frontal-Vortrag, sondern garnierte ihre Redezeit mit amüsanten Anekdoten aus ihrer langjährigen Praxis und nutzte gehirngerechte Lernmethoden. Vergnüglicher Vortrag Dazu setzte sie auf ihre lebendige Präsentation - durchaus auch mal mittels Leinwand - und brachte die Menschen flott in die Aktion. Schon wenige Minuten nach Vortragsbeginn standen die Teilnehmer verteilt im Raum, statt still auf den Stühlen zu hocken. Schnell war ein Erst-Kontakt mit dem direkten Nachbarn ebenso angesagt, wie dynamische Körperübungen. Dabei ging es darum, sich selbst zu spüren und innere Blockaden zu lockern. Die…

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Dringlich oder wichtig?

Der Alltag stellt uns täglich vor vielfältige Aufgaben. Planbare und spontane. Solche von kurzer Dauer oder längere Projekte. Aufgaben, die wir alleine erledigen können oder bei denen wir in einem Team arbeiten. Oftmals ist es an uns selbst, über eine sinnvollen Reihenfolge dieser Aufgaben zu entscheiden. Doch mal ehrlich: Wie genau schauen Sie hin, wenn Sie Ihre anstehenden Aufgaben betrachten? Nach welchen Kriterien setzen Sie Ihre Prioritäten? Dringlich - ist nur selten wichtig Zu oft lassen wir uns an dieser Stelle fremd bestimmen. Indem wir uns von anderen Aufgaben "aufhalsen" lassen, die "dringlich" sind. Das bedeutet, dass ein anderer Mensch von der schnellen Erledigung der Aufgabe einen Vorteil hat. Sei es, dass er selbst weiterarbeiten kann oder dass er so Repressalien eines Dritten - beispielsweise eines Kunden - abmildert. Es gibt Leute die sind Profis im "Zeitdruck aufbauen" - und wir lassen uns drauf ein, weil wir den Menschen mögen, den Termin platzen sehen oder weil unser Chef uns im Nacken sitzt. Dringliche Aufgaben können, im Sinne des Umgangs mit der eigenen Energie (= Zeit), oft wunderbar delegiert werden. Sie können mit reduzierter Kraft erledigt oder auch schon mal - ja, Sie lesen richtig - liegengelassen werden. Denn Manches, was jetzt in diesem Moment ach so "dringlich" ist, erweist sich als total egal, wenn wir es schlicht eine Zeit lang liegen lassen. Komischerweise fragt in vielen Fällen nie wieder jemand…

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