Zuvielisation

Das Jahr startete entspannt. Erst waren noch alle im Skiurlaub, dann folgten schon früh im Jahr Karneval und Ostern und irgendwie....verrann die Zeit dann doch Flug. Wir wurden von der Zuvielisation überrannt. Jetzt haben wir schon zu zwei Dritteln den Mai geschafft. Und es geht mit großen Schritten auf die Sommerferien-Phase zu. Trend zum Gasgeben Denn vor der sommerlichen Ruhephase, zudem noch durch die Fußball-EM eingeleitet (läuft in NRW genau bis zum Ferienbeginn), wollen wir alle noch Dinge angeschoben, Projekte abgeschlossen und Themen auf den Weg gebracht haben. Das Ergebnis: Uns läuft die Zeit davon. Wir leiden unter akuter... ...Zuvielisation Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Wie schön war das früher, als ich mich zwischen nur drei Fernsehprogrammen, drei Joghurtsorten oder Sommer- und Winterschuhen entscheiden konnte. Heute werde ich überwältigt von der Anzahl der Angebote. Ich habe damit zu kämpfen, dass ich mich kaum mehr entscheiden mag. Weil ich Angst entwickele. Die falsche Entscheidung zu treffen. Weil ich nichts verpassen will. Dazugehören möchte. Etwas von Dauer besitzen, dafür allerdings auch keinesfalls zu viel bezahlen will. Zeit statt Geld Also surfe ich Stunde um Stunde im Netz, um für mich noch ein bisschen "mehr" rauszuholen. Dass ich dabei schonmal einen schlechten Deal Zeit gegen Geld mache? Ist mir dabei selten bewusst. Und das nur damit - um mit der entsprechenden Fernsehwerbung zu spielen - mein Sitznachbar auf dem Urlaubsflug mich nicht auslacht. Weil ich zuviel bezahlt habe.…

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Wie entsteht Unternehmenskultur?

Geschäftsfeld In welchem Bereich ist Ihr Unternehmen tätig? Jede Branche und Unternehmensgröße, jeder Standort und auch die Tatsache ob beispielsweise Produktions- oder Verwaltungsbetrieb - alles das hat Einfluss auf die Entwicklung Ihrer Unternehmenskultur. Manche Geschäftsfelder sind notgedrungen stärker hierarchisch organisiert, als andere. Es herrscht deshalb auch eben ein anderer Umgangston in einem Automobilwerk als in einer Werbeagentur. Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Materialien und Lagerkapazitäten - alles das spielt eine Rolle in einem Unternehmen. Und trägt so zur Entwicklung der unternehmensspezifischen Kultur bei. Persönlichkeiten Sie kennen den Satz: "Der Fisch stinkt immer vom Kopf!". Als Beraterin weiß ich, dass das für die meisten Unternehmen zutrifft. Wie oft ruft mich ein Chef, weil seine Mitarbeiter in seinen Augen zu unproduktiv sind. Und dann stellt sich heraus, dass gerade der Auftraggeber eine so komplexe Organisation angeordnet hat, dass mehr Effizienz in diesem Umfeld unmöglich scheint. Oder dass er selbst sich so respektlos verhält, dass er sich über die mangelnde Wertschätzung seiner Mitarbeiter kaum zu wundern braucht. Praxisbeispiel Ich hatte - gemeinsam mit meinem Partner - vor einigen Jahren ein Training bei einem kleinen Mittelständler in Köln. Wir sollten zwei Schulungen für je 12 Mitarbeiter zum Thema "Zeitmanagement - Organisation - Struktur" durchführen. Schon in der ersten Gruppe stellte sich heraus, dass der Chef es liebte "eMail to everyone" schrieb. Wenn er etwas mitzuteilen hatte, dann landete alles, was ihm in den Sinn kam, in einer einziger eMail - Termin…

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Der kleine Unterschied – Wertschätzung

Heute besuchte mich meine Freundin Claudia. Sie arbeitet seit vielen Jahren bei der gleichen Firma. In der Finanzbranche. Ihre deutsche Firma wurde vor nicht allzu langer Zeit von einem noch größeren Unternehmen dieser Branche übernommen. Das bedeutet, dass nun einiges anders läuft. Unternehmenssprache ist jetzt albernerweise Englisch. Alle müssen jetzt Englisch lernen oder mit teuren Kursen verbessern. Immerhin: Während der Arbeitszeit. Es weht also ein neuer Wind und der ist manchmal so scharf, wie in den Frühlingsmonaten in Deutschland 2013. Alltag in deutschen Unternehmen Claudia ist immerhin stellvertretende Abteilungsleiterin. Sie erzählte, dass sie jetzt zwei übergeordnete Chefs über ihrem Abteilungsleiter hat. Soweit, so gut. Doch sie erzählte auch, wie unverbindlich sich der eine davon den Mitarbeitern gegenüber verhält. Er ordnet immer wieder Dinge an, die “asap” - also “as soon as possible” - zu erledigen seien. Und dann werden die mühsam und mit viel Kleinarbeit erstellten Präsentationen immer und immer wieder geändert, umgestellt und überarbeitet. Wenn dann am Ende die Seitenzahlen durcheinandergeraten sind, weil auch die beste Technik irgendwann aufgibt, dann gibt es von diesem einen Chef immer nur Gemecker. Nie ist es ihm gut, schnell oder schick genug. Nie mal ein privates Wort oder eine mitfühlende Bemerkung. Claudia fühlt sich schlecht, weil ihr dieser kleine Fauxpas natürlich nicht hätte passieren dürfen. Sie fühlt sich verunsichert, wenn sie das nächste Mal diesen Job machen soll. Die Folge: Die Motivation sinkt und die Fehlerquote steigt. Umso erstaunter war Claudia, als sie…

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Jürgen Klopp – ein Vorbild an Respekt

Sonntag am späteren Morgen. Mein Mann und ich sitzen am Frühstückstisch. Nach dem Frühstück und vor der Lektüre der "Welt am Sonntag" schnell ein Blick in Facebook. Und was sehe ich da? Ein Posting vom Dortmunder Trainer Jürgen Klopp.... Doch schauen wir zurück, was dem vorausging: Samstagabend, 25.05.2013, kurz nach 20:30 Uhr. 21,61 Millionen Deutsche sitzen vor Ihren Fernsehern und freuen sich auf das deutsch-deutsche Champions-League-Finale, welches im britischen London ansteht. Mehrere zehntausend Fans aus Bayern und noch ein paar mehr aus Dortmund haben sich mit allen verfügbaren Verkehrsmitteln auf den Weg gemacht, um das Londoner Wembley-Stadion in einen Hexenkessel zu verwandeln - selbst Menschen ohne Stadion-Ticket sind angereist, um ihren Verein bei dieser wichtigen Entscheidung zu unterstützen. Am Ende sind alle 86.298 Plätze in Wembley besetzt. Eine unglaubliche Atmosphäre wirft ihre Schatten voraus. Und so sitzt auch die Respektspezialistin mit Rotwein und Tapas bei Freunden auf dem Sofa...dem wir mit einem passenden Überwurf erst einmal die richtige Stadion-Atmosphäre geben. Pünktlich startet das Spiel, Bela Rethy übernimmt den Kommentar im ZDF und die Familie, bei der wir zu Gast sind, hat sich aufgeteilt: Die Jugend - bestehend aus Hard-Core-Bayernfans - hat sich nach oben verzogen. Wir Erwachsenen gucken unten im Wohnzimmer - dabei ist die Gastgeberin auch eher Bayern-Fan. Klasse, dass sie bei uns bleibt, die wir halt heute einfach mal zu den Dortmundern halten, weil Bayern eben schon so viel gewonnen hat. Niemand von…

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Tolle FlipCharts malen? Können Sie (lernen)!

Sie betreten einen Seminarraum. Am FlipChart prangt ein liebevoll gemaltes "Herzlich Willkommen“ - umrahmt von dem unvermeidlichen roten Herz drum herum. Irgendwie hat man es doch satt, oder? Ich war mächtig erstaunt, als mich im Rahmen eines unserer BerufsOrientierungsCamps sogar schon ein 14jähriger Schüler mit den gelangweilten Worten begrüßte: “Ach´, wieder mal ein Herz … das ist ja echt was Neues.“ Mir war klar, dass ich wohl nie wieder ein Herz auf ein Begrüßungs-FlipChart zeichnen würde. Denn er hatte ja so recht. Also dachte ich über Alternativen nach, probierte diese aus und versuchte immer wieder was Neues…meine FlipCharts wurden immer bunter und liebevoller - dank Ideen aus dem Bikablo von Neuland, aus dem Internet, von Kollegen und steigendem eigenem Mut. So richtig in Schwung kam meine Zeichenlust allerdings erst, als ich kurz vor Adventsbeginn 2012 auf den Video-Onlinekurs "Weihnachten zeichnen in 24 Lektionen” von Sandra Dirks (www.apprenti.de) stieß. Ich meldete mich an, bewaffnete mich mit Zeichenblock, passenden Stiften und Motivation und startete an Tag 1 mit dem Zeichnen von Weihnachtskugeln. Ja, auch Sie können zeichnen - probieren Sie´s aus! Genial, mit welch´ kleinen Mitteln da große Erfolge erzielt werden. Alleine "Schattengrau“ war für mich ein Highlight, welches den Flips gleich mehr Tiefe gibt. Wenn ich ehrlich bin, war dieser Kurs das Highlight jedes Adventstages und mein Weg, 2012 in Weihnachtsstimmung zu kommen. Am Ende zeichnete ich plötzlich meine Weihnachtskarten samt…

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Respekt – ein WERT mit 6 Blickwinkeln

„Respekt? Jaaaa, davon bräuchten wir mehr!“ Das ist die typische Reaktion, wenn ich meine Berufsbezeichung "Respektspezialistin" nenne. Klar, jeder von uns braucht Respekt für Wohlbefinden (Psyche) und körperliche Unversehrtheit (Physis). Respekt ist kostenfrei. Und doch für kein Geld der Welt zu haben. Er stärkt unser Ego und ist ein Zeichen von Würde. Wichtig dabei: Beim Thema Respekt spiegelt sich unser ganz individuelles Weltbild. Unvermittelt in unserem Verhalten. "Wie Du in den Wald hineinrufst, so schallt es heraus."   An einem Beispiel wird schnell deutlich, was das mit Respekt zu tun hat: Ein nass-kalter Winterabend. Sie sind auf dem Weg von einer Veranstaltung nach Hause. Ihnen kommt eine Gruppe grölender Jugendlicher entgegen, einige davon weisen eine andere Hautfarbe auf und einige tragen ihre Kapuzen tief in die Stirn gezogen. Sie haben jetzt drei Möglichkeiten: a) Die Straßenseite wechseln (= Respekt zeigen) b) Passieren und freundlich grüßen (= respektvoll verhalten) c) Die grölende Meute lautstark in ihre Schranken weisen (= Respekt einfordern) Ihre Verhaltensentscheidung beeinflusst das Verhalten der Jugendlichen. a) Ihr Respekt (im Sinn von Ehrfurcht oder Angst) wird spür- und sichtbar. Sie werden für die Truppe zum möglichen "Opfer" - denn Ihr Verhalten zeigt, dass Sie sich der Situation nur bedingt gewachsen fühlen. b) Die Jugendlichen gehen zur Seite und grüßen im Idealfall sogar zurück. c) Sie fordern Respekt ein, indem Sie sich autoritär verhalten. Nun können die jungen Menschen wahlweise zurückhaltend reagieren und sich…

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Mitarbeiter wollen kein Lob!

Hubertus ist Arbeitnehmer. Er arbeitet in einem großen Konzern. Neulich erzählte er mir: "Ich kriege Pickel, wenn mein Chef ansetzt, mich für irgendwas zu loben! Denn immer, wenn er lobt, kommt diese Nummer mit dem "Feedback-Sandwich" (= Kritik wird freundlich zwischen zwei Lagen Lob "verpackt" ...) - und am Ende fange ich mir doch einen ein!" Wird Kritik durch Lob-Verpackung wirklich "süßer"? Kritik ist negativ. Feedback im "Sandwich" soll das Ganze charmanter machen. Doch funktioniert das wirklich? Kommt uns knochentrockene Kritik, die zwischen zwei Scheiben süßen Lobes liegt, plötzlich genießbarer vor? Nein. Wenn die Ankündigung von Lob seitens der Mitarbeiter also schon als bedrohlich empfunden wird, läuft was ordentlich schief. Nun liegt das nicht nur am Feedback-Sandwich, also der "blendenden" Verpackung, sondern auch an dem, was ein Lob eigentlich ist: Die Bewertung einer Leistung vom "Meister" zum "Lehrling". Ein Lob erfolgt von oben nach unten - statt auf Augenhöhe. Wer lobt, stellt sich über mich. Er maßt sich an, über meine Leistung urteilen zu können (auch wenn er das in vielen Fällen in keiner Weise wirklich bewerten kann!). Augenhöhe? Fehlanzeige! Hubertus hat also zu Recht kein gutes Gefühl, wenn er "gelobt" werden soll . Denn damit verbindet sein Chef zugleich eine Erwartung. Lob hat einen manipulativen Anteil. Der Lobende will damit etwas erreichen. Hubertus soll sich künftig anders verhalten, damit er den Vorstellungen seines Chefs besser gerecht wird. Lob bezieht sich…

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Zeitmanagement – Mehr Schwung 1 – 6

Dinge wie gewohnt zu tun ist einfacher, als neue Wege zu gehen. Das wissen wir - und doch knurrt unser Innerer Schweinehund, wenn wir ihm mit Veränderungen kommen. Denn die mag er gar nicht. Doch mit ein paar Tricks können Sie ihn dynamisch in Bewegung bringen und ihm neue Wege schmackhaft machen. 1. Delegieren Es gibt Dinge, die andere lieber machen oder besser können, als Sie. Delegieren Sie diese Dinge an solche Menschen. Dazu braucht es Ihren Mut und das Vertrauen, dass andere die Dinge auch wirklich vereinbarungsgemäß erledigen. Vielleicht auch ein wenig Geld. Ihr Lohn: Ein dickes Plus auf Ihrem (Frei-)Zeitkonto 2. Helferlein Ihr Kopf kann mehr, als Sie meinen - doch auch er wird gerne entlastet. Also nutzen Sie Zettel und Stift oder die Aufgaben- oder Aufnahmefunktion Ihres Mobiltelefons oder Tablets und notieren Sie sich die Dinge, die anstehen. Ich arbeite dafür gerne mit dem vielseitigen Programm Evernote, weil ich dort die Dinge gut strukturiert ablegen kann und es als App auch auf Smartphone und Tablet mit Synchronisation funktioniert. Ihr Lohn: Der Kopf bleibt frei für andere Aufgaben und Themen 3. Vorrat Sie wollen in zehn Minuten eine Präsentation halten und schwupps ist die Tonerkartusche vom Drucker leer? Dumm gelaufen. Das läßt sich vermeiden, wenn Sie sich eine kleine Vorratshaltung angewöhnen. Gerade Dinge wir Druckerpapier und Tonerpatronen stehen dabei ganz oben auf der Liste - denn sie werden komischerweise…

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